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Cover von Orient Express -- Illusions
Band: Orient Express Homepage Orient Express bei Facebook Metalnews nach 'Orient Express' durchsuchenOrient Express
Album:Illusions
Genre:Psychedelic, Rock
Label:My Kingdom Music
Bewertung:2 von 7
Releasedatum:05.09.07
CD kaufen:'Orient Express - Illusions' bei amazon.de kaufen
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"Folter im Orient Express"

ORIENT EXPRESS spielen nach eigenen Angaben "Psychedelic Dark Rock". Könnte was werden. Spontan denke ich da an eine Mischung aus KATATONIA und PINK FLOYD. Das könnte sogar richtig gut sein!
Leider gibt es nun immer so einen leidigen Zusammenhang zwischen den persönlichen Erwartungen und der Fallhöhe. Man sollte halt doch unvoreingenommen an Platten herangehen. Sonst könnte man ja enttäuscht werden, wenn einem eine italienische Band aus der Punk-Szene erzählen will, dass sie tolle Musik macht.

Auf ihrem Debüt "Illusions" schaffen es ORIENT EXPRESS nämlich leider fast vollkommen zu versagen. "Dark" und "Psychedelic" ist nämlich nichts an diesen Songs, die fast alle sehr minimalistisch aus meist einem Riff oder einer Melodie bestehen und im Zeitlupentempo durch die Landschaft bummeln. Dieser Zug braucht nicht anzuhalten, wenn man zusteigen möchte.
Die meisten Lieder wirken auch noch sehr dilettantisch: Nach 08/15-Gitarren-Geklimper, das jeder Anfänger nach einer halben Stunde hinbekommt, gibt es ein bisschen die E-Saite, weil krasser Kontrast und so, um anschließend wieder eine Minute den selben Akkord zu wiederholen. Das könnte ja funktionieren, wenn die Riffs und Akkorde gut wären. Sind sie aber leider nicht. So wird oft der Ausstieg verpennt und der Zug fährt weiter. Dieser ORIENT EXPRESS bremst auch des öfteren abrupt während der Fahrt, was leider nicht nachvollziehbar ist. Die Notbremse scheint nämlich hingegen defekt zu sein.
Das halbe Dutzend Riffs und Gesangsmelodien, die man als gelungen bis hörbar bezeichnen könnte, können leider auch nicht mehr viel retten. Die Band bemühte sich offenbar um abwechslungsreiche Songs, was zwar mit den Melodien oft erreicht wird, aber das immer gleiche Tempo, der Langweilige Aufbau und der Gesang, sorgen dann doch wieder dafür, dass alles sehr ähnlich klingt.
Grundsätzlich ist der Gesang zwar in Ordnung, aber eben leider viel zu monoton und dazu oft noch zu leise abgemischt. Manche Gitarren überrollen ihn einfach. Das selbe Problem haben einige Effekte wie rhythmisches Klatschen in "First Dawn": Eigentlich eine gute Idee, nur falsch eingesetzt und dazu noch viel zu leise.

Wir lernen also: Die Attribute "Psychedelic" und "Dark" leiten sich nicht aus der Eigenschaft "monotone Langeweile" ab. Eine höchstens mittelmäßige Produktion tut noch ihr übriges. Die zwei Punkte gibt es für ein paar gelungene Riffs, in "Madness" beispielsweise, und dafür, dass die Band stellenweise entfernt an das Debüt von THE DOORS erinnert. Da hätten sie ja vielleicht mal anknüpfen können.

Trackliste:
01. Eternal Child
02. Madness
03. Illusions
04. Prison Head
05. Rats Know
06. Ten Drops
07. First Dawn
08. Hidden Man
09. Today
10. Euphoria


Line-Up:
Wito: Bass, Gesang
GG: Gitarre
Pablo: Schlagzeug
Blondy: Synthesizer
Nicolas Freund [Nicki]
24.03.2008 | 23:53
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