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"Zurück in der Königsklasse"
Cover von O Lendário Chucrobillyman -- The Chicken Album
Band: O Lendário Chucrobillyman Homepage O Lendário Chucrobillyman bei Facebook Metalnews nach 'O Lendário Chucrobillyman' durchsuchenO Lendário Chucrobillyman
Album:The Chicken Album
Genre:Avantgarde, Blues / Bluesrock, Punk
Label:Off Label Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:28.10.11
CD kaufen:'O Lendário Chucrobillyman - The Chicken Album' bei amazon.de kaufen
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"Tanz' den Hühnerblues...!"

Manchmal braucht auch der gestandene Metaller eine Abwechslung zum immergleichen Soundtrack seines Lebens, zu der ewigen Schleife aus Doppelbass, Blastbeat, Powerchord, Breakdown, Moshpart, Solo, Harmony Lead und Refrain. Dann kommt häufig der Blues ins Spiel, ohne den es - bekanntermaßen - den Rock'n'Roll, geschweige denn Metal in all' seinen Spielarten, gar nicht geben würde.
Heute aber eben nicht irgendein Blues, sondern der - zugegeben sehr spezielle - Blues des „Chucrobillyman“ in Form von „The Chicken Album“.

Aufgewachsen im ländlichen Brasilien mit altem Rock'n'Roll, Garage und brasilianischem Country, sollte eben dieser sich fürderhin als One-Man-Band betätigen, dabei gleichzeitig Drums, Schrottfundstücke und die brasilianische Viola-Gitarre bedienen und einen sehr eigenen Sound generieren, der Punk ebenso beinhaltet, wie auch Blues oder rurale brasilianische Folklore.
Das liest sich nicht nur schräg, sondern hört sich auch so an, d.h. sterilen Pro-Tools-Sound braucht hier mit Sicherheit niemand zu erwarten, dafür aber herrlich ruppig-charmanten, kratzigen Lo-Fi-Klang, der prima in einen schummrig-abgerockten Blues-Schuppen irgendwo tief im Mississippi-Delta passen würde.
Gut, der Opener „Chicken Flow“ mit seinem Hillbilly-Redneck-Gehabe und dem Hühnergegacker statt Gesang mag zunächst etwas verstören, aber schon binnen kurzem wird klar, der Mann meint es genauso ernst, wie seinerzeit schon BOB LOG III. Hat man sich auf den schrägen Schrammelsound erstmal eingelassen, wippt man bereits bei „Love Miner“ unwillkürlich bzw. hemmungslos mit und das wird auch mit dem folgenden „Chicken Strangle“ nicht wesentlich anders.
Was als durchwegs charmante und v.a. authentische Mischung aus Klamauk und Geklampfe daherkommt, hätte sich in Form von „Coconut Road“ so ohne weiteres auch auf einem Tarantino-Soundtrack oder als obskure TITO&TARANTULA-Coverversion finden können. Die Gospelnummer „Where Should I Lay My Head“ könnte fast schon als abgespeckte bzw. Lo-Fi-Variante von 16 HORSEPOWER bzw. WOVEN HAND und dem LIGHTNING BEAT-MAN durchgehen, ebenso „Whiskey River“.
Aufgelockert durch die diversen „Chicken“-Intermezzi kulminiert „The Chicken Album“ in dem verschroben-dramatischen „Estrada Da Vida“.

Wer es abseitig, schräg und vielleicht auch etwas bekloppt mag, ein Herz für ehrlichen, ungeschönten Lo-Fi-Alternative Country-Blues-Punk und v.a. Einmannkapellen hat, die es gut mit einem meinen, der sollte O LENDÁRIO CHUCROBILLYMANs „Hühnerplatte“ seiner Tonträgersammlung einverleiben - erhältlich als CD oder stilecht als 10''-Vinyl...!

Trackliste:
01. Chicken Flow
02. Love Miner
03. Chicken Strangle
04. Coconut Road
05. Chicken Rhythm
06. Where Should I Lay My Head Lord?
07. Whiskey River
08. Estrada Da Vida
Spielzeit: 00:23:55

Line-Up:
Chucrobillyman - alles
Dirk Konz [dkay]
18.01.2012 | 10:50
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