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Cover von Novembre -- The Blue
Band: Novembre Homepage Novembre bei Facebook Metalnews nach 'Novembre' durchsuchenNovembre
Album:The Blue
Genre:Dark Metal
Label:Peaceville Records
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:09.11.07
CD kaufen:'Novembre - The Blue' bei amazon.de kaufen
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"Italien verschwimmt auf der Landkarte"

Italien ist nicht gerade als Metalhochburg bekannt. Spontan fallen RHAPSODY ein und mit Glück vielleicht noch DOOMSWORD oder WHITE SKULL. Diese Bands machen alle Musik, die irgendwo zwischen MANOWAR-Kitsch und gekonntem Abkupfern einzuordnen ist. So lässt sich Italien auf der Metallandkarte [leider] ziemlich knapp zusammenfassen. Und dann gibt es da noch NOVEMBRE.

NOVEMBRE sind seit bald zwanzig Jahren in der Metalwelt unterwegs, konnten aber bis auf ein paar Underground-Alben und eine Tour mit KATATONIA noch keine so richtigen Erfolge verbuchen. Das neuste Werk der Gruppe trägt den Titel "The Blue" und bietet, wie die alten Alben auch, recht kompakte Songs um die sechs Minuten, die irgendwo zwischen Dark Metal und Death Metal mit einer Prise Prog angesiedelt sind. OPETH? Klar, der Vergleich ist alt und wird ständig gebracht, aber wer sich in dem Genre bewegt, muss sich eben mit den Schweden messen lassen. Und NOVEMBRE erinnern wirklich stark an die Nordlichter. Einzelne, herausgegriffene Passagen in ein OPETH-Album gemischt, würde oft kaum auffallen. Das ist aber auch eigentlich schon genug des Lobs, denn außer dem groben Sound, reichen NOVEMBRE leider nicht an das Niveau von OPETH heran, und das in allen Belangen. Handwerklich ist das Gebotene zwar völlig in Ordnung, aber mehr als gutes Mittelmaß ist nicht drin. Das Songwriting lässt leider besonders zu wünschen übrig: Die zwölf Songs klingen alle sehr ähnlich und machen oft den Eindruck, als wären Passagen, die besser aneinander gereiht worden wären, gleichzeitig gespielt worden, um wohl progressiv oder so zu wirken. Klarer Gesang über Double-Bass will eben geübt sein. An diesem Beispiel und vielen anderen, wie einigen Folk-Elementen oder weiblichem und männlichem Gesang im Chor ["Nascene"], merkt man, dass Potential und Ideen vorhanden sind. Diese werden jedoch fast immer spektakulär gegen die Wand gefahren, indem einfach abgebrochen wird, wenn es interessant wird, die Songs falsch zusammengebaut werden [das beste Riff am Schluss zum ausklingen?] oder unpassende Passagen übereinander gelegt werden. Fußballweltmeister sind sie, aber wenn es um Metal geht, bildet Italien in Europa leider so ziemlich das Schlusslicht.

Am Ende bleibt von "The Blue" nur irgendein verschwommenes Bild, aus eigentlich ganz guten Riffs, Gesängen und Melodien, die aber so konfus daherkommen, dass rein gar nichts im Ohr bleibt oder sich nach auch mehrmaligem Hören erschließen lässt. Insofern ist das Coverartwork nicht unpassend. Langweilig wird es trotzdem schnell.

Trackliste:
01. Aenemia
02. Triesteitaliana
03. Cobalt Of March
04. Bluecracy
05. Architheme
06. Nascene
07. Iridescene
08. Sound Odyssey
09. Cantus Christi
10. Zenith
11. Argentic
12. Deorbit
Spielzeit: 01:07:31

Line-Up:
Carmelo Orlando: Gitarre, Gesang
Giuseppe Orlando: Schlagzeug
Massimiliano Pagliuso: Gitarre
Luca Giovagnoli: Bass
Nicolas Freund [Nicki]
17.02.2008 | 18:01
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