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Cover von Oakenshield -- Gylfaginning
Band: Oakenshield Homepage Oakenshield bei Facebook Metalnews nach 'Oakenshield' durchsuchenOakenshield
Album:Gylfaginning
Genre:Folk Metal, Viking Metal
Label:Einheit Produktionen
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:27.06.08
CD kaufen:'Oakenshield - Gylfaginning' bei amazon.de kaufen
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"Soundalike-Contest-Sieger mit Eigennote"

Wie viele Bands behaupten, ein gewisser Herr namens Markus Tümmers alias Vratyas Vakyas [Schöpfer von FALKENBACH] habe sie inspiriert? Wie viele Bands unter jenen gibt es, die sich selbst mit dieser unangefochtenen Größe im Bereich Folk/Viking Black Metal vergleichen und dabei selbstredend kläglich versagen? Unzählige, Etliche, schier zu viele. Eine dieser Bands bzw. authentischerweise ein Ein-Mann-Projekt ist auch OAKENSHILD, doch der junge Mann namens Ben Corkhill gibt sich mit „Gylfaginning“ eine Debüt-Ehre, die zum ersten Mal den Namen FALKENBACH gar nicht einmal mehr so weit weg erscheinen lässt...

Klar, man kann sich nun darüber streiten, ob die Welt eine weitere Kopie des Meisters braucht. Bei OAKENSHIELD jedoch geschieht während der Hördurchgänge beinahe schon mit frecher Leichtigkeit Faszinierendes: das Bein wippt mit, ein unbekümmertes Mitpfeifen und ein animiertes Kopfnicken bestätigen nach einiger Zeit, dass die Musik dieses aufstrebenden Solisten so falsch nicht sein kann. Lustigerweise erleben wir zeitweise dieselben Schwachstellen, wie einst in den Anfangszeiten FALKENBACHs, sprich: in die Länge gezogene, gleichbleibende Melodien, denen man aber dennoch irgendwie immer etwas abgewinnen kann und die trotz ihrer Monotonie gleichermaßen episch daher kommen. Als Beispiel sei der Song „Fenris“ genannt. Es gibt also schon die ein oder andere Kinderkrankheit, an dem das Debüt zu leiden hat, wie etwa der etwas sehr künstliche Schlagzeugsound [kommt zwar aus der Dose, mehr ist aber dennoch möglich] und die dünnen Orchestrationen. Mehr Spuren und eine verbesserte Aufnahmetechnik sollten OAKENSHIELD allerdings mit einem hoffentlich erscheinenden Nachfolger deutlich nach vorn bringen. Die Ideen sind da, die Umsetzung den Mitteln entsprechend absolut in Ordnung, aber mehr geht hoffentlich in Zukunft dennoch.
Stimmlich gibt es absolut nichts zu meckern und man kann – um den Vergleich ein letztes Mal zu bemühen - wirklich sagen: wer FALKENBACH in dieser Hinsicht mag, sollte OAKENSHIELD dieselbe Aufmerksamkeit schenken.

Als Fazit bleibt großer Respekt vor einem 19-jährigen Engländer, der hier im Alleingang über eine Stunde Musik im klassischen Viking-Stil abliefert und sicherlich noch einiges mehr auf dem Kasten hat, wenn man ihm die technischen Möglichkeiten dazu gibt. Ein weiteres Mal beweisen die Einheit Produktionen ein sicheres Händchen bei der Auswahl neuer Talente mit durchaus interessanter Zukunft. „Gylfaginning“ ist ein schönes Debüt mit Idee und Ambition und man darf sich gern schon jetzt auf einen Nachfolger freuen.

Trackliste:
01. Ginnungagap
02. The Sons Of Bor
03. Idavoll
04. Yggdrasil
05. The Aesir
06. Fenris
07. Valhalla
08. Utgarda-Loki
09. Hymir
10 The Death Of Baldr
11. Vigrid
Spielzeit: 01:00:49

Line-Up:
Ben Corkhill – Gesang, Gitarre, Bass, Drumcomputer, Keyboard
Gareth Evans – Violine [Session]
Patrick Franken [Border]
01.07.2008 | 21:33
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