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Cover von Obliteration -- Black Death Horizon
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Album:Black Death Horizon
Genre:Death Metal
Label:Indie Recordings
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:08.11.13
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"Die Norweger werden erwachsen"

Gut vier Jahre liegt „Nekropsalms“ der norwegischen Old-School-Deather OBLITERATION inzwischen schon zurück. Doch keine Sorge: Mit „Black Death Horizon“ legt das Quartett aus Kolbotn in der Nähe von Oslo einen würdigen Nachfolger vor.

Der in erster Linie überrascht, denn auch wenn ich gestehen muss, die obige zweite Scheibe der Jungs schlichtweg verpasst zu haben, hatte mich das Debüt „Perpetual Decay“ im Jahr 2007 nicht unbedingt aus den Latschen gehauen. Zu wenige einige Akzente wurden gesetzt, zu gleichförmig war das Material, zu offensichtlich war das Nacheifern der großen Vorbilder. Das sieht anno 2013 dann doch eine ganze Ecke anders aus, auch wenn OBLITERATION nach wie vor keine Originalitätspreise gewinnen werden und das Todesblei-Rad auch ganz sicher nicht neu erfinden [wollen]. Brauchen sie aber auch nicht, zumal man die Band nun getrost als eine der besseren Truppen im Fahrwasser von insbesondere AUTOPSY [auch gesanglich] und alten DEATH mit ein klein wenig alten INCANTATION, DARK THRONE und POSSESSED bezeichnen kann und der Blick zurück für die Norweger eher Pflichtprogramm denn Schande ist. Und das Ergebnis kann sich allemal sehen lassen, denn vor allem bei den langsamen, fies schleifenden Passagen – und derer gibt es zahlreiche auf „Black Death Horizon“ – vermögen die Jungs so richtig zu punkten und lassen dabei ihre Idole aufgrund von gutem Songwriting, interessanten Gitarrenmelodien/-soli und gelungenen Riffs teilweise auch mal alt aussehen. Hinzu kommt eine sehr organische, rohe, punkige Produktion, die inklusive bollerndem Schlagzeug aber prima zu der düsteren Grundstimmung bei OBLITERATION und zu den sieben Songs von „Black Death Horizon“ passt, wobei das ziemlich hektische und schnelle „Sepulchral Rites“ da noch am wenigsten im Ohr hängen bleiben will.

Macht aber nichts, denn der Rest kann sich sehen lassen und macht ganz einfach Spaß [ganz groß: „Goat Skull Crown“ und „Ascendance [Sol Invictus]“], wenn man auf rauen, räudigen, ungeschliffenen, aber keineswegs stumpfen Death Metal der alten Schule mit ein wenig Punk-, Thrash- und Black-Einflüssen steht. Und nebenbei ist „Black Death Horizon“ eine Scheibe geworden, mit der ich in dieser Form eigentlich nicht von OBLITERATION gerechnet hätte. Aber wie heißt es so schön: Man sieht sich immer zweimal, und das ist im Fall von „Black Death Horizon“ gut so!

Trackliste:
01. The Distant Sun [They Are The Key]
02. Goat Skull Crown
03. Transient Passage
04. Ascendance [Sol Invictus]
05. Sepulchral Rites
06. Black Death Horizon
07. Churning Magma [Outro]
Spielzeit: 00:42:12

Line-Up:
Sindre Solem – Vocals, Guitars
Arlid Myren Torp – Guitars
Didrik Telle – Bass, Vocals
Kristian Valbo – Drums, Percussion
Alexander Eitner [soulsatzero]
02.11.2013 | 18:54
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