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Cover von Opeth -- Heritage
Band: Opeth Homepage Opeth bei MySpace.com Metalnews nach 'Opeth' durchsuchenOpeth
Album:Heritage
Genre:Prog Rock, Progressive
Label:Roadrunner Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:16.09.11
CD kaufen:'Opeth - Heritage' bei amazon.de kaufen
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"Sehr gelungener Wandel zum 70er Prog Rock"

Das letzte Album von OPETH trug den Titel "Watershed", zu deutsch: Wendepunkt. Kein besserer Titel hätte jetzt zum neuen Werk "Heritage" gepasst, denn hier wird einiges anders gemacht als zuvor. Das letzte "abwegige" Album war "Damnation", das durchweg von ruhigen Songs getragen worden ist. Schon im Voraus kündigte Mikael Åkerfeldt an, dass das kommende Album keinerlei Death Metal Wurzeln, das schließt den Gesang ein, beinhaltet. Es handelt sich hierbei nicht um ein zweites softes Album der Marke "Damnation", sondern um eines, welches Mikaels Wurzeln und schon lange vorhandenen Musikgeschmack in Sachen altem Prog Rock huldigt.

Für viele war es abzusehen, dass Mikael immer mehr Wurzeln der siebziger Jahre einbauen wird, schon seit "Ghost Reveries" [bzw. ab den ersten Auftritten mit Per Wiberg] gehen Vielen die häufiger genutzten Keyboards und Mellotroneinlagen auf den Zeiger. Hiermit die offizielle Warnung: Diese Elemente sind präsenter denn je, genau so sind auch die Songs im Gesamten sehr stark vom Rock der 70er durchwoben. Durchweg scheinen die altbekannten Progressive [Rock!] Elemente aus dem Gerüst, merkbar durch komplexe Riffs und Schlagzeug-Patterns. Das wundersame dabei ist: Es klingt auf den ersten Lauscher absolut anders, man hört aber jederzeit heraus, dass hier OPETH am Werk sind. Das liegt zu einem an typischen Gitarrenläufen und Akkordfolgen, an Mikaels gewohnt grandiosem Clean-Gesang und zu guter Letzt: den Mellotron- und Keyboardeinlagen. Am Schlagzeug könnte man fast vermuten, dass Martin Lopez wieder an den Kesseln sitzt. Weit gefehlt: hier ist immer noch Martin Axerot am Werke, der auf diesem Werk ein Feingefühl für jazzige Patterns mit einem minimalen Hauch Metal zeigt.

OPETH beweisen mit diesem Album mehrere Einzelheiten. Zum Einen eine große Experimentierfreudigkeit, die man selbst ihnen nicht zugetraut hätte. Zum Anderen, dass ihr Klanggewand einmalig in der Szene ist. Man erkennt in jedem Song, wer hier am Werke ist, wie oben schon näher beschrieben. Mikael und Konsorten schaffen es, mit einem quasi "softeren" Sound einen an der Seele zu packen, ohne dabei irgendwie weinerlich zu klingen. Die Songs sind zu einem Großteil sehr komplex und vereinen dies mit ein paar wenigen lockeren Parts, die eher relaxend als bedrückend wirken. Eine eindeutige Ballade gibt es nicht, beinahe jeder Song bricht für sich nochmal aus. Was einen erwartet, erklärt der im Voraus veröffentlichte Track "The Devil's Orchards" recht gut. Lediglich der Opener "Heritage" und der Rausschmeißer "Marrow Of The Earth" verwenden ausschließlich reine Keyboard/Piano-, bzw letzter zarte Gitarrenklänge. Alles zwischen diesen zwei Liedern läd zum Erkunden und Erleben ein. Denn trotz aller "Versoftung" [hört sich negativ an, ist es aber nicht!] ist dieses Album zu Beginn sehr schwierig zu erschließen und erfordert einiges an Einarbeitung; das sollte man aber als OPETH-Hörer längst gewohnt sein. Zusammen mit einer erdigen Produktion und Abmischung, die sehr rockig und gleichzeitig drückend klingt, überwiegen eindeutig die positiven Aspekte. Was dem Album noch sehr gut getan hätte, wäre ein deftigerer Song, der bestimmt auch mit reinem Clean-Gesang funktioniert hätte, was aber nicht sonderlich negativ an diesem Gesamtkunstwerk herausragt. Das machen aber Experimente wie die verhältnismäßig kurzen Tracks "The Lines In My Hand" und "Slither" wieder wett. Schön auch, dass die Keyboards in z.B. "Nepenthe" an Tracks wie "The Lotus Eater" erinnern. Ach, eigentlich gibt es nur sehr gute Songs auf dem Album, auch wenn man sich nach "Marrow Of The Earth" lieber noch einen Track gewünscht hätte. Egal, dafür gibt es den Repeat-Knopf, bei der man erneut in die wunderbare Welt von OPETH eintauchen kann.

