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"Opfer des Hypes"
Cover von OSI -- Fire Make Thunder
Band: OSI Homepage OSI bei Facebook Metalnews nach 'OSI' durchsuchenOSI
Album:Fire Make Thunder
Genre:Prog-Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:23.03.12
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"Allerhöchste Spitzenklasse"

„Fire Make Thunder“ ist bereits das vierte Album, das FATES WARNING-Gitarrist Jim Matheos und der ehemalige DREAM THEATER-Keyboarder Kevin Moore unter dem Projektnamen OSI zusammen veröffentlichen.

Unterstützung erhalten sie dabei, wie schon auf dem Vorgänger „Blood“ von Schlagzeuger Gavin Harrison, der hauptberuflich bei PORCUPINE TREE die Felle verdrischt. Mit ihrer unverkennbaren Melange von progressiven Songstrukturen mit omnipräsenter elektronischer Schlagseite sind OSI immer noch einzigartig, in der Grundstimmung höchstens vergleichbar mit Moores anderer Spielwiese CHROMA KEY. Dessen nahezu emotionsloser Gesang, die ständigen trippigen Einschübe und die eher hintergründigen Riffs von Matheos fügen sich perfekt zu einem unterkühlten, aber sehr intensiven Gesamtbild zusammen. Das geht schon mit dem herausragenden Opener „Cold Call“ los. Dieser baut in zwei recht ruhigen Minuten, bei denen man im Hintergrund einen Fernsehansager hört [ein Mittel, dem sich OSI bereits auf den Vorgängern immer wieder bedienten] eine ordentliche Spannung auf, die sich schließlich in einem Hammersong entlädt. Auch das ruhige „Indian Curse“ zählt mit seiner herrlich beklemmenden Atmosphäre ebenso wie das trip-hoppige und verhältnismäßig euphorische „For Nothing“ zu den Highlights auf „Fire Make Thunder“. Den Vogel schießen Moore und Matheos aber mit dem zum Heulen schönen „Wind Won't Howl“ ab. Das Stück ist auf jeden Fall der Übersong des neuen Albums, möglicherweise ist es sogar das Beste, was bislang überhaupt unter dem Namen OSI erschien – und das soll wohl was heißen.

„Fire Make Thunder“ ist ein weiteres Spitzenalbum in der Diskographie der Elektro-Prog-Metal-Formation. Mit traumwandlerischer Leichtigkeit gelingt es Moore und Matheos einmal mehr, eine kalte, trostlose und teilweise beklemmende Atmosphäre zu kreieren, von der man dennoch nicht genug bekommen kann. Durch das stets exzellente Songwriting der beiden Herren bleibt der Name OSI ein Gütesiegel der allerhöchsten Spitzenklasse.

Trackliste:
01. Cold Call
02. Guards
03. Indian Curse
04. Prayer Missiles
05. Wind Won't Howl
06. Big Chief II
07. For Nothing
08. Invisible Men
Spielzeit: 00:43:16

Line-Up:
Jim Matheos - Guitars, Keyboards
Kevin Moore - Vocals, Keyboards
Timo Beisel [kaamos]
16.03.2012 | 22:51
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