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Cover von Ophis -- Abhorrence In Opulence
Band: Ophis Homepage Ophis bei Facebook Metalnews nach 'Ophis' durchsuchenOphis
Album:Abhorrence In Opulence
Genre:Black/Death Metal, Death Metal, Doom Metal
Label:Cyclone Empire
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:05.09.14
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" Die Schlange häutet sich..."

Mit dem trefflich betitelten „Abhorrence In Opulence“ veröffentlichen die Hamburger Doom/Death Metaller von OPHIS ihr insgesamt drittes Full-Length-Album bzw. nach der letztjährigen „Effigies Of Desolation“-Compilation nunmehr ihr eigentliches Debüt für Cyclone Empire.

Wie gewohnt demonstrieren die Hanseaten, wie man Doomdeath anno 2014 noch kredibel und formvollendet auf Tonträger bannt, denn auch wenn hier überwiegend Old School-Doom/Death Metal zum Vortrag kommt: auch auf „Abhorrence In Opulence“ stimmen Anspruch und Ausführung, halten sich Heaviness/Brutalität und Melancholie/Melodie in beinahe schon erschreckend harmonischer Art die Waage.
Los geht’s mit dem fast viertelstündigen „Disquisition Of The Burning“, das bereits als Musterbeispiel o.g. Tugenden von OPHIS gelten kann: schroffe, wuchtige, tieftraurige Doomriffs, Slo-Mo-Drums, Melodien in moll und viehisches Death-Grunting, insgesamt einer homogenen Mélange aus [frühen] ANATHEMA und BOLT THROWER gar nicht so unähnlich.
„Among The Falling Stones“ erinnert in seinen melodischen Momenten an INSOMNIUM-vs.-MY DYING BRIDE, zudem gelingt OPHIS hier obendrein auch noch die Verquickung mit veritabler, nihilistischer Black Metal-Verzweiflung [kein Wunder, spielen/spielten diverse OPHIS-Mitglieder doch schon bei FÄULNIS und THRÄNENKIND] und versöhnlichen Geigen gegen Ende des Songs.
Bei „ A Waltz Perverse“ regieren sinistrer Tritonus und singend-sägende Gitarrenmelodien – doch OPHIS wären nicht sie selbst, wenn sie dies nicht zügig blastend in Black/Doom -Gefilde entführen/umlenken könnten.
„Somnolent Despondency“ dagegen könnte als fiese, kleine, schwarzgefärbte/weißgekalkte Schwester im Death Metal-Leichenhemd [bzw. verschossenen Tourshirt] von SWALLOW THE SUN-vs.-ASPHYX durchgehen und „Ressurectum“ ist erneut doomiger Death im Black Metal-Gewande mit drückenden, treibenden Riffs , zwingendem Doom-Vibe und – nicht zuletzt - schön ballerndem Blastbeatpart gen Ende.
Der Klang [aufgenommen, gemixt und gemastert wurde bei „Blastbeat Productions“ in Kiel] ist schlicht, direkt, klar und wirkt [bewusst] auf das Nötigste reduziert und erreicht [vielleicht] gerade deswegen häufig beeindruckende Wucht.

Mit „Abhorrence In Opulence“ bauen OPHIS ihre Nische/Vormachtstellung in ihrem ureigenen Doomdeath-Universum weiter aus, obschon sie doch eigentlich bereits jetzt ziemlich unverwechselbar klingen.
Traditionsbewusste Doom/Death-Aficionados mit Verstand und Sinn für Underground, Herzblut und Substanz wissen längst, was sie zu tun haben...!

Trackliste:
01. Disquisition Of The Burning
02. Among The Falling Stones
03. A Waltz Perverse
04. Somnolent Despondency
05. Resurrectum
Spielzeit: 01:00:44

Line-Up:
Philipp „Phil“ Kruppa - Vocals, Guitars
Nils Groth - Drums
Oliver „Olly“ Kröplin - Bass
Martin Reibold - Guitars
Dirk Konz [dkay]
27.09.2014 | 22:10
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