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Cover von Orden Ogan -- Gunmen
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Album:Gunmen
Genre:Melodic Metal, Power Metal
Label:AFM Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:07.07.17
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"Revolverhelden"

ORDEN OGAN sind mittlerweile fester Bestandteil der deutschen Heavy Metal Kultur. Die Truppe um Gitarrist und Sänger Sebastian „Seeb“ Levermann konnte sich vor allem mit dem grandiosen „To The End“ und dem nicht minder hochkarätigen „Ravenhead“ erfolgreich in Szene setzen.

Nun folgt mit „Gunmen“ der fünfte Streich. Stilistisch konsequent bietet auch das Album gewohnte Kost. Bombastische Hymnen mit haufenweise mächtigen Chören in opulenter Akustik. Die Frage stellt sich natürlich, ist „Gunmen“ das dritte Werk in Folge, mit dem ORDEN OGAN zu begeistern wissen? Betrachtet man die Charts, ist dies sehr wohl der Fall. Immerhin ein Platz in den Top Ten sprang dabei heraus. Dennoch beantworte ich diese Frage mit einem leisen Nein. Woran liegt es aber nun, dass diese Scheibe mich nicht so in den Bann zieht wie es die Vorgänger vermochten? Nun, da wären zum einen die Songs selber. Es fehlen die absoluten Hits, die ORDEN OGAN zu dem gemacht haben, was sie sind. Songs wie „The Things We Believe In“, „Ravenhead“, „F.E.V.E.R“ oder meinetwegen auch der viel gerühmte Piratensong sucht man auf „Gunmen“ vergeblich. Lediglich der Titeltrack und die vielschichtige Handbanger-Hymne „Ashen Rain“ können einigermaßen überzeugen. Auch das abschließende „Finis Coronat Opus“ vermag zeitweise wohlwollendes Kribbeln auf der Haut erzeugen. Hier werfen die Jungs noch einmal alles ins Rennen, wofür die Band steht. Bombastische Chöre, treibender Power Metal, filigrane Gitarrenparts. Immer hart am Kitsch, aber das gehört eben zu ORDEN OGAN wie die Patronen zum Revolver. Ansonsten sind die Lieder mit viel Liebe zum Detail komponiert und keinesfalls von schlechter Güte, komplette Ausfälle sind diesbezüglich nicht wirklich zu vermelden. Für ein Klassealbum aber über die Distanz eine Spur zu wenig, was nachhaltig kleben bleibt. Der zweite Punkt, der mir persönlich nicht wirklich gut gefällt, ist der bis zum Anschlag ausgereizte Sound. Hier wollte man wohl etwas zuviel des Guten.

Die Revolvermänner ballern, was das Zeug hält und die Munition stimmt auch. Allerdings landen sie dieses Mal nicht so viele wirksame Treffer wie in der Vergangenheit. Ergo ist „Gunmen“ kein schlechtes Album geworden, als Fan der letzten beiden Scheiben jedoch komme ich nicht umhin, ein paar Zehntel in der Wertung zu streichen.

Trackliste:
01. Gunman
02. Fields Of Sorrow
03. Forlorn And Forsaken
04. Vampire In Ghost Town
05. Come With Me To The Other Side
06. The Face Of Silence
07. Ashen Rain
08. Down Here
09. One Last Chance
10. Finis Coronat Opus
Spielzeit: 00:56:45

Line-Up:
Sebastian „Seeb“ Levermann – Vocals, Guitars, Keyboards
Tobias „Tobi“ Kersting - Guitars
Niels „Spoony“ Löffler - Bass
Dirk Meyer-Berhorn - Drums
Frank Wilkens [Fränky]
04.09.2017 | 10:51
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