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Cover von Origin -- Antithesis
Band: Origin bei Facebook Metalnews nach 'Origin' durchsuchenOrigin
Album:Antithesis
Genre:Brutal Death, Death Metal, Progressive
Label:Relapse Records
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:11.04.08
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"Gut – besser – Origin!!!"

Nach gut drei Jahren sind die Frickel-Deather ORIGIN endlich wieder mit einer neuen Scheibe zurück! „Antithesis“ heißt dieses überwältigende Stück Musik und stellt nicht nur mit 42 Minuten das bisher längste Werk der US-Amerikaner dar, sondern markiert auch die Rückkehr von Gitarrist Jeremy Turner, sodass die viel gerühmte Besetzung von „Informis Infinitas Inhumanitas“ wieder aktuell ist.

Besonders live wird die zweite Gitarre sicherlich den sowieso schon intensiven Sound der Band noch bereichern, aber auch auf „Antithesis“ macht sich diese Entwicklung durchgehend positiv bemerkbar. Was hier von sämtlichen Musikern geboten wird, ist einfach nicht von dieser Welt und stellt sogar noch eine erneute Steigerung des bereits genialen Vorgängers „Echoes Of Decimation“ dar, da ORGIN heutzutage noch variabler agieren. Auch wenn sich ein Großteil des Materials auf Transrapid-Geschwindigkeit bewegt, so wird vermehrt Wert auf gekonnt eingesetzte Melodien, besonders bei den Soli, und verschleppte Elemente gelegt. Dies lässt sich am besten am epischen Titelstück festmachen, das es auf satte neun Minuten bringt, alle Markenzeichen von ORIGIN in sich vereint und zum Schluss mit einem sehr doomigen Part zu überraschen weiß. Dagegen wird beispielsweise bei „The Aftermath“, „Wrath Of Vishnu“ mit seinem brillanten Mittelteil, „Finite“ und dem bestechenden „The Beyond Within“ geschrotet, was das Zeug hält, und allen gezeigt, wo in Sachen Technik, musikalischem Können und schlüssigen Songs auf höchstem Niveau der Hammer hängt, nämlich zweifellos im Hause ORIGIN! In den Songs liefern sich die inzwischen vier [!!] Vokalakrobaten – wobei James Lee nach wie vor für den Großteil verantwortlich ist – wahre Duelle und ergänzen sich perfekt, auch wenn der Gesang insgesamt zugunsten der Musik ein klein wenig mehr in den Hintergrund gemischt wurde. Das ist allerdings eher als Vorteil zu betrachten, denn somit bleibt genügend Freiraum für die schier unglaubliche Leistung des Gitarrenduos Turner und Ryan, eines unermüdlichen John Longstreth an den Fellen oder eines Virtuosen wie Mike Flores am Tieftöner, die so manchen Musiker dazu veranlassen könnten, entweder ab sofort wie bescheuert zu üben oder umgehend das Instrument an den Nagel zu hängen und sich eine Packung Antidepressiva zu kaufen.

„Antithesis“ ist ein grandioser Knaller geworden und bringt mich auch nach etlichen Durchläufen immer noch zum Staunen. Die äußerst transparent produzierte Scheibe weist keinerlei Längen auf und alle Songs bewegen sich auf einem identischen Niveau, das neue Maßstäbe setzen dürfte. Klar, wer mit schnellem und technischem Death Metal sowieso nichts anfangen kann, wird ORIGIN nichts abgewinnen können, denn einige Durchläufe benötigt es auf jeden Fall, um überhaupt bei der Mucke richtig durchzusteigen. Wer jedoch genau auf diese Art Todesblei abfährt, kann, nein, muss sich das Teil blind kaufen und sich dann gehörig die Ohren durchpusten lassen! Gut – besser – ORIGIN!!!

Trackliste:
01. The Aftermath
02. Algorithm
03. Consuming Misery
04. Wrath Of Vishnu
05. Finite
06. The Appalling
07. Void
08. Ubiquitous
09. The Beyond Within
10. Antithesis
Spielzeit: 00:41:50

Line-Up:
James Lee – Vocals
Paul Ryan – Guitar, Vocals
Jeremy Turner – Guitar, Vocals
Mike Flores – Bass, Vocals
John Longstreth – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
04.04.2008 | 19:24
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