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Cover von Oceansize -- Self Preserved While The Bodies Float Up
Band: Oceansize Homepage Oceansize bei Facebook Metalnews nach 'Oceansize' durchsuchenOceansize
Album:Self Preserved While The Bodies Float Up
Genre:Alternative, Progressive, Rock
Label:Superball Music
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:03.09.10
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"Neuanfang?"

Alles bei OCEANSIZE deutet auf eine neue Ära hin. Neues Logo, untypisches Cover, untypischer Albumtitel und ein würdiger Abschluss des letzten Bandabschnittes mit der ruhigen "Home And Minor"-EP, sowie dem wahrhaft grandiosen 3DVD/4CD-Live-Boxset "Feed To Feed" [beide 2009]. Man durfte also wahrlich gespannt auf das vierte Album der Briten, "Self Preserved While The Bodies Float Up", sein, da OCEANSIZE eine der wenigen Bands sind, denen man noch unfassbare Großtaten zutraut. Die Erwartungen waren demnach so immens, dass dieses Album eigentlich nur enttäuschen kann.

Und leider haben OCEANSIZE in der Tat nicht das Unmögliche möglich gemacht, sondern präsentieren mit "Self Preserved While The Bodies Float Up" nur ein verdammt starkes OCEANSIZE-Album, aber keine neue Revolution, kein Jahrhundertwerk, kein Album des Jahres. Die Band hat sich keineswegs neu erfunden, sondern liefert hier eine geraffte Zusammenfassung der bisherigen Studioalbum und EPs, gewürzt mit dezenten Neuerungen, die allerdings wenig überraschen, noch gefährlich tönen. Das mag alles negativer klingen, als es gemeint ist, denn man darf nicht vergessen, dass OCEANSIZE es ohrenscheinlich spielend schaffen, das Niveau ihrer bereits goldenen Vergangenheit zu halten – keine Selbstverständlichkeit. "Self Preserved While The Bodies Float Up" bietet zwar mit dem Ende von "Build Us A Rocket Then..." mit das Härteste, was OCEANSIZE jemals auf Tonträger verewigt haben, tönt insgesamt allerdings recht besonnen und ruhig. Die Post Rock-Einflüsse sind so präsent wie niemals zuvor, die Soundschichten sphärischer und vielleicht sogar ein wenig dichter als früher. Die Melancholie ist immer noch ständiger Begleiter der Musik, ihr typisch gelassenes Augenzwinkern haben sich die Briten aber weiterhin bewahrt. Gut so. Stücke wie "Oscar Acceptance Speech" und "Silent/Transparent" [die beiden Longtracks] sind einfach zum Schreien schön, der Opener "Part Cardiac" verstörend und dass OCEANSIZE ihre Gitarren auch gerne mächtig braten lassen, beweist "It's My Tail And I'll Chase It If I Want To" [Anwärter auf den Songtitel des Jahres].

"Self Preserved While The Bodies Float Up" ist nicht so übermächtig wie "Everyone Into Position" [2005], nicht so faszinierend komplex wie "Frames" [2007] und nicht so überraschend wie "Effloresce" [2003], aber trotzdem ein wunderbares Album, das sich nahtlos in die Diskografie der Band einfügt, wenn auch ohne wirklich hervorzustechen. Das ist einerseits schade, aber andererseits fegt die Scheibe auch so 90% der vergleichbaren Veröffentlichungen weg und platziert sich im Oberhaus.

Trackliste:
01. Part Cardiac
02. SuperImposer
03. Build Us A Rocket Then...
04. Oscar Acceptance Speech
05. Ransoms
06. A Penny's Weight
07. Silent/Transparent
08. It's My Tail And I'll Chase It If I Want To
09. Pine
10. SuperImposter
Spielzeit: 00:51:15

Line-Up:
Mike Vennart – Vocals, Guitar
Steve Durose – Guitar, Backing Vocals
Gambler – Guitar, Keys
Steven Hodsen – Bass, Guitar, Keys
Mark Heron – Drums, Percussion
Michael Siegl [nnnon]
01.09.2010 | 12:26
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