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Cover von Otep -- Smash The Control Machine
Band: Otep Homepage Otep bei Facebook Metalnews nach 'Otep' durchsuchenOtep
Album:Smash The Control Machine
Genre:Crossover, Nu Metal
Label:Victory Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:21.08.09
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"Artcore-PoetIn"

Der Name OTEP bietet gleich diverse mögliche Interpretationen: Anagramm für „Poet“, altägyptisches Suffix mit der Bedeutung „schöpferische Gaben“ [siehe Imhotep], in der Odyssee als Name einer Sirene von Circes Insel, als „Zerstörer/Schöpfer“ im alchimistischen Buch „Mutus Liber“ oder schließlich als keltischer Kriegername.

Tja, da staunt man, was für einen vielschichtigen Künstlername sich Otep Shamaya da zugelegt hat. Die Dame scheint, was künstlerische Selbstverwirklichung betrifft, ohnehin ein echtes Multitalent zu sein, denn zusätzlich zu ihrer Shoutertätigkeit bei OTEP, für die sie auch sämtliche Lyrics verfasst, ist sie noch Verfasserin eines Internet-Blogs und tritt als Malerin, Schauspielerin, Spoken Word-Aktivistin sowie Schriftstellerin in Erscheinung.
Bei all dem nimmt Ms. Shamaya kein Blatt vor den Mund, egal, ob es um das Anprangern gesellschaftlicher Missstände, wie z.B. den vergessenen/totgeschwiegenen Völkermord im namibischen Darfur, um Frauen- und Künstlerrechte oder die Legalisierung der Homo-Ehe in den USA geht.
Das alles erinnert nicht selten an eine zornige Mischung aus Tairrie B. von MANHOLE/MY RUIN oder eine feminine/feministische Ausgabe von Zack De La Rocha von RAGE AGAINST THE MACHINE.
Musikalisch stellen OTEP ohnehin eher einen Anachronismus dar, beackern sie doch bereits seit Bandgründung [die erste EP erschien 2001] ein inzwischen brachliegendes Feld, auf dem vor nicht allzu langer Zeit, als KORN noch relevant und SLIPKNOT gefährlich waren, der Nu Metal in voller Blüte stand.
Der Sound ist dementsprechend angereichert mit brachialen Rock-/Metalriffs, aber auch Hip Hop-, Punk-/Hardcore- oder Spoken Word-Elemente lassen sich finden, weshalb OTEP schon mal als "Artcore" bezeichnet wurden; genauso gut könnte man es allerdings Crossover nennen, denn letzlich klingt es dann halt doch wie eine [allerdings gut gemachte] Mischung aus CLAWFINGER, MANHOLE und KORN...
Der Titeltrack ist denn auch die pure Crossover-Agitation mit, zugegeben, mitreißendem SUICIDAL TENDENCIES-Vibe, der die amerikanische Konsumgesellschaft und die bigotte, pseudo-christliche, bürgerliche Alltagsrealität gleichermaßen anprangert und sich den Frust mit plakativen Slogans wie „Work, buy, consume, die!“ von der Seele schreit.
„Run For Cover“ ist ebenfalls ein gelungener Nu Metal-Crossover-Stampfer, der unwillkürlich ins Tanzbein, zumindest aber in die Nackenmuskulatur fährt und bei dem Otep Shamaya stimmlich zwischen viehischem Gebrüll, Yvonne Ducksworth von JINGO DE LUNCH, eher gerappten Vocals und Sandra Nasic von den GUANO APES changiert.
Die stimmliche Variabilität der Frontfrau ist überhaupt bemerkenswert, denn das emotionale Spektrum reicht von unbeteiligt nüchtern, lasziv-verrucht, über säuselnd und rotzig-rappend bis hin zu so unbarmherzig brüllend, das sich selbst Erzengel Angela Gossow kurzerhand verschlucken dürfte.
Die Mehrzahl der Songs kommt verpackt in ein drückendes, neumetallisches Crossover-Gewand, beileibe nicht verkehrt, aber eben auch hoffnungslos outdated, egal wie gut und zupackend das alles instrumentiert und umgesetzt wird. Der Spoken Word-Anteil auf „Smash The Control Machine“ ist ebenfalls beträchtlich, was die Sache bei mehrfachem Hören ziemlich anstrengend macht, man nehme nur mal „Kisses & Kerosene“ als psychotisch-brutale, weibliche Rachephantasie, "I Remember" oder den Hidden Track: schiere Spoken Word-Paranoia.

Letzlich kommen OTEP immer dann am besten, wenn die brüllende Furie und der Nu Metal von der Kette gelassen werden, denn selbst wenn mit ordentlich Wumms produzierter, heftiger Crossover-Sound mit Message dieser Tage nicht unbedingt angesagt sein mag, ist er vielleicht gerade deswegen heute noch genauso wertvoll wie gestern...

Trackliste:
01. Rise, Rebel, Resist
02. Sweet Tooth
03. Smash The Control Machine
04. Head Of Medusa
05. Numb And Dumb
06. Oh, So Surreal
07. Run For Cover
08. Kisses & Kerosene
09. Unveiled
10. UR A WMN NOW
11. Serv Asat
12. Where The River Ends
13. I Remember
Spielzeit: 01:05:02

Line-Up:
Otep Shamaya - Gesang, Text
Aaron Nordstrom - Gitarre
"Evil" J. McGuire - Bass
Brian "Haggis" Wolff - Schlagzeug
Dirk Konz [dkay]
26.08.2009 | 16:10
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