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Album:The Electric Age
Genre:Heavy Metal, Thrash Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:30.03.12
CD kaufen:'Overkill - The Electric Age' bei amazon.de kaufen
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"Elektrisch!"

Mit ihrem Nuclear Blast-Debüt aus dem Jahr 2010 kamen die Thrash Metal-Veteranen OVERKILL nicht nur bei der Metalwelt größtem Label unter, sondern veröffentlichten obendrein eines ihrer bis dato besten Alben – entsprechend gut kam besagte Platte auch an, weshalb die Mannen um Frontmann Bobby „Blitz“ Ellsworth nach nicht ganz zwei Jahren des unermüdlichen Tourens mit „The Electric Age“ zum nächsten Schlag ausholen.

Während „Ironbound“ ein Album war, das sich dem Hörer dank der nahtlosen Fusion aus Melodie und Härte schnell erschloss, machen es OVERKILL ihren Fans mit „The Electric Age“ nicht ganz so einfach: Möchte man anhand des sperrigen Openers „Come And Get It“ zunächst glauben, auf der neuen Platte der Herren aus New Jersey seien die Melodien in den Hintergrund getreten, belehrt die Truppe nach genauerem Hinhören schnell eines bessern. Vergleiche mit SAXON oder gar IRON MAIDEN mögen nicht mehr ganz so leicht Fallen wie auf dem Vorgänger, aber dennoch lebt etwa „Drop The Hammer“ von einer ähnlichen Kombination aus Eingängigkeit und Brachialität, wie sie „Ironbound“ in die Herzen der Fans beförderte, wenngleich nicht mehr ganz so offensichtlich. Überhaupt machen OVERKILL auf „The Electric Age“ wieder eine verdammt gute Figur und haben glücklicherweise nichts von ihrem energetischen Charme eingebüßt: Songs wie „Electric Rattlesnake“ oder „Save Yourself“ fahren sofort ins Genick und Nummern wie „Wish You Were Dead“ und „Black Daze“ grooven gar unverschämt. Gerade die wie immer unvergleichliche Gesangs-Performance von Frontmann „Blitz“ sorgt dabei dafür, dass auch „The Electric Age“ wieder eine gehörige Portion Punk-Attitüde innewohnt, wodurch OVERKILL auch im Jahr 2012 alles andere als altbacken klingen. Zwar verfällt die Truppe mit dem bereits erwähnten Eröffnungstrack bisweilen in alte Muster, denn selbiger wirkt etwas zerfahren und somit zu lang, das wird von gelungenen Nummern wie „All Over But The Shouting“ sowie der passionierten Gitarrenarbeit des Duos Linsk und Tailer – in „21st Century Man“ fühlt man sich gar an alte MEGADETH erinnert - allerdings problemlos aufgewogen. Abschließend sei noch erwähnt, dass OVERKILL wie schon auf den vorangegangenen Platten auch auf ihrem neuen Album wieder eine absolut makellose Produktion zustande gebracht haben, die nicht nur von einem gewohnt direkten, mächtigen Schlagzeug, sondern auch von angenehm organischem Gitarrensound lebt.

Letztendlich muss es wohl genau so sein, wie Mr. „Blitz“ Ellsworth sagt: OVERKILL kümmern sich nicht um das, was war oder was sein kann, sondern leben für den Moment – das merkt man „The Electric Age“ auch mehr als deutlich an, denn hier zeigt sich die Truppe wieder von einer etwas anderen Seite als auf der vorangegangenen Platte. Frisch und unverbraucht klingen die Herren aber allemal, weshalb „Blitz“ und Co. auch im neuen Jahr uneingeschränkt zu empfehlen sind.


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"The Electric Age" ist ein weiteres, sehr gutes OVERKILL-Album, das nur geringfügig hinter dem überragenden Vorgänger "Ironbound" zurück bleibt. Es bleibt beim Alten, kein Fan dürfte enttäuscht werden. Arschtritt Faktor hoch zehn. Mit "Drop The Hammer" hat man sogar wieder eine Hymne am Start und auch ansonsten klingt das Album belebend und frisch, wenn auch vielleicht nicht ganz so düster wie "Ironbound". Wie sagte Bobby kürzlich zu mir: Wir können es den ganzen jungen Bands immer noch vormachen. Dem ist dann nichts mehr hinzuzufügen. Es mag bessere OVERKILL-Alben geben, allerdings auch weitaus weniger Gute.
Fränky | 6 von 7 Punkten



Auch wenn ich ein Freund von Abwechslung bin, ich kann nicht anders, als ebenfalls 6 von 7 Punkten zu verteilen. "The Electric Age" entspricht den Erwartungen, bietet alles was ein OVERKILL-Album bieten sollte und tischt uns nebst exzellentem Sound auch noch eine Spielfreude auf, wie ich sie bei so mancher Newcomerband arg vermisse. Die Jungs leben ihren Stil und sind dadurch nicht nur unverwechselbar geblieben, sondern halten ihre Fahne weiterhin mehr als hoch. Möge es noch lange so weiter gehen!
shub | 6 von 7 Punkten

Trackliste:
01. Come And Get It
02. Electric Rattlesnake
03. Wish You Were Dead
04. Black Daze
05. Save Yourself
06. Drop The Hammer
07. 21st Century Man
08. Old Wounds New Scars
09. All Over But The Shouting
10. Good Night
Spielzeit: 00:50:27

Line-Up:
Bobby "Blitz" Ellsworth - Vocals
Dave Linsk - Guitar
Derek Tailer - Guitar
D.D. Verni - Bass
Ron Lipnicki - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
29.03.2012 | 18:50
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