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The Pirate Ship Quintet
Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
Black Metal, Black/Death Metal
4.5 von 7 Punkten
"Schwarzmetall von der Waterkant"
The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
Female Fronted, Gothic Rock, Pop
3.5 von 7 Punkten
"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
Doom Metal, Heavy Metal, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten bzw. 4 von 7 Punkten
"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
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"Gaudeamus Igitur!" | ||||||||||||||||||
| Sieben Jahre ist es nun schon her, dass SODOM-Frontmann Tom Angelripper mit seinem Nebenprojekt ONKEL TOM und der EP „Bon Scott hab’ ich noch live gesehen“ von sich reden machte. Wie viele Leute nun tatsächlich auf ein weiteres Album der bekennenden Gerstensaft-Anhänger gewartet haben, sei dahingestellt, jedenfalls erscheint mit „Nunc Est Bibendum“ nun der nächste Langspieler der Ruhrpöttler. Sowohl der Titel „Nunc Est Bibendum“ als auch das nette Spielchen mit dem „Abbey Road“-Artwork auf dem Cover muten ja fast schon intellektuell an, aber das ist auch das Einzige, was in Verbindung mit den neuen ONKEL TOM-Album den Geist der werten Hörerschaft ernsthaft zu fordern vermag: Songtitel wie „Wenn der Zapfhahn kräht“, „Auf nach Wacken“ und allen voran „Schade, dass man Bier nicht ficken kann“ sagen bereits alles und machen deutlich, dass sich „Nunc Est Bibendum“ wohl eher an die niederen Instinkte im Menschen bzw. Manne richtet. Aber das muss ja auch nichts schlechtes sein – lacht man darüber, wie Sacha Baron Cohen aka Borat splitternackt eine Kongregation bibeltreuer Christen sprengt, kann man sich auch mit Herrn Angelrippers Thekenweisheiten amüsieren, man sollte bloß nicht die musikalischen Offenbarungen eines NEVERMORE-Albums erwarten… Aber „Nunc Est Bibendum“ entbehrt ja nicht gänzlich allen musikalischen Anspruchs: Von den grundsoliden Fähigkeiten aller beteiligten Musiker ganz zu schweigen findet die Platte mit ihrem Titeltrack einen ebenso harten wie düsteren Einstieg, „Wenn der Zapfhahn kräht“ und „Format C“ entpuppen sich schnell als gut gelaunte Punk Rock-Hymnen, die besser sind, als alles, was die KNEIPENTERRORISTEN je zustande gebracht haben, „Bier“ ist ein gar metallener Brecher mit deutlicher SIX FEET UNDER-Schlagseite und das bereits erwähnte „Schade, dass man Bier nicht ficken kann“ tut sich als astreine Hard Rock-Nummer hervor. Schön ist auch, dass ONKEL TOM bei all ihren prolligen Texten über Freundschaft und Besäufnis auf den schalen „Wir gegen den Rest der Welt“-Pathos verzichtet haben, den man von zahlreichen ONKELZ-Klons gewohnt ist – so glaubt man den Herren allemal, dass „Nunc Est Bibendum“ nicht mehr sein soll, als es am Ende ist, nämlich ein feuchtfröhliches Party-Album. Auf diese Weise kommt selbst der leicht aufgesetzt wirkende Arbeiterklassen-Charme, mit dem die Band Idolen wie Lemmy oder Bon Scott huldigt, durchweg sympathisch rüber… Eigentlich ist es gar nicht mal so ungewöhnlich, dass sich Tom Angelripper und Roberto Blanco jüngst zu einer Zusammenarbeit hinreißen ließen, denn – ihr jeweiliges stilistisches Fachgebiet mal außen vor – so unähnlich ist sich die Musik der Beiden ja nicht… Mit „Nunc Est Bibendum“ erhält der geneigte Headbanger ein spaßiges Album, das auf jedem Festival-Zeltplatz für ausgelassene Stimmung sorgen wird, bei den Meisten aber sonst wohl eher ein Dasein im Regal fristen dürfte. Auf nach Wacken? Auf zum Ballermann… | ||||||||||||||||||
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