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Cover von Nox -- Blood, Bones And Ritual Death
Band: Nox bei Facebook Metalnews nach 'Nox' durchsuchenNox
Album:Blood, Bones And Ritual Death
Genre:Death Metal
Label:Listenable Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:24.09.10
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"Dicke Eier aus Holland!"

Aus der Asche einer niederländischen Band namens CENTURIAN entstand vor gut sieben Jahren das satanische Quartett NOX, das seit jeher in die brachiale Kerbe schlägt und alt hergebrachte Klänge des Death Metals abliefert. Nach einer vor drei Jahren erschienenen Full-Length-Visitenkarte, „Ixaxaar“ ist gemeint, lässt man 2010 mit der Mini-CD „Blood, Bones And Ritual Death“ von sich hören. Riskieren wir also mal ein paar Ohren...

In welche Richtung das Ganze geht, sollte bereits auf den ersten Blick klar sein. Davon abgesehen, dass Teile der Band ebenfalls in niederländischen Größen wie SEVERE TORTURE oder PROSTITUDE DISFIGUREMENT vertreten sind, sind es vor allem die Designs der Alben, die in ihrer rituellen Kunstform an Altkameraden wie MORBID ANGEL oder DEICIDE erinnern. Genau da liegt der Hase auch schon im Pfeffer, denn NOX besinnen sich mit ihrer Mini-CD zurück zu alten Tagen mit CENTURIAN und schwingen ordentlich asozial die Old-School-Keule. Grundsätzlich ist das gerade einmal 18-minütige Teilchen erst mal schnörkel- und kompromisslos. Man achtet nicht wirklich auf professionelle Cuts oder Fade-Outs zum Ende der Songs, sondern schneidet einfach mal kantig hinten ab. Gerade nach dem Instrumental-Intro wünscht man sich einen feinen Übergang zum ersten Brecher, den es mit „Blessed Is The Hand That Destroys“ definitiv gibt. Stattdessen wird das Intro einfach abgeschnitten, zwischen den Songs entsteht eine kurze Pause und dann gibt’s 16 Minuten aufs Maul. Eine übermäßige Produktion wurde ebenfalls nicht gewählt und so wirkt „Blood, Bones And Ritual Death“, als habe man es Anfang der 90er irgendwo im Südosten der USA eingeholzt. Für Manchen mag dies nun zunächst negativ klingen, allerdings ist es genau das, was den überproduzierten Glashaus-Schnöseln gekonnt den Scheitel zieht und völlig ausreicht, um immense Hoden zu beweisen. NOX prügeln sich von Song zu Song, überzeugen durch pfeilschnelles Riffing und ein Schlagzeugspiel, das wahrscheinlich mehr als gewollt an die Hausnummer eins der Königsallee, MORBID ANGEL, erinnern soll. Gelungen ist dieses Vorhaben – sofern es denn wirklich eines war – absolut, wenngleich man gegen MORBID ANGEL allein in der Disziplin Songwriting letztendlich doch übel einstecken muss. Aber was soll's: Die Herren haben noch für das Kalenderjahr 2010 ein neues Album angekündigt und diese Mini-CD ist definitiv ein Vorbote für das, was da noch über die Grenze schwappen wird.

Fazit: Wer nach wie vor seine Heidenfreude an altbackenen, ehrlichen Produktionen im brutalen Death Metal hat und genannte Bands zu seinen Favoriten zählt, kommt um einen Durchlauf NOX über kurz oder lang nicht vorbei. Es wird allerdings auch jene Stimmen geben, die den Vergleich mit MORBID ANGEL nicht akzeptieren. Das sprichwörtliche Rad wird sicherlich nicht neu erfunden und der Thron mit Sicherheit nicht erklommen, aber ein Probesitzen ist ja auch nicht verkehrt.

Trackliste:
01. The Place Of Crossing [Intro]
02. Blessed Is The Hand That Destroys
03. From Hell To Worse
04. Psalm 333
05. Darknes Undying
06. Procession Of Blood
Spielzeit: 00:18:01

Line-Up:
Niels Adams – Gesang
Rob Oorthuis – Gitarre
Oskar Van Paradijs – Bass
Seth Van De Loo - Schlagzeug
Patrick Franken [Border]
20.09.2010 | 23:06
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