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Cover von Obituary -- Inked In Blood
Band: Obituary Homepage Obituary bei Facebook Metalnews nach 'Obituary' durchsuchenObituary
Album:Inked In Blood
Genre:Death Metal
Label:Relapse Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:24.10.14
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"Direkt, brutal, OBITUARY!"

Etwas langsamer haben es die amerikanischen Deather von OBITUARY die letzten Jahre angehen lassen. Anstatt alle zwei Jahre ein Album rauszuhauen [wie es seit dem „Neustart“ der Band im Jahre 2003 üblich war], sind nun bis zur Veröffentlichung des Nachfolgers von "Darkest Day" stolze fünf Jahre vergangen. Wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass OBITUARY in diesen Jahren den Verlust von Langzeit-Bassist Frank Watkins verkraften mussten und neben einem Ersatzmann für Besagten auch noch einen neuen Gitarristen in die Band holen mussten. Außerdem, und auch das eine große Neuheit für die Old School Death Metal Truppe, wurde das gesamte Album „Inked In Blood“ via Crowdfunding finanziert. Trotzdem – wohl hauptsächlich aus Gründen der Promotion und Distribution – erscheint das Album nun am 24. Oktober via Relapse Records.

Bei so vielen Veränderungen muss man fast skeptisch werden, sind es doch gerade OBITUARY, die von musikalischen Veränderungen nicht viel halten. Müssen sich Fans der Truppe also Gedanken machen? Aber woher denn. OBITUARY klingen auf „Inked in Blood“ so, wie halt OBITUARY klingen. Die Songs sind heavy, sie grooven, sie haben Power und sie bieten bekannte und altbewährte Songstrukturen und Arrangements. Dazu kommen die typischen Soli beziehungsweise Lead-Gitarren, wobei diese auf „Xecutioner’s Return“ spritziger und direkter gewesen sind. Schon „Darkest Day“ konnte da nicht mithalten, und auch „Inked In Blood“ gelingt das nicht. Wie aber sieht es mit Veränderungen oder Neuerungen im Sound aus? Manchmal ist der Rhythmus der Songs für OBITUARY-Verhältnisse unüblich und hin und wieder werden sogar atmosphärische Songparts eingestreut, die man eher auf einem Black Metal Album erwarten würde [z.B. in „Visions In My Head“]. Außerdem klingt Sänger John Tardy frischer und energetischer als auf den früheren Alben und scheint sichtlich Spaß an seiner Perfomance zu haben. Irgendwie ist es trotzdem zutiefst erstaunlich, dass OBITUARY es nach dem Weggang von zwei wichtigen Mitgliedern [Ralph Santolla und Frank Watkins] immer noch packen, ihre Death Metal Formel knallhart durchzuziehen. Man kann daraus entweder schließen, dass die Herren Vollprofis sind und ihre Art des Musizierens einfach im Blut haben, oder man könnte boshaft behaupten, dass es nicht zu allzu schwer ist, solche Songs auf die Beine zu stellen. Damit würde man den Amis allerdings unrecht tun, denn es fordert Talent und Können, tödliche Walzen wie „Pain Inside“ oder den Titeltrack zu komponieren. Zu loben ist außerdem die Produktion – auch wenn der Drumsound zu „modern“ ausgefallen ist –, welcher es gelingt, die Power der Songs von OBITUARY zu transportieren. Zweifellos ist das bei dieser Band und bei dieser Art von Musik das Wichtigste. Oh, und ja, eine Neuerung muss noch erwähnt werden – das Cover-Artwork: Ungewöhnlich direkt und brutal für OBITUARY, vor allem wenn man die Vorgängeralben betrachtet.

Das Fazit kann kurz und knackig ausfallen: OBITUARY befriedigen vollkommen die Ziel- und „Marktgruppe“. Sie spielen das, was sie können, ohne jegliche Ausfälle, aber auch ohne wirkliche Andeutungen einer kreativen Entwicklung oder Innovation. Anders gesagt: Obwohl keine Abnützungserscheinungen vorhanden sind, genügt mir weiterhin „Xecutioner’s Return“.

Trackliste:
01. Centuries Of Lies
02. Violent By Nature
03. Pain Inside
04. Visions In My Head
05. Back On Top
06. Violence
07. Inked In Blood
08. Deny You
09. Within A Dying Breed
10. Minds Of The World
11. Out Of Blood
12. Paralyzed with Fear
Spielzeit: 00:49:04

Line-Up:
Donald Tardy - Drums
Trevor Peres - Gitarre
John Tardy - Gesang
Terry Butler - Bass
Kenny Andrews - Gitarre
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
23.10.2014 | 19:11
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