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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: Orange Goblin - A Eulogy For The Damned
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Album:A Eulogy For The Damned
Genre:Hard Rock, Heavy Metal
Label:Candlelight Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:24.02.12
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"Der Goblin rockt weiter!"

Da ist es also, das siebte Album der britischen Stoner/Doom/Heavy Metal-Institution ORANGE GOBLIN. „Gelegentlich stellt sich das Leben einfach quer!“ - so unspektakulär wie bodenständig erklärte Schlagzeuger Chris im Interview die lange Wartezeit. Und Bodenständigkeit ist ein gutes Stichwort für eine Band wie ORANGE GOBLIN, deren Mitglieder auf der Homepage nicht nur ihre derzeitigen Hauptberufe preisgeben, sondern auch die schlimmsten Jobs auflisten, die sie je gemacht haben.

Dass drei Viertel der Band dabei Gastronomie-Jobs in der Wembley Arena nennen, sei als lustiges Detail am Rande erwähnt, hat mit „A Eulogy For The Damned“ aber nichts weiter zu tun. Wobei man schon annehmen darf, dass diese gemeinsamen schlechten Erfahrungen die Band zusammengeschweißt haben, die sich auch auf diesem Album wieder als spielerische Einheit zeigt. Die Bühnenpräsenz von ORANGE GOBLIN hat ihnen viel Ruhm eingetragen. Und den werden sie auch mit ihren neuen Songs einheimsen können, denn von „Red Tide Rising“ an halten die Briten mit wuchtigen Riffs und kraftvollem Gesang den Abgeh-Faktor äußerst hoch. Zum psychedelischen Einschlag der Frühphase kehren sie auch hier nicht zurück – wenn man von einigen doomigen BLACK SABBATH-Referenzen [z.B. in „The Fog] und einer sehr sparsam eingesetzten Schweineorgel [z.B. im saumäßig coolen „Save Me From Myself“ und in „The Bishop's Wolf“] absieht, dominiert grantiger, dreckiger Hardrock mit schwerer Schlagseite zum klassischen Heavy Metal die Stunde Musik auf „A Eulogy For The Damned“. Viel hat sich also im Vergleich zum Vorgänger „Healing Through Fire“ nicht geändert - zumindest nicht, was die Ausrichtung der Band angeht. Der Klang allerdings unterscheidet sich schon, denn der ist dieses Mal deutlich weniger staubig und grummelig ausgefallen. Das mögen einige der Band übel nehmen, aber es macht auch sehr deutlich, dass der rotzige Rockfaktor bei ORANGE GOBLIN und ihrer Art zu spielen selbst liegt, nicht beim zuständigen Studiopersonal.

Denn der stimmt auf „Eulogy For The Damned“ einmal mehr. Zudem haben ORANGE GOBLIN ihr Händchen für Songs nicht verloren – schlechte Stücke gibt es auf diesem Album nicht, sodass sich für mich nun die Frage stellt, wo denn nun genau die Hits liegen. Für mich am ehesten noch bei „Acid Trial“, „The Fog“ und „Death Of Aquarius“ - obwohl das mit einem Zitat aus dem schäbigen Biker-Exploitation-Streifen „Satan's Sadists“ eingeleitete „The Filthy & The Few“ oder „Red Tide Rising“ ebenfalls gute Kandidaten wären. Und der Rest an und für sich auch. Stichwort Luxusprobleme...

Trackliste:
01. Red Tide Rising
02. Stand for Something
03. Acid Trial
04. The Filthy & The Few
05. Save Me from Myself
06. The Fog
07. Return to Mars
08. Death of Aquarius
09. The Bishops Wolf
10. A Eulogy for the Damned
Spielzeit: 01:05:51

Line-Up:
Ben - Gesang
Joe - Gitarre
Martyn - Bass
Chis - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
17.02.2012 | 14:34
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