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Cover von Opium Warlords -- We Meditate Under The Pussy In The Sky
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Album:We Meditate Under The Pussy In The Sky
Genre:Doom Metal, Experimental
Label:Svart Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:30.11.12
CD kaufen:'Opium Warlords - We Meditate Under The Pussy In The Sky' bei amazon.de kaufen
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"Heilige Pussy im Himmel..."

Egomane Ein-Mann-Band um auch das letzte Detail persönlich unter Kontrolle zu haben? Check! Unmissverständliche Drogenreferenz im Bandnamen? Check! Vollkommen abstruser, zusammenhangloser Albumtitel? Check! Beste Voraussetzungen also für einen abgefahrenen musikalischen Ausflug, der sicher nicht ganz ohne den Einfluss des ein oder anderen berauschenden Hilfsmittelchens entstanden ist. Der Mann der für diesen Trip verantwortlich ist hört auf den finnischen Namen Sami Albert Hynninen und ist dem ein oder anderen Fan schwerer Klänge vielleicht aus seiner Gesangsrolle bei SPIRITUS MORTIS bekannt, weniger wahrscheinlich von den vielen anderen kleinen Projekten, die er offenbar mangels Auslastung noch am Laufen hat. Hier geht es aber zunächst um seine zweite Veröffentlichung unter dem Banner der OPIUM WARLORDS.

Experimentelle, außergewöhnliche Musik ist immer schwer in Worte zu fassen und aufgrund der extrem unterschiedlichen Songs kommen wir an dieser Stelle um einen kleinen Ausflug in die einzelnen Klangwelten nicht umhin. Los geht es, passend zum Albumtitel mit dem eher ruhigen und meditativen "Sxi-meru" in dem sich scheinbar die Klänge eines Windspiels mit einigen wenigen dissonanten Gitarrenakkorden mischen. Dabei kann man förmlich die hanfgeschwängerten Nebelschwaden langsam aus den Boxen wabern sehen. Mit "Slippy" folgt das mit rund zwölf Minuten längste und vielschichtigste Stück der Platte, zugleich ist es das einzige mit Gesang. Neben epischen Orgelpassagen und wilden Kreischausbrüchen erwarten den Höhrer hier auch Kuriositäten wie die Samba-Rhythmen [!] am Ende. Mehr will ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Die folgenden drei Titel laufen dann in etwas konventionelleren Bahnen. Die E-Gitarre steht jetzt ganz klar im Mittelpunkt der extrem langsamen [zum Großteil unter 30bpm] Doom-/Drone-Schwergewichte.

Eine Bewertung der musikalischen Ergüsse fällt bei so einem Album natürlich schwer. Vom nüchternen, technischen Standpunkt aus ist "We Meditate Under The Pussy In The Sky" natürlich kein besonders anspruchsvolles Album und flinke Soli oder schnelle Blastbeats sucht man natürlich vergebens. Aber es geht ja vor allem um die Atmosphäre, die mit vielleicht einfacheren, aber vor allem ungewöhnlicheren Mitteln erzeugt wird. Und hier gelingt es Sami hervorragend, den Hörer an die Hand zu nehmen und durch seine Klangwelten zu führen. Damit das funktionieren kann muss man sich aber erst einmal darauf einlassen, und ein gewisses Faible für experimentelle Musik schadet sicher auch nicht. Am Ende muss wohl jeder selbst für sich entscheiden was er "We Mediatate Under The Pussy In The Sky" abgewinnen kann. Mich hat das Album von ein paar wenigen Schwachstellen abgesehen von der ersten Minute in seinen Bann gezogen und ich war ein wenig enttäuscht als die Scheibe nach rund 35 Minuten ein äußerst abruptes Ende fand. In diesem Falle gibt es daher von mir ganz subjektive fünfeinhalb Punkte... nehmt euch die Zeit und zieht euch das Ding rein, es könnte sich lohnen.

Abschließend erwähnenswert ist vielleicht noch, dass für Frühjar/Sommer 2013 mit "Taste My Sword" offenbar schon das nächste fertige Album des OPIUM WARLORDS in den Startlöchern steht und nebenbei bereits die vierte Veröffentlichung "Droner" produziert wird.

Trackliste:
01. Sxi-meru
02. Slippy
03. Lament For The Builders Of Khara Khoto
04. This Wind Is A Gift From A Distant Friend
05. Satan Knew My Secret Heart
Spielzeit: 00:35:15

Line-Up:
Sami Albert Hynninen – Gesang, alle Instrumente
Michael Klimczak [Sm62]
02.12.2012 | 21:22
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