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Album:Obituary
Genre:Death Metal
Label:Relapse Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:17.03.17
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"End it now? Auf keinen Fall!"

Einige Bands sind unverwechselbar und bleiben es auch. Bei nicht wenigen dürfte das vor allem am Gesang liegen – egal, wie stilprägend die Musik sonst gewesen sein mag. Wenn Tom Araya keinen Bock oder keine Stimme mehr hat dürften SLAYER erledigt sein. Und wenn John Tardy* sich lieber mehr um streunende Kätzchen kümmern will als sich auf den Bühnen dieser Welt in einen Haarvorhang gehüllt um seinen Mikrofonständer zu winden und sein einzigartiges Röcheln hervorzubringen, was machen dann OBITUARY?

Schön, wenn man sich selbst diese Frage nicht ernsthaft stellen muss sondern sich einfach drüber freuen kann, dass die Gebrüder Tardy und ihr Blutsbruder Trevor Peres unverzagt weitermachen. Album Numero zehn hat man auf den Namen „Obituary“ getauft. Darauf sind, wie kaum anders zu erwarten, zehn Songs in typischer OBITUARY-Manier. Roh, wuchtig und geradlinig malmen die Florida-Urgesteine sich durch knapp über eine halbe Stunde Material und weichen dabei keinen Fußbreit vom Pfad der Gerechten ab. Experimente mit dem Sound muss keiner befürchten und das die mittlerweile auch nicht mehr ganz neuen Neuzugänge – Kenny Andrews an der Gitarre und Terry Butler am Bass - neue Vorstellungen von Death Metal ins Spiel bringen würden hat sicher niemand erwartet – alte Hasen, die keine überraschenden Haken schlagen. So weit, so gut!

Wie klingt jetzt „Obituary“? Was kann jetzt „Obituary“? Metaller, die nicht die letzten 25 Jahre unter einer asselverklebten Gehwegplatte verbracht oder gerade erst mit dieser Musik angefangen haben, wissen das schon. Bleibt zu sagen: Die Scheibe klingt nicht einfach nur wie gehabt und gewünscht, sondern auch noch überraschend geil. Liegt, glaube ich, einfach daran, dass OBITUARY gerade unheimlich Bock haben. Die Energie steckt einfach an. Mit „Sentence Day“, „End It Now“, „Betrayed“ und „Straight To Hell“ hat die Band außerdem ein paar astreine Hits am Start, die live sicher so richtig abräumen. End it now? Auf gar keinen Fall!



*Jaja, war Donald Tardy der Metal Meowlisha gegründet hat. Ändert nichts an meinem Punkt!

Trackliste:
01. Brave
02. Sentence Day
03.Lesson In Vengeance
04. End It Now
05. Kneel Before Me
06. It Lives
07. Betrayed
08. Turned To Stone
09. Straight To Hell
10. Ten Thousand Ways To Die
Spielzeit: 00:33:18

Line-Up:
John Tardy - Gesang
Donald Tardy - Schlagzeug
Trevor Peres - Gitarre
Kenny Andrews - Gitarre
Terry Butler - Bass
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
20.03.2017 | 23:02
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