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"Ein groovender Universaltipp" | ||||||||||||||||||
| Mit NYMF aus Schweden und ihrem gleichnamigen Album, erwartet uns gleich zu Beginn des neuen Jahres eines der vielversprechendsten Debüts aus dem Bereich des Heavy/Stoner/Doom Metal. Dies mag vor allem daran liegen, dass wir es hier nicht mit unbedarften Neueinsteigern zu tun haben. Am Mikro befindet sich Niklas Sjöberg, der bereits gesanglich bei der stilverwandten Truppe THE GRAVIATORS hervorragende Dienste leistet. Auch Martin Fairbanks spielt dort Gitarre, was bedeutet, dass die Hälfte der GRAVIATORS bei NYMF mitspielt. Dies erklärt wohl so einige Gemeinsamkeiten zwischen beiden Truppen, dennoch haben wir es hier keinesfalls mit der gleichen Musik nur unter anderem Namen zu tun, was auch schon aus der Stilbeschreibung hervor geht. Der Opener besitzt alles, was es braucht, um ein solches Album gebührend zu eröffnen und einen auf die Bandbreite, die einen erwartet vorzubereiten. Ein düsterer, schleppender Anfang, eine Strophe im groovenden Up-Tempo und als Höhepunkt natürlich der Refrain, sorgen für einen passenden Einstieg, wie aus dem Lehrbuch. Ähnlich ausgewogen geht es auch beim Stück „Dark Autumn's Fire” weiter, bis man beim darauf folgenden Song „Regardless“, zum Namen passend unter Beweis stellt, dass man sich auch auf stampfende Mid-Tempo Stücke ausgezeichnet versteht. Der gleichnamige Track zum Album, der auch auf Myspace angehört werden kann, ist wohl das repräsentativste aller Stücke für die Band, da es alle Stärken des Stils perfekt miteinander vereint und es wohl unangefochten das beste Lied des Albums darstellt. Der Rest des Debüts gestaltet sich ebenso unterhaltsam, wie die bisher angesprochenen Stücke, wirklich hervorstechend ist dabei jedoch lediglich nur noch „Forsaken“, welches durch die Einbindung von Klargesang und Akustikgitarre ein Mal mehr für überaus gelungene Abwechslung sorgt. Die Musik ist rundum gelungen und dieses Album wird mit Sicherheit zu den besten Stoner-Alben des Jahres zählen, wenn nicht zu den besten überhaupt. Einziges Manko ist jedoch, dass gegen Ende etwas an Kreativität abgebaut wird und man so leider den letzen Schliff zur Perfektion verpasst hat. Aber auch so ist dieses Album ein echter Hammer geworden. Zusätzlich ist die Musik allerdings nicht nur Genre- sondern auch Zeitübergreifend. NYMF verstehen sich nämlich ausgezeichnet darauf, das Feeling der 70er und 80er in ihre Musik mit einzubinden und erschaffen so eine Brücke in die Vergangenheit, in Anlehnung an Truppen wie LED ZEPPELIN, BLACK SABBATH und DEEP PURPLE. Die fette Produktion leistet dem keinen Abbruch, sondern kleidet alles lediglich in ein moderneres, auf die heutige Zeit abgestimmtes Gewand. Auch an KYUSS fühlt man sich hier erinnert, aber vor allem der Gesang ruft, zumindest in meinem Kopf, Namen wie SOUNDGARDEN, WOLFMOTHER und THE DEVILS WHOREHOUSE auf den Plan, was wohl unter anderem auch an deren ebenso ausdrucksstarkem Gesang liegen mag, auch wenn dieser mit dem genannter Bands nur bedingt vergleichbar ist. Das Jahr fängt wirklich sehr gut an und zeigt dabei mal wieder sehr prachtvoll, dass die musikalischen Einflüsse der Vergangenheit auch in heutigen Produktionen noch mehr als präsent sind, was auch der Grund dafür ist, dass man dieses Album wirklich jedem empfehlen kann, der etwas für für die Anfangszeiten des Metal und härtere, gitarrenlastige Musik übrig hat, und das dürfte eigentlich den Großteil der gesamten Metal-Hörerschaft abdecken. | ||||||||||||||||||
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