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The Pirate Ship Quintet
Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
Black Metal, Black/Death Metal
4.5 von 7 Punkten
"Schwarzmetall von der Waterkant"
The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
Female Fronted, Gothic Rock, Pop
3.5 von 7 Punkten
"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
Doom Metal, Heavy Metal, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten bzw. 4 von 7 Punkten
"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
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"Unkonventionell & tiefsinnig" | ||||||||||||||||||
| Nachdem mir OUR SURVIVAL DEPENDS ON US, kurz OSDOU, bislang sträflicherweise entgangen waren, hinterließ der Auftritt der Österreicher im Vorprogramm von ZATOKREV einen umso bleibenderen Eindruck. Grund genug also, um das zweite Album der Sludge/Doomcore/Post Hardcore-Truppe aus Salzburg, „Painful Stories Told With A Passion For Life“, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ziemlich genau vier Jahre nach ihrem Debüt „Jumping Once Too Often Into The Ocean That Had Always Been Our Inspiration“, das erst 2007 auf CD veröffentlicht wurde, offenbart der Zweitling eine prima aufeinander eingespielte Band, die hörbar ihr eigenes Süppchen kocht, auch wenn die Vorbilder natürlich ab und an durchscheinen. NEUROSIS zum Beispiel, da OSDOU ebenfalls auf eine experimentelle Herangehensweise setzen sowie vor Genre-fremden Instrumenten – beispielsweise Didgeridoo, Violine, Vibraphon – und auch Samples nicht zurückschrecken, sondern ihren Sound damit sinnvoll zu bereichern wissen. Dazu kommen eine ausgeprägte psychedelische Komponente, treibendes Schlagzeugspiel und hypnotische Riffwände bester Sludge- und Post Hardcore-Schule, die die Songs immer wieder auflockern bzw. energisch weiter nach vorne treiben. Im Mittelpunkt steht indessen der zweistimmige und oftmals theatralisch bis pathetische Gesang von Mucho und Thom, der einige Durchläufe erfordert und auch danach noch ziemlich gewöhnungsbedürftig bleibt, da nicht immer alle Töne sitzen wollen. Anfangs irritiert diese Mischung aus Gebrüll und Wehklagen zwar noch, aber irgendwie spürt man gleichzeitig, dass die von den Sängern vermittelten Gefühle von Herzen kommen, absolut ehrlich und authentisch wirken und OSDOU somit ein gehöriges Maß an Wiedererkennungswert als auch Sympathien einbringen. „Last Act Of Bravery“ vermag außerdem mit ausgezeichneten Gitarrensoli überzeugen, die in diesem Song überraschen, aber ausgezeichnet funktionieren, während das traurig-nachdenkliche „Angel Ranger“ mit seinem schluchzenden Violinen-Part ebenfalls punkten kann. Das überlange „Collecting Tears Of The Phoenix“ mit seinem schön verzerrten und drückenden Hauptriff überspannt den Bogen dann beinahe, jedoch passiert in dem Lied zum Glück genug, um noch rechtzeitig die Kurve zu kriegen. Und mit „And Man Became A Living Soul“ gibt es abschließend noch ein sehr sparsam instrumentiertes Stück mit Akustikgitarren und der wunderbaren Erzählstimme von Alexander Scourby, der einen Abschnitt aus der Bibel rezitiert, sodass für einen stimmungsvollen Ausklang der CD gesorgt ist. „Painful Stories Told With A Passion For Life“ ist ein sehr interessantes Album der Österreicher geworden, da sie damit beweisen, dass sie schlüssige und eigenständige Songs schreiben können, über den Tellerrand diverser Genres bewusst hinwegschauen und einen eigenen Stil entwickelt haben. Atmosphäre und eine grundehrliche Herangehensweise sind zudem die Markenzeichen, die für OSDOU stehen. Lediglich beim Gesang gilt es, ab und an Abstriche zu machen; dieser dürfte auch nicht jedermanns Geschmack treffen. Wer jedoch Bock auf eine unkonventionelle und spannende Band irgendwo zwischen Sludge, Post Hardcore und Doom Metal mit psychedelischen Komponenten hat, sollte OSDOU auf alle Fälle mal antesten bzw. sich ihre energiegeladenen Konzerte ansehen. | ||||||||||||||||||
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