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Cover von Overkill -- White Devil Armory
Band: Overkill Homepage  Metalnews nach 'Overkill' durchsuchenOverkill
Album:White Devil Armory
Genre:Thrash Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:18.07.14
CD kaufen:'Overkill - White Devil Armory' bei amazon.de kaufen
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"Der Teufel trägt weiß"

Thrash Metal ist und bleibt beliebt. Um ehrlich zu sein, als der Siegeszug dieser Stilrichtung Anfang bis Mitte der Achtziger seinen Anfang nahm, haben wohl die wenigsten Metalheads geglaubt, dass damit Anno 2014 noch irgendwelche Blumenpötte abzugreifen wären. Genau dies ist aber der Fall, bei einigen Combos [ich nenne da mal die "Big 4"] mehr, bei anderen weniger, zumindest was die Summen auf dem Kontoauszug angeht. Die New Yorker OVERKILL gehören zu der Kategorie, die sich mittlerweile seit drei Jahrzehnten richtig ins Zeug legen, ohne allerdings zur ganz großen Elite aufzuschliessen. Warum auch immer, denn nimmt man die musikalischen Ergüsse der letzten Jahre zum Maßstab, dann wär ein solcher Ritterschlag gleichwohl angemessen.

Damit nun zum neuen Album „White Devil Armory“. Die Frage ist, können OVERKILL nach so langer Zeit noch überraschen? Die Antwort ist sowohl nein als auch ja. Nein deshalb, weil sie wenig bis gar nicht von ihrer gewohnten Art und Weise abweichen, selbst das Cover sieht aus wie immer. Und ja, weil sie eben dies mit einer solchen Inbrunst und vor allem mit einer diesmal richtig amtlichen Songauswahl tun, dass einem schlicht und einfach die Spucke wegbleibt. Der erste Hördurchlauf offenbart den typischen Sound und die typischen Songs dazu, so weit, so einfach. Ein weiteres, selbstverständlich gutes Album also, bin ich geneigt zu resümieren. Doch so einfach ist es dann nicht, jeder einzelne Song gewinnt mit jedem Durchlauf unglaublich an Dynamik. Nehmen wir mal „Pig“, dessen Eröffnungsriff durchaus auf „Taking Over“ gepasst hätte und in dem Sänger „Blitz“ mal so richtig die Sau rauslässt. Oder „Bitter Pill“, dessen „Who Tends The Fire“-Einflüsse die Nackenwirbel in Verzückung bringen. Und was ist bitte schön mit dem Opener „Armory“, dessen Refrain, eingebettet in der unnachahmlichen OVERKILLschen Raserei, dich irgendwann durch Tag und Nacht begleitet. Ein weiterer Höhepunkt ist „Where There's Smoke...“. Der Track lässt das eh schon fulminante „E.vil N.ever D.ies“ fast komplett in Vergessenheit geraten. Eines lässt sich festhalten, im Gegensatz zum letzten Album „The Electric Age“ kommt der Fünfer einfach konsequenter auf den Punkt und bietet ansatzlos haufenweise Luftgitarrenstoff. Die Band um die Urgesteine Ellsworth und D.D. Verni [dessen Bass einmal mehr die Darmflora durcheinanderwirbelt] haben sich auf ihre alten Stärken konzentriert und knüpfen eigentlich dort an, wo sie einst mit „Horrorscope“ mächtig Staub aufwirbelten, bevor sie [wie viele andere Kollegen auch] in den Strudel der Neunziger-Jahre-Metalvernichtung gelangten. Gottlob sind diese Zeiten vorbei.

Der weisse Teufel hat seine Waffenkammer geöffnet und die Artillerie in Stellung gebracht. Streufaktor wenig bis null, dafür zielgenau und effizient. Klar, die letzten Werke waren schon wieder absolute Granaten, vor allem „Ironbound“. Aber insgesamt gesehen legt „White Devil Armory“ noch eine Schippe drauf und ist so ziemlich die beste Veröffentlichung dieser Combo seit den frühen Neunzigern, auch wenn zum Ende des Albums mit zwei nicht vollends spektakulären Songs [„King Of The Rat Bastards“, „In The Name“] ein ganz klein wenig auf Ergebnis halten gespielt wird.


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Mit "White Devil Armory" präsentieren OVERKILL erneut Thrash nach alter Väter Sitte. Auch wenn der Sound zeitgemäß und modern daher kommt, verleugnen die New Yorker ihre Wurzeln nicht und geben dem Fan was er hören will: Thrash Metal vom Feinsten, ohne Firlefanz und mit Ecken und Kanten. Wo OVERKILL draufsteht, ist OVERKILL drin, und so speit Bobby „Blitz“ Ellsworth giftig wie eh und je die Lyriken ins Mikro. Wer den Stil der fünf Jungs mag, oder generell auf „good ol‘ Thrash“ steht, kommt an "White Devil Armory" wohl nicht vorbei und sollte auf jeden Fall ein Ohr riskieren.

Manuel Roth [M] 5 von 7 Punkten

Trackliste:
01. XDM
02. Armorist
03. Down To The Bone
04. Pig
05. Bitter Pill
06. Where There's Smoke...
07. Freedom Rings
08. Another Day To Die
09. King Of The Rat Bastards
10. It's All Yours
11. In The Name
Spielzeit: 00:50:45

Line-Up:
Bobby "Blitz" Ellsworth - Vocals
D.D. Verni - Bass
Dave Linsk - Guitars
Derek "The Skull" Tailer - Guitars
Ron Lipnicki - Drums
Frank Wilkens [Fränky]
11.07.2014 | 16:54
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