Die Herren aus Schweden brechen gnadenlos aus dem Progressive [Death] Metal Gewand aus, was ein mehr als mutiger Schritt ist, schaut man auf die über die Jahre mühevoll aufgebaute Fanbase. Man muss ihnen allerdings, wenn man sich auf das Album und die starken 70er Einflüsse seit "Ghost Reveries" einlässt, attestieren, dass ihnen auch dieses neue musikalische Gewand außerordentlich gut steht. Ich kann es verstehen, wenn viele dieses Album nicht mögen, aber genau so gut glaube ich, dass viele auch dies zu schätzen wissen und diesem extrem guten Werk vollsten Respekt zollen werden. Am Ehesten wird "Heritage" denen gefallen, die das grandiose "Ghost Reveries" sehr mögen. Ich jedenfalls freue mich schon sehr auf den kommenden 5.1 Mix auf DVD, um noch weitere Details zu erhaschen. Ein sehr gutes Werk, in das man unbedingt reinhören MUSS!

Trackliste:
01. Heritage
02. The Devil's Orchard
03. I Feel The Dark
04. Slither
05. Nepenthe
06. Häxprocess
07. Famine
08. The Lines In My Hand
09. Folklore
10. Marrow Of The Earth
Spielzeit: 00:57:01

Line-Up:
Mikael Åkerfeldt – Gesang. Gitarre
Martin Mendez - Bass
Martin „Axe“ Axenrot - Schlagzeug
Fredrik Åkesson – Gitarre
Per Wiberg – Keyboards (hat die Band inzwischen verlassen)
Sascha Dörr [Saschisch] | 09.09.2011 | 20:14

Durchschnittliche Leserwertung: 4.1 / 7 Punkten

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Seiten: 1, 2, 3, 4
Kommentar von: Anonymer Gast
Wertung: 7/7 | 23.10.2011 -- 00:20
Wahnsinns scheibe, hätt ich so nicht erwartet. Geniales percussioning, superbe bassläufe - die Scheibe grooved ohne Ende. Leider ist der Gesang ein wenig dünn bzw. die Ganze Scheibe nicht sehr satt abgemischt, aber das soll nicht zur Abwertung führen.

Kann diverse Enttäuschungen des Stilbruchs nachvollziehen, bei mir hats dann beim 2. Hören gefunkt. Komplex ohne zu überfordern, jetzt klingen Opeth wie Opeth mit einer Prise Cathedral sowie einer guten Portion Jazz gemischt.

Hier ist einer schwer begeistert und empfiehlt das Album allen aufgeschlossenen Musikhörern weiter!
Kommentar von: Reiner
Wertung: 0.5/7 | 27.09.2011 -- 11:11
allerdings!
Kommentar von: Anonymer Gast
Wertung: 0.5/7 | 27.09.2011 -- 11:11
ein bla album erster kajüte
Kommentar von: Sharky
Wertung: 2/7 | 19.09.2011 -- 03:25
This is the perfect way to break down this infromation.
Kommentar von: Saschisch
Wertung: 6.5/7 | 18.09.2011 -- 13:54
Wenn man ne Review schreiben will, dann ebschäftigt man sich halt mal mit einem Album, ob es einem gefällt oder nicht. Hätte ich der OPETH nach zwei Durchgängen ne Review geschrieben, wäre die Bewertung nicht so gut ausgefallen. BTW habe ich von unzähligen anderen bands die komlpette Diskogrfie im Regal stehen. dazu zählen bei mir auch Artwork und Lyrics.

Naja, dein Bier ob's dir gefällt oder net, ich hör's weiterhin rauf und runter. Is ja okay, wenn's dir nicht gefällt, gibt genügend Reviews, die auch deine Meinung bestätigen könnten.

Sie Textures... Da habe ich "nur" 5/7 gegeben und da heißts dann, es sei viel zu wenig ect. Is aber normal.
Kommentar von: tren
Wertung: 0.5/7 | 17.09.2011 -- 22:35
"Habe mir die Scheibe gestern [also am VÖ-Tag, Ed.] sogar selbst gekauft" -> "Ich kenn die Platte(n) ALLE in und auswendig und bin OPETH Hörer seit rund 12 Jahren" -> "Ich betrachte Blackwaterpark, Delioverance und Damnation schon seit langer Zeit als recht Mittelmäßig."

klarer fall von fanboyism also. mein herzliches beileid zu deiner inkompetenten entscheidung, aus dem stand heraus dieses machwerk abgefeiert zu haben. vielleicht anfangs nicht ganz freiwillig, mag sein, aber trotzdem, das endergebnis zählt.
ICH für meinen teil höre mir keine platten, die ich als mittelmäßig bezeichnen würde, so oft an, dass ich in- und auswendig kennen will.
Kommentar von: Metaluurzh
Wertung: 7/7 | 17.09.2011 -- 21:51
"Tja, dann bleiben die Deather halt draußen und ich kann mir die Konzerte ohne Gepoge und klatschnasse Haare im Gesicht ansehen."

