.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Mehr aus den Genres
CD Review: Marduk - La Grande Danse Macabre

Marduk
La Grande Danse Macabre


Black Metal
5 von 7 Punkten
"Hm, seltsam: ich kaufe mir ein Marduk-Album! :) Nein, ernsthaft, eigentlich bin ich kein ... [mehr]"
CD Review: Kilte - Absence

Kilte
Absence


Black Metal
2 von 7 Punkten
"Die Herren der Zeit!"
CD Review: Raate - Menetyksen Tie

Raate
Menetyksen Tie


Black Metal
6 von 7 Punkten
"Finnisch vom Feinsten"
CD Review: Treachery - Treachery [EP]

Treachery
Treachery [EP]


Ambient, Black Metal, Industrial
5 von 7 Punkten
"Einmal Elektro + Schwarzmetall, bitte!"
CD Review: Conspiracy - Concordat

Conspiracy
Concordat


Black Metal, Heavy Metal
1.5 von 7 Punkten
"Soundkatastrophe"
CD Review: Amenra - Mass VI

Amenra
Mass VI


Doomcore, Post Hardcore, Sludge
6.5 von 7 Punkten
"Sternstunde!"
CD Review: Kadavar - Rough Times

Kadavar
Rough Times


Doom Rock, Hard Rock
6 von 7 Punkten
"Bleiben sich treu!"
CD Review: Arch Enemy - Will To Power

Arch Enemy
Will To Power


Melodic Death Metal
5 von 7 Punkten
"Alles wie immer: Alles gut."
CD Review: Revolution Saints - Light In The Dark

Revolution Saints
Light In The Dark


Hard Rock, Melodic Metal
4 von 7 Punkten
"Del Vecchios neue Platte"
CD Review: L.A. Guns - The Missing Peace

L.A. Guns
The Missing Peace


Sleaze Rock
5 von 7 Punkten
"Rückkehr des Ballermanns"
Cover von Obscure Anachronism -- Metanoia
Band: Obscure Anachronism Homepage Obscure Anachronism bei Facebook Metalnews nach 'Obscure Anachronism' durchsuchenObscure Anachronism
Album:Metanoia
Genre:Black Metal
Label:W.T.C.
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:08.02.11
Share:

"Besiege dich selbst"

Kamen diese Grazer nicht in den "Genuss", in der Schimpftirade über den momentanen Stand in der österreichischen Black-Metal-Szene erwähnt zu bleiben, welche in meinem Review zu KARGs neuestem Machwerk zum Besten gegeben wurde, so liegt es daran, dass sie die berühmte Ausnahme von der Regel darstellen. Obwohl schon seit sieben Jahren tätig, können OBSCURE ANACHRONISM auf eine recht beschauliche Diskographie verweisen, welche dafür umso qualitativ wertvollere Schätze beinhaltet; das sehr starke, staubig klingende Debüt zum Beispiel schafft es immer noch in meinen Heimaltar. Dieser Tage steht Nachschub in Form von "Metanoia" an, der sein Licht höchstens im metaphorischen Sinne nicht in den Scheffel stellt.

Eingebettet in ein akustisches Ritual werden röhrend-aufflammende, nach Vorbildern aus dem Norden geeichte Gitarrenwände aufgefahren, welche zusammen mit sehr stimmigen Lead- und Twin-Guitar-Overdubs als auch einer ebenso großartig vorgehenden Rhythmus-Abteilung ein atmosphärisches Gesamtkunstwerk schaffen. Dass dabei eindeutig das Gefühl und nicht technische Spielereien zum Zug kommen, versteht sich bei näherer Beschäftigung mit dem hiesigen Material von selbst. Großteils agiert diese Mannschaft im mit vielen hypnotischen Arpeggio-Riffs ausgefüllten Mid-Tempo; gelegentlich gewinnt der Wahnsinn die Überhand und zieht das Tempo streckenweise ordentlich an. Hier wie dort vergisst man allerdings nicht auf die Details, welche einem das Weiterhören schmackhaft machen. Zu diesen zählt unter anderem der deklamierende Gesang, dessen Intensität eine neue Marke für kommende, als "beschwörend" bezeichnete Truppen darstellen wird und in Stücken wie "Ahamkara Defeated" sowie dem darauffolgenden "Gaze Beyond" seinen qualitativen Höhepunkt erreicht.

OBSCURE ANACHRONISM ziehen die Leidenschaft und die restlose Überzeugung vom eigenen Schaffen einem makellosen Sound oder anderen Scheinwerten vor. In einem Genre, in dem derlei scheinbar immer niedrigere Bedeutung beigemessen wird, hinterlassen solche Alben einen umso imposanteren Eindruck. Wenn beim nächsten Mal die Selbstzensur noch ein wenig strenger ausfallen würde [vor allem hinsichtlich der Länge mancher Passagen], wäre ich überglücklich. Aber auch so ist diese Band die einzige jüngere BM-Combo aus Österreich, die man Ernst nehmen kann.

Trackliste:
01 - Ahamkara Defeated
02 - Gaze Beyond
03 - Dispensation
04 - Smashan Tara
05 - Metanoia
06 - Scheiterhaufen
Spielzeit: 00:47:55

Line-Up:
Florian - Gesang, Gitarren
Andreas - Gitarren, Bass
D.E. - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
01.04.2011 | 18:41
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin