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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Origin -- Omnipresent
Band: Origin Homepage Origin bei Facebook Metalnews nach 'Origin' durchsuchenOrigin
Album:Omnipresent
Genre:Brutal Death, Technischer Death Metal
Label:Agonia Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:27.06.14
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"Erneuter [Ur-]Knaller?"

Drei Jahre nach dem gelungenen „Entity“, das ORIGIN immerhin „nur“ als Trio bestritten, sind die Brutal/Tech-Deather aus Kansas mit „Omnipresent“ wieder am Start – und zwar mit neuem Label [Agonia Records] und wieder zu viert.

Dabei machen ORIGIN dem Albumtitel alle Ehre, denn – abgesehen von den drei recht Ambient-lastigen, kurzen Interludien – sind die Jungs in musikalischer Hinsicht dermaßen tight und mörteln jede Lücke im Sound zu, dass es einem manchmal schier die Luft zum Atmen nimmt. Der Opener „All Things Dead“, „Unattainable Zero“ oder auch das abschließende „The Indiscriminate“ bringen das sehr gut auf den Punkt, während das schon vorab vorgestellte „Manifest Desolate“ hingegen nicht so recht zünden will, im Kontext des gesamten Albums aber deutlich besser funktioniert als einzeln [und zudem an die frühen Anfangstage der Band erinnert]. „Neuzugang“ und Ex-SKINLESS- bzw. MUCOPUS-Shouter Jason Keyser, immerhin auch schon seit Jahren dabei, liefert insgesamt eine gute Vorstellung ab, aber insgesamt finde ich die Gesangsleistungen auf „Entity“ [wohlgemerkt aus purer Not allein von Paul Ryan und Mike Flores umgesetzt] viel druckvoller und intensiver – wie auch die Produktion nicht ganz so wuchtig/klar, sondern etwas „dunkler“ und erdiger geworden ist, jedoch trotzdem nicht die alles erdrückende Hoffnungslosigkeit des letzten ULCERATE-Geniestreichs mit sich bringt. Dafür wurden die Drums von John Longstreth leider ein bisschen zu sehr durch den Trigger-Wolf gedreht, sodass hier weniger tatsächlich mehr gewesen wäre, aber eher als Randnotiz zu betrachten ist. Songtechnisch zeichnet sich indessen ab, dass ORIGIN weiterhin einen leicht experimentellen Weg gehen wollen, gleichzeitig aber auch auf die bekannte/bewährte Formel zurückgreifen, d.h. irrwitziges Riffing [das teils auch mal in Richtung Hardcore geht, siehe „Redistribution Of Filth“], dreistimmige Growls und rasend schnelles Drumming miteinander verbinden. Bei diesen Songs gibt es somit keine riesigen Überraschungen, sondern einfach ORIGIN, wie man sie kennt und mag, während dafür die experimentelleren Geschichten [siehe „Thrall:Fulcrum:Apex“, „Continuum“] spannender sind, aber nicht immer so ganz funktionieren wollen, sodass nicht jeder Song bzw. Part auf „Omnipresent“ ein Highlight darstellt, auch wenn die Scheibe zum Ende hin noch mal richtig Gas gibt und punkten kann. Als Bonus-Track der etwas anderen Art ist auf der Limited Edition übrigens noch „Kill Yourself“ von S.O.D. enthalten weniger – eine etwas eigentümliche Wahl, die aber laut Band [siehe Interview] vor allem in textlicher Hinsicht prima zum Konzept von „Omnipresent“ passte und bewusst herausstechen soll, um nicht den Fluss der Eigenkompositionen [mit immerhin „nur“ 35 Minuten Spielzeit bei zwölf Songs] zu stören.

Fazit: Mit „Omnipresent“ legen ORIGIN ein gutes, aber kein überragendes Album vor, das nicht ganz an den Vorgänger – und schon gar nicht an den Überflieger „Antithesis“ – heranzukommen vermag. Mit Letzterem müssen sich die Jungs vermutlich so oder so abfinden, denn auf dieser Scheibe wurde bereits so ziemlich alles gesagt. Gemeinsam mit dem großartigen Artwork von Colin Marks wissen ORIGIN aber auch anno 2014 ein gutklassiges Album „in bewährter Manier“ zu bieten – bei dem allerdings etwas mehr drin gewesen wäre. Für Fans der hochtalentierten Band dennoch ein Pflichtkauf!

Trackliste:
01. All Things Dead
02. Thrall:Fulcrum:Apex
03. Permance
04. Manifest Desolate
05. Absurdity Of What I Am
06. Source Of Icon O
07. Continuum
08. Unattainable Zero
09. Redistribution Of Filth
10. Obsolescence
11. Malthusian Collapse
12. The Indiscriminate
13. Kill Yourself [S.O.D.-Coverversion; Bonus Limited Edition]
Spielzeit: 00:34:44

Line-Up:
Jason Keyser – Vocals
Paul Ryan – Guitars, Vocals
Mike Flores – Bass, Vocals
John Longstreth – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
28.06.2014 | 15:08
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