--> Darauf hoffe ich auch! Grandios wäre natürlich, wenn sie HERITAGE am Stück spielen würden. Dieses Album darf man eigentlich nicht zerstückeln.
Kommentar von: Kuddel
Wertung: 7/7 | 17.09.2011 -- 19:37
Gutes Album, empfehlenswert auch für die älteren Rock-Hörer über 45, die mit 70er Prog-Jazz-Frickel-Sounds oder Kraut-Rock á la Can, Jane, Nektar, Amon Düül, Pink Floyd, Eloy, Jethro Tull und weiß der Geier was es sonst noch in dem Zeitraum für abgefahrene Musik gab. Jemand, der frickeligen Bluesrock und 60er / 70er Progrock kennt und hört, wird sich schnell mit diesem Album anfreunden können, festgefahrene Nur-Death-Metal-Hörer wenden sich mit Grausen und schimpfend ob des Stilwechsels (welcher ja genau genommen sich schon seit längerem angedeutet hatte und immer Teil des Sounds war) ab. Tja, dann bleiben die Deather halt draußen und ich kann mir die Konzerte ohne Gepoge und klatschnasse Haare im Gesicht ansehen. Hat also auch was. Aber bevor ihr absolut dagegen seid, hört euch das Album mal komplett an, bis auf´s Gegrunze ist es nur eine Weiterentwicklung, man erkennt klar und deutlich, welche Band da spielt. Wer aber das Gegrunze zum Glücklichsein braucht, muß die Finger von diesem Album lassen, alle anderen Hörer werden eine Scheibe mit Vielschichtigkeit entdecken.
Kommentar von: Metalhead 666
Wertung: 6.5/7 | 17.09.2011 -- 19:05
Es war klar abzusehen, daß die Grunz-Fraktion diesem Werk ablehnend gegenüberstehen wird. Wer generell nur auf Opeth mit Heftig-Gesang steht, kann einem ruhigen und epischen Werk wie Heritage verständlicherweise nichts abgewinnen. Ich schon, sehr viel sogar, waren es doch eigentlich immer die sphärischen und ruhigen Passagen, durchsetzt mit knalligem Metal-Sound, die mir am meisten gefallen hatten, das Gegrunze und Gerülpse gehörte zwar zu diesen Songs einerseits dazu, andererseits hatte ich ständig das Gefühl, um wieviel besser einige Songs hätten sein können, wären sie nur mit Klargesang aufgenommen worden. Das hat sich jetzt mit Heritage geändert und es gibt nur noch Klargesang. Gut. Sehr schönes Album. Jazzige Parts mit typischem Opeth-Sound wechseln sich mit ruhigen Tönen ab und ergeben ein stimmiges und rundes Gesamtbild. Wer jetzt also behauptet, daß sich Opeth nicht mehr wie Opeth anhören, hat die Entwicklung seit frphestens Blackwater Park bzw. Ghost Reveries verschlafen, denn im Endeffekt hat sich bis auf den Verzicht von Gegrunze nicht wirklich viel geändert, man kann die Band klar und deutlich heraushören, diesen Sound hat keine andere Band. Geballer kann ich mir immer noch anhören wenn mir danach ist, egal ob Amon Amarth, alte Opeth (ab My Arms You Hearse, denn da ging es mit diesem Sound ja teilweise schon los, wenn man mal genau hinhört) oder Bathory. Diese Geheule erinnert mich an Turbo von Judas Priest anno 1986 . Was gab das für ein Geschrei, dabei war die Band klar erkennbar und es ist ein tolles Album. Genauso sieht es jetzt mit Opeth aus, deren Entwicklung zu einer großen Band ich absolut unterstütze. Also liebe Death-Metaller: wem das Album nicht gefällt, kauft´s nicht, dann entgeht euch aber ein gutes Album, welches ihr evtl. mit den Jahren zu schätzen lernt wenn Krach und Gebrüll nicht mehr Alles ist und geht auch nicht auf die anstehenden Konzerte, denn da wird es ähnlich ablaufen. ich freue mich über eine gelungene CD (warte auf die LP-Version) und das Konzert in Hamburg.
Kommentar von: Metaluurzh
Wertung: 7/7 | 17.09.2011 -- 18:05
Dudes, macht das doch bitte nicht über eure Person aus. Das steht doch gar nicht zur Debatte, ob ihr nun treuer Opeth-Hörer seit über einer Dekade seid. Man eröffnet ja auch eine Kritik nicht mit einem "Zu Beginn muss ich sagen, dass ich Opeth seit dem Beginn ihrer Karriere gefolgt bin...". Das ist schlechter Stil und lenkt von einer sachlichen Auseinandersetzung mit den Trademarks des Albums ab. Auch eine Aussage wie "So ein Götterwerk wie Morningrise werden sie kein zweites Mal schreiben" ist doch albern. Soll das jetzt ein Zugeständnis sein, um dann die eigene Review noch einmal zu relativieren? Was ist ein Meisterwerk? Doch nur etwas, zu was eine Scheibe über Jahre der Rezeption gemacht wird. Eine Kritik bemisst sich an ihrer musikalisch fundierten Auseinandersetzung mit einer Platte - es spielt keine Rolle, ob man dabei ein Fanboy ist oder nicht. Auch wenn ich den Begriff nicht mag, würde ich mich durchaus als Opeth-Fanboy bezeichnen. Aber wie doof wäre das denn bitte, mir deshalb das sachliche Urteilvermögen abzusprechen? Aber es scheint immer einfacher, jemandem Verblendung vorzuwerfen, als sich auf inhaltlicher Ebene zu begegnen. That's life, that's internet! ;-)
Kommentar von: Saschisch
Wertung: 6.5/7 | 17.09.2011 -- 14:43
Yo tren is gut jetzt.

Habe mir die Scheibe gestern sogar selbst gekauft, die Scheibe lief vor schreiben des Reviews neben Textures - Dualism über 1 Monat durch. Ich geb auf den ersten Eindruck eh nie Ein Review ab, vielleicht wächst die Platte bei verbohrten Geistern wie dir auch noch.

Ich degradiere die alten OPETH Scheiben übrigens zu keinem Zeitpunkt, ein Götterwerk wie Morningrise werden sie kein zweites Mal schreiben. Nebenbei erwäöhnt gefällt mir auch Ghost Reveries extrem gut.

Also lass jetzt mal dein Gelaber stecken. Ich kenn die Platte(n) ALLE in und auswendig und bin OPETH Hörer seit rund 12 Jahren, als du wahrscheinlich noch nichtmal Metal hörtest.

Genau so ist es auch falsch zu behaupten, ich wäre ein Fanboy. Ich betrachte Blackwaterpark, Delioverance und Damnation schon seit langer Zeit als recht Mittelmäßig.
Kommentar von: Metaluurzh
Wertung: 0.5/7 | 16.09.2011 -- 19:36
Lieber Tris(2-aminoethyl)amine (?),

NO GROOOWHUUALZ, BUUUUHUHU!

Viele Grüße,

Metaluurzh
Kommentar von: tren
Wertung: 0.5/7 | 16.09.2011 -- 17:56
"wenn sie hoch ist, ist metalnews.de gekauft"

nein, natürlich nicht!

aber wenn man sich dieses "review" durcliest, kommt man einfach zu diesem schluss! niemand, der sich ernsthaft mit dieser abgrundtief schlechten scheibe auseinander gesetzt hat, kann sie gut finden, ohne dabei gleich die frühen göttertaten von opeth zu degradieren! da wollte jemand schlichtweg seine unreflektierte fanboy-grundstellung zum ausdruck bringen!!!
Kommentar von: shub
Wertung: 4/7 | 15.09.2011 -- 15:44
Kommt mir das nur so vor oder wiederholen sich die Gespräche unter JEDEM Review bekannterer Bands? Wenn die Wertung niedrig ist, hat der Schreiber nichts gerafft, wenn sie hoch ist, ist metalnews.de gekauft.

Danke für den Spass!
Kommentar von: grim_rieper
Wertung: 6/7 | 15.09.2011 -- 11:08
Sehr schönes Album, gefällt mir auch gut. Hab nicht erwartet, dass die mit dem Wandel SO weit gehen, aber das passt schon ganz gut ins Bild. Spätestens in zwei, drei Jahren haben die vermutlich eh wieder Bock auf Härteres. Das Hitlervideo hab ich gleich mal an ausgewählte Leute geschickt, die es als das verstehen werden, was es ist: eine Aufforderung, sich diese tolle Scheibe mal anzuhören =)
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