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Band: Omnium Gatherum Homepage  Metalnews nach 'Omnium Gatherum' durchsuchenOmnium Gatherum
Album:Spirits And August Light + Steal The Light EP
Genre:Melodic Death Metal
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:08.11.04
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Dass aus Finnland mehr kommen kann als nur Humpatrallala-Kitsch Metal beweisen diese fünf Musiker auf ihrem Debüt mehr als eindrucksvoll. Man spielt eine dermaßen gewagte Mischung aus modernem Melodic Death und Progressive Metal, dass man sich ohne Probleme auch Dreamwork oder Soil Theater hätte nennen können. Da auf dem vorliegenden Re-Release auch die nicht mehr erhältliche erste EP „Steal The Light“ als Bonus-Tracks vorliegt, können wir das Ganze chronologisch abarbeiten.

Die EP glänzte seinerzeit mit 5 sehr gut produzierten Songs, von denen „Wastrel“ und das sehr schöne „Son´s Thoughts für das spätere Debüt neu aufgenommen wurden. Kommen wir also gleich zu „Candles For Giordano Bruno“. Geiler Song, den man als moderne Variante von älteren AT THE GATES-Songs bezeichnen könnte. „Ammo“ hat ein sehr powermetallisches Feeling und überzeugt durch seine famosen Doppelleads. „Lost And Found“ schlägt in die gleiche Kerbe. Sehr geil!

Das eigentliche Debüt wird von dem Song „Writhen“ eröffnet, welcher mit seinem seltsamen Thrashriff mir nicht sehr gefällt. Vielleicht der schwächste Song überhaupt von OMNIUM GATHERUM. Warum man ausgerechnet diesen an den Anfang der CD stellte, entzieht sich meinem Verständnis. Auch der folgende Song kann der Klasse der EP leider nicht Paroli bieten. Ab Lied Nummer drei geht’s aber richtig ab. Geile Riffs, abgedrehte Songstrukturen und tolle Harmonien geben sich hier die Klinke in die Hand. Bei „The Emptiness Of Spirit“ wurde die Gänsehaut-Garantie gleich mitgeliefert. Mit „Wastrel“ und „Son´s Thoughts“ folgt der EP-Doppelschlag und „It Shines“ ist der perfekte Groover zum Finale.

Ein saustarkes Debüt haben die Jungs da hingelegt. Der einzige Wermutstropfen in diesem Glas Edelstahl ist für mich der Gesang. Der Mann kann nicht richtig singen (versucht er allerdings auch nicht), er kann nicht growlen und er hat auch leider kein Gespür dafür, bei den Songs an der richtigen Stelle die Akzente zu setzen. Warum sich diese Ausnahmemusiker ausgerechnet für einen Fronter mit solch limitierten Fähigkeiten ausgesucht haben, ist mir ein Rätsel. Nichtsdestotrotz ist diese CD für Freunde anspruchsvoller Musik ein Muss. Selbst Inhaber des ersten Release können hier dank der EP als Bonus bedenkenlos zugreifen. Es lohnt sich!

Trackliste:
01. Writhen
02. Deathwhite
03. The Perfumed Garden
04. Amor Tonight
05. Cure A Wound
06. The Emptiness Of Spirit
07. Wastrel
08. Son's Thoughts
09. It Shines

Bonus EP:

10.Wastrel
11.Son s thoughts
12.Candles for Giordano Bruno
13.Ammo
14.Lost and found


Frank Zschäbitz [Azriel]
08.12.2004 | 18:32
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