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The Pirate Ship Quintet
Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
Black Metal, Black/Death Metal
4.5 von 7 Punkten
"Schwarzmetall von der Waterkant"
The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
Female Fronted, Gothic Rock, Pop
3.5 von 7 Punkten
"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
Doom Metal, Heavy Metal, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten bzw. 4 von 7 Punkten
"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
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"Wer hat die ersten fünf Steine geworfen?" | ||||||||||||||||||
| Rise Above Records haben eine Vorliebe für schwere, schwere Brocken von Veröffentlichungen. Damit ist natürlich nicht nur die Riff-Wucht gemeint, die bei den Briten seit jeher ein wichtiges Kriterium ist. Ein Brocken kommt nämlich auch bei einem solchen Vorhaben heraus wie der Komplettveröffentlichung sämtlicher Rise Above-Alben von ORANGE GOBLIN, welche es zusammengenommen auf eine Spielzeit von über vier Stunden bringen. Wie geht man damit als Rezensent um? Am Besten Stück für Stück! Nach einer Split mit den Inselgenossen ELECTRIC WIZARD, damals noch unter dem Namen OUR HAUNTED KINGDOM veröffentlicht, gab es 1997 mit "Frequencies From Planet Ten" das erste Album. Und wenn das damalige Artwork auf bedröhnt psychedelische Laute schließen lassen sollte, so war es definitiv goldrichtig gewählt. ORANGE GOBLIN riffen sich mit entrückter Coolness und bereits reichlich selbstsicher durch neun Stoner-Stücke, die Einflüsse von MONSTER MAGNET, BLACK SABBATH, KYUSS, DEEP PURPLE und sogar ATOMIC ROOSTER erkennen lassen. Roher Sound, etwas matschig und undeutlich auch in der neu gemasterten Ausgabe – aber authentisch und für Genrefreunde auch heute noch ein Fest wabernder Gitarreneffekte, hier noch ergänzt durch die Demoversionen von "Saruman's Wish" und "Aquatic Fanatic", "Black Shapes Of Doom" sowie ein TROUBLE-Cover als Bonushäppchen. Der nächste Streich namens "Time Travelling Blues" zeigt Fortschritte und Veränderungen im Hause ORANGE GOBLIN. Der Sound ist nicht mehr so verschwommen wie auf dem Debüt, die psychedelischen Fiedeleien arten nicht mehr in ähnlichem Maße aus.Sstattdessen haben die Engländer um Sänger Ben Ward ihre Stücke merklich reduziert und gestrafft und nähern sich stilistisch und vom Rockfaktor her öfter mal KYUSS in deren Vollgas-Momenten an. Nun gut, von Hammondorgel und Hall können sie nicht ganz lassen, wie beispielsweise "Shine" deutlich zeigt. Insgesamt zeichnet sich "Time Travelling Blues" durch mehr Struktur und einen weniger dreckigen Klang aus – was den Spaß allerdings keineswegs mindert, sondern die Details besser hörbar macht. Besser geschriebene Songs gibt es ebenfalls – "Time Travelling Blues" ist möglicherweise für ORANGE GOBLIN-Neulinge, was "Rain Dogs" für TOM WAITS-Neulinge ist. Der ideale Einstieg. Und das ich hier nicht "Droge" gesagt habe, verdient verdammtnochmal Applaus! Ach, was solls... Von Ben Ward als sein persönliches Lieblingsalbum aus der Diskographie von ORANGE GOBLIN gerühmt, markiert "The Big Black" erneut eine leichte Veränderung im Klangkosmos der Band. Daran hat sicherlich Billy Andersons Produzententätigkeit einen beträchtlichen Anteil, welche er unter anderem auch SLEEP und NEUROSIS hat angedeihen lassen. Für "The Big Black" und die darauf enthaltenen Songs gilt jedenfalls: The Dreck is back! Wuchtig, knisternd und sehr nahe am Livesound knallen die zehn Songs aus den Boxen. Wards Gesang ist rauher geworden und tritt gegenüber den Gitarren mehr in den Hintergrund als auf den früheren Werken – was sicherlich nicht jedem Fan zusagt, aber zu "The Big Black" durchaus passt. Und die eigentlich Eckpfeiler des ORANGE GOBLIN-Sounds bleiben natürlich nach wie vor unangetastet – zwischen BLACK SABBATH-Referenzen, MONSTER MAGNET-Psychedelia und ELECTRIC WIZARD auf Speed gerät "The Big Black" vielleicht nicht zur Rettung der Welt, aber in jedem Fall zur hochklassigen Stoner/Doom-Scheibe, die man als Genrefreund kennen sollte. Mit "Coup De Grace" wollten ORANGE GOBLIN, so stellt Ben Ward es dar, das mittlerweile ungeliebte Stoner-Etikett loswerden. Und wie stellt man so etwas an? Sicherlich nicht dadurch, dass man Scott Reeder von KYUSS auf den Produzentensessel lässt, oder? Und sicherlich auch nicht damit, dass man einen gewissen Herrn Garcia bei "Made Of Rats" mit ans Mikro lässt, nicht wahr? Aber egal ob diese Entscheidungen nun geschickt waren oder nicht – "Etikette tötet" weiß man nicht erst seit SLIME, und folglich jagen ORANGE GOBLIN mit kürzeren Songs und schnodderigem Punk das Aggressionsniveau ein ganzes Stück hoch. Alles an "Coup De Grace" ist rotziger und angriffslustiger geraten, vom schrammeligen Sound über die Riffs bis hin zum an frühen Hardcore grenzenden Röhrgesang. Kein Wunder eigentlich, dass "Coup De Grace" mit seinem Aggro-Stoner-Punk einige Fans von ORANGE GOBLIN vor den Kopf stieß – und auch kein Wunder, dass die Neuveröffentlichung unter anderem eine Coverversion von MOTÖRHEADs "No Class" als Bonustrack enthält... Anschließend machen ORANGE GOBLIN einen Schritt zurück – so könnte es scheinen, denn "Thieving From The House Of God" hat nicht nur den bisher coolsten Titel, sondern auch wieder wesentlich verspieltere Songs zu bieten. Allzuweit geht der Schritt zurück allerdings nicht, denn obwohl mehr klassische Rock-Elemente vorhanden sind, haben die zum Quartett geschrumpften Briten sich mehr als nur ein wenig Restwut aus "Coup De Grace"-Zeiten bewahrt. Die Songs sind so kurz und knackig wie nie zuvor, entspannte Klänge und verträumtes Wippen auf dem Effektpedal kommen nur äußerst selten vor. Stattdessen gibt's auf "Thieving From The House Of God" den ORANGE GOBLIN-Sound von "The Big Black", ergänzt um die Schrulligkeit der MELVINS zu Zeiten von "Stoner Witch" und "26 Songs". Das mag Stoner-Puristen zwar auch im zweiten Jahrzehnt des neuen Milenniums sauer aufstoßen, beweist aber eindrucksvoll, dass ORANGE GOBLIN noch lange nicht auf der Stelle treten. Ob man sich diesen dicken Brocken mit seinen 65 Songs ins Regal wuchtet, bleibt wie üblich Ermessenssache und Bargeldfrage. Anreize schaffen Rise Above durchaus – mehr als zehn Bonusstücke, neues Mastering, erweitertes [und mir leider nicht zugängliches, daher hier vollkommen außer acht gelassenes Artwork] – aber im Zweifel sollten diejenigen, die mit dem Namen ORANGE GOBLIN noch nicht vertraut sind, die teilweise doch recht unterschiedlichen Werke der Band zunächst einzeln antesten. Suchtgefährlich ist jedes auf seine Weise... | ||||||||||||||||||
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Durchschnittliche Leserwertung: 5.5 / 7 Punkten
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Kommentar von: grim_rieper
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Und die Ober-Rotzbengel sind natürlich Darkthrone :D
Kommentar von: Border
Wertung: 6/7 | 08.02.2011 -- 11:09













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