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Album:Burning Leather
Genre:Hard Rock, Heavy Metal
Label:AFM Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:18.11.11
CD kaufen:'Oz - Burning Leather' bei amazon.de kaufen
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"Finnische Underground-Nachhilfestunde"

Ende der 70er gegründet sind OZ eine dieser Bands, die im Underground schon lange ein alter Hut sind, der breiten Öffentlichkeit jedoch nicht zuletzt aufgrund der langen Pausen zwischen ihren Veröffentlichungen bisher weithin verborgen blieben – immerhin erschien das letzte Album der Truppe 1991. Nun will die Band ihrer Bekanntheit ein wenig auf die Sprünge helfen und kredenzt mit „Burning Leather“ ein neues Album, das zu gleichen Teilen neues Material sowie Klassiker enthält.

In den vergangenen drei Jahrzehnten sind die Finnen ihrem Sound offenbar treu geblieben oder haben ihre Klassiker zumindest erfolgreