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Band: Overthrow bei Facebook Metalnews nach 'Overthrow' durchsuchenOverthrow
Album:Adjust To Darkness
Genre:Death/Thrash Metal, Hardcore, Thrash Metal
Label:Indie Recordings
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:23.10.12
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"Düsterer Genre-Mix aus dem hohen Norden"

Aus dem hohen Norden, genauer gesagt aus dem norwegischen Stavanger, kommen OVERTHROW daher. Im Gepäck hat das junge Quartett dabei sein Debüt-Album „Adjust To Darkness“, dem schon mehrfach Vorschusslorbeeren gezollt wurden. Immerhin durften sich die Skandinavier um Frontmann Ole Gaard nach ihren ersten beiden Demos 2011 schon im Vorprogramm von Größen, wie IN FLAMES live ihr Können unter Beweis stellen. Klappt das auch auf der Langrille?

Schon rein klangtechnisch bieten OVERTHROW mehr als eine Kontroverse. Unter dem Banner des Thrash Metal sind die elf Songs auf „Adjust To Darkness“ mehr als nur ein wenig vom Hardcore geschwängert und hier und da lassen sich auch Spuren von Death Metal finden. Das Ganze wird mit rockiger bis punkiger Attitüde vor allem von Hau-Drauf-Parts bestimmt, die den Genre-Mix auf eigene Füße stellen. Die Stimmung ist dem Titel entsprechend düster und scheint ein Ausdruck von Frustration zu sein, die einfach herausgeschrieen werden muss. So in etwa lassen sich der leider viel zu monoton schreienden Vocals beschreiben, die – wie ein Nebel, der sich nicht verziehen mag – über den Songs liegen. Nicht nur, dass der Gesang nicht eindringlich genug gegen die Riffwände ans Innenohr klopft, er passt in seinem eindeutigen Hardcore-Gewand auch nicht immer zu den Tönen, die die instrumental visierteren Bandmitglieder abgeben. Am besten passt die Mischung beim Hardcore-Eisen „Phantom Hearts“ und dem Groove-Hammer „Woolgatherer“. Zumeist im Up-Tempo gehalten, sprechen die Songs eine breit gefächerte, aggressive Sprache. Während der Titel gebende Opener eher abschreckt, offenbart sich die punktuell herausragende Kreativität der jungen Wilden erst im Laufe des Albums. Nichtsdestotrotz erkennt man auch ab und zu Inspirationen und Anleihen bei Genre-Veteranen von Thrash Metal und Hardcore. „Come Thunder“ ist einer dieser Fälle, ebenso wie das modern anmutende „Let Them Fall“, das mit frischem Groove leicht Moshpits erschaffen dürfte. Mehr als deutlich ist die Quelle der Inspiration beim Intro des Songs „Relapse“, denn hier ruft jede Saite sprichwörtlich laut „SLAYER!“. Besondere Beachtung sollte man den Soli des Hauses OVERTHROW schenken, denn hier steckt der größte Pluspunkt des Silberlings. Leider ist bei den knackig-kurzen Tracks kaum Zeit dafür. Am beeindruckendsten schlägt „Destroyer Youth“ noch einmal um sich, um jedweden Zweifel an der Erhabenheit der Scheibe aus dem Weg zu räumen. Leider funktioniert das nicht ganz.

Insgesamt kann und muss man OVERTHROW gratulieren, denn die jungen Nordlichter haben mit „Adjust To Darkness“ ein solide Visitenkarte ihrer selbst auf die Beine gestellt. Trotz fetter Produktion gelingt es ihnen jedoch nicht, den Eindruck abzuschütteln, dass sie nicht so ganz wüssten, in welche Richtung die Reise gehen soll. Vielleicht macht gerade das den Charme der Platte aus, die es leider verpasst das hohe Niveau der Gitarrenarbeit durchweg zu halten. Besonders an den Shouts sollte noch einmal gefeilt werden. Den monoton langweilenden Daueraggressionen in der Stimme wird man doch schnell überdrüssig.

Trackliste:
01. Adjust To Darkness
02. Come Thunder
03. Let Them Fall
04. Det Hellige Har Forlatt
05. Phantom Hearts
06. Woolgatherer
07. Sleeplessness Awaits
08. Relapse
09. Octoskulls
10. Destroyeryouth
11. The Worst Is Yet To Come
Spielzeit: 00:39:07

Line-Up:
Erlend Færevåg – Lead Guitar
Ole Gaard – Rythm guitar, Vocals
Espen Kvaløy – Drums
Tor Arne Håland – Bass
Sebastian Kronenberg [sebyK]
10.12.2012 | 20:22
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