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Cover von October Falls -- The Plague Of A Coming Age
Band: October Falls Homepage October Falls bei Facebook Metalnews nach 'October Falls' durchsuchenOctober Falls
Album:The Plague Of A Coming Age
Genre:Black Metal, Dark Metal, Pagan Metal
Label:Debemur Morti
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:15.03.13
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"Es ist vollbracht!"

Es gibt sie noch. Die kleinen, die unscheinbaren, die zurückgezogenen und die ehrlichen Bands, von denen man oftmals Jahre so gut wie gar nichts hört und dann auf einmal ein neues Album erscheint. OCTOBER FALLS sind solch eine Perle des melodischen Pagan Black Metals. Seit der ersten Veröffentlichung „Tuoni“ [eine EP] im Jahre 2003 sind nun immerhin schon drei Alben erschienen, die zwar immer gute Kritiken eingefahren haben, aber nie wirklich im Mainstream angelangt sind. Mit „The Womb of Primordial Nature“ hat das Projekt rund um M. Lehto schon damals eine Scheibe veröffentlicht, die, so meinte ich vor fast fünf Jahren, lediglich noch von ULVERs „Bergtatt“-Album geschlagen werden konnte. Ein paar Jahre später wurde dann „A Collapse Of Faith“ veröffentlicht, welches die Qualität und die Authentizität der Musik von OCTOBER FALLS noch einmal unterstreichen konnte. Und jetzt, im Jahre 2013, ist es passiert. Mit „The Plague Of A Coming Age“ veröffentlichen OCTOBER FALLS, die jetzt aus M. Lehto, Sami Hinkka [ENSIFERUM] und Marko Tarvonen [MOONSORROW] bestehen, ihr absolutes Meisterwerk, welche DAS neue Referenzwerk in diesem musikalischen Genre darstellen wird.

OCTOBER FALLS erreichen auf „The Plague Of A Coming Age“ eine perfekte Symbiose aus archaischer und metallischer Wildheit und melodiöser Schwermut, ohne dabei jemals in das Klischeehafte oder Kitschige abzugleiten. Mit Tribal-Drums und Naturgeräuschen startet man mit „At the Edge Of An Empty Horizon" auf bewährte Art und Weise in eine gut fünfzigminütige Reise, die im Gegensatz zu früheren OCTOBER FALLS Veröffentlichungen nicht aus wenigen langen Songs, sondern aus vielen kürzeren Tracks besteht. Das ist aber keinesfalls ein Nachteil, denn die Scheibe bildet so oder so eine organische Einheit und zwischen den einzelnen Tracks gibt es fließende Übergänge. Es ist kaum zu fassen, wie man innerhalb der ersten Minute genau erkennen kann, um welche Band es sich hier handelt. Die schwermütigen und teuflisch eingängigen Melodien, die natur- und freiheitsnahe Atmosphäre und der grundlegende Songaufbau sind bei OCTOBER FALLS einfach einzigartig und sofort wiederzuerkennen. Mit den ersten wirklichen Songs „Bloodline“, „The Verge Of Oblivion“ und „Snakes Of The Old World“ brilliert die Truppe um M. Lehto somit in alt-bekannter Manier und überzeugt durch treibende Drums, einen unglaublich fetten Basssound und verzaubernden Gitarrenmelodien. Dazu kommen noch die rauen Vocals von Herrn Lehto, die vielleicht etwas weniger harsch als auf den bisherigen Veröffentlichungen ausgefallen sind. Bei „The Verge Of Oblivion“ und „Snake Of The Old World“ finden sich dann auch die bereits bekannten akustischen Gitarren, die perfekt in Szene gesetzt werden. Mit dem Titeltrack der Scheibe erwartet einen dann auch eine der ersten Überraschungen. Zunächst scheint es so, als würde es wieder ein typischer OCTOBER FALLS Track werden; aber dann beginnt sich der Track zu entfalten und schafft Raum für die grandiose Stimme von Tomi Joutsen [AMORPHIS], welcher gegen Ende des Songs aus voller Innbrunst „Is this the plague of the coming age?“ singt und damit eine unfassbar intensive Stimmung erzeugt. Spätestens ab diesem Moment müssen auch all diejenigen, die sich der Qualität der Musik von OCTOBER FALLS schon bewusst waren, auf die Knie fallen. Ein absolut grandioser Song, der aber noch nicht der stärkste auf der Scheibe gewesen sein wird. Weiter geht es mit „Mouth Of A Nation’s Harlots“, welches die Melodien vom Titeltrack aufnimmt und perfekt weiterführt. Der Härtegrad wird wieder etwas angezogen, bevor man das Lied mit akustischen Gitarren und Windgeräuschen ausklingen lässt und damit zum stärksten Track „Boiling Heart Of The North“ überleitet. Man würde es kaum glauben, aber es folgt eine nahezu zärtliche Ballade, die nicht zuletzt durch die Stimme von Tomi Joutsen eine atemberaubende Intensivität erreicht. Der Track baut sich langsam und gefühlvoll auf, wird dabei aber immer reicher und vertont auf perfekte Art und Weise die nordische Melancholie, welches dieses ganze Musikgenre auszeichnet. Eine bessere und ehrlichere Ballade wurde, das traue ich mich zu sagen, im Pagan Black Metal noch nicht geschrieben. Die letzten beiden Songs „The Weight Of The Fallen“ und „Below The Soils“ bieten dann wieder Bewährtes auf einem ganz hohen Niveau und lassen diese verträumte Scheibe wundervoll ausklingen.

OCTOBER FALLS haben nun vielleicht endgültig ihre Konkurrenz hinter sich gelassen beziehungsweise eine Scheibe kreiert, die für alle Zeiten einen Platz in der Ruhmeshalle der metallischen Musik innehaben wird. So viel Gefühl, Authentizität und Talent finden sich in „The Plague Of A Coming Age“, dass man gar nicht mehr aufhören kann, sich dieses Werk anzuhören. Die Songs sind eingängig, verfügen aber trotzdem über einen ausgereiften Spannungsbogen. Sie sind episch, aber doch nicht ausufernd und haben die nötige metallische Härte, um nicht in das Kitschige abzugleiten. Fans von AGALLOCH, PRIMORDIAL, NEGURA BUNGET und frühen ULVER müssen diese Scheibe haben!

Trackliste:
01. At the Edge of an Empty Horizon
02. Bloodlines
03. The Verge of Oblivion
04. Snakes of the Old World
05. The Plague of a Coming Age
06. Mouth of a Nation's Harlots
07. Boiling Heart of the North
08. The Weight of the Fallen
09. Below the Soils
Spielzeit: 00:50:49

Line-Up:
Sami Hinkka - Bass
M. Lehto - Gitarre, Gesang
Marko Tarvonen - Drums

Gäste:
Tomi Joutsen - Gesang
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
16.03.2013 | 21:53
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