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Cover von Obscura -- Akróasis
Band: Obscura Homepage Obscura bei Facebook Metalnews nach 'Obscura' durchsuchenObscura
Album:Akróasis
Genre:Technischer Death Metal
Label:Relapse Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:05.02.16
CD kaufen:'Obscura - Akróasis' bei amazon.de kaufen
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"Formvollendeter Tech-Death 4.0"

Fünf Jahre nach ihrer letzten Scheibe, "Omnivium", melden sich die bayerischen Progressive/Technical Death Metaller von OBSCURA mit einer neuen LP namens "Akróasis" [griechisch für "hören" oder "zuhören"] zurück auf der Bildfläche.

Selbst nach den diversen Line-Up-Wechseln [bis auf Mainman, Gitarrist und Sänger Steffen Kummerer wurde die komplette Mannschaft ausgetauscht] ist der Name Programm, denn gut zuhören [am Besten per Kopfhörer] ist auch bei „Akróasis“ absolut Pflicht, sonst könnte es nämlich schnell passieren, dass man das eine oder andere Detail verpasst.
Anno 2016 ist der OBSCURA-Kosmos nämlich ein noch homogeneres Amalgam aus allem, was an hörbarem, dabei hochtechnischem und progressivem Death Metal geil ist/war, also die späten DEATH, CYNIC [man höre die Vocoder u.a. beim Opener oder „The Monist“] oder ATHEIST, um das unvermeidliche Namedropping der üblichen Verdächtigen endlich hinter sich zu bringen, auch wenn Kummerer und Co. das längst schon nicht mehr hören können, aber es ist nun mal kaum von der Hand zu weisen, dass OBSCURAs musikalische Kabinettstückchen sich u.a. vom Werk bzw. Wirken des späten Charles „Chuck“ Schuldiner und seiner Rekruten, v.a. Basswunder Steve DiGiorgio [„Ten Sepiroth“], beeinflusst zeigen.
Das Gitarren- und Bassgefrickel am Anfang des Titeltracks sucht derzeit definitiv seinesgleichen, es ist aber – wie eigentlich immer – letztendlich die Mischung, die es ausmacht, denn OBSCURA gelingt es tatsächlich, nicht nur bei „Akróasis“, stets songdienlich zu agieren, ohne zu überfrachten: auf beeindruckendes Techgefriemel [„Weltseele“ etwa beansprucht z.T. ähnlich wie seinerzeit „Spheres“ von PESTILENCE, allerdings, ohne sich derart zu verlieren/verzetteln] folgt ein melodisch einprägsamer Part bzw. Thema, regelrecht moshige Songteile [„Fractal Dimension“] wechseln mit Skalen, sphärischen Akustikintermezzi [„Perpetual Infinity“, „Weltseele“] oder Jazzkapriolen ab und immer gebiert das Ganze einen Song, der sich erst durch den Gehörgang fräst, bevor er über den Meta[l]thalamus schließlich den auditorischen Kortex erreicht, sich dort festsetzt und der [Zu-]Hörer die feinziselierten, vielschichtigen und virtuosen Kompositionen und Arrangements von OBSCURAs Viertwerk mit bereits erhörten Technical Death-Klassikern vergleichend wertzuschätzen lernt.
Das Prinzip oder die Idee ist mitnichten neu, dafür aber die OBSCURAsche Umsetzung längst eine Klasse für sich, so dass zum Schluss eigentlich nur bleibt, exemplarisch einzelne [eher zugängliche] Songs bzw. Fragmente als Anspieltipps anzudienen: als da wären der Opener, „Sermon Of The Seven Suns“, das kraftvolle „The Monist“, der Titeltrack oder die MORBID ANGELeske „Ode To The Sun“ [mit Chor].
Produziert wurde von der Band und Victor „V. Santura“ Bullok [u.a. TRIPTYKON, PESTILENCE, THULCANDRA], der „Akróasis“ in seinen „Woodshed“-Studios einen trockenen, transparenten aber druckvollen Klang gezimmert hat, der jedem Instrument genügend Raum für Details läßt.

OBSCURA präsentieren sich hier selbstbewusst, gekonnt stilsicher und „Akróasis“ auch textlich und in puncto Artwork als durchdachtes, ausgefeiltes Gesamtkunstwerk, das sämtliche Tech-/Prog- Death-Aficionados mit der Zunge schnalzen lassen dürfte...

Trackliste:
01. Sermon Of The Seven Suns
02. The Monist
03. Akróasis
04. Ten Sepiroth
05. Ode To The Sun
06. Fractal Dimension
07. Perpetual Infinity
08. Weltseele
09. On The Origin Of Primal Expression [Bonustrack]
Spielzeit: 00:57:56

Line-Up:
Steffen Kummerer – Vocals, Guitars
Rafael Trujillo - Guitars
Linus Klausenitzer - Bass
Sebastian Lanser - Drums
Dirk Konz [dkay]
08.02.2016 | 13:50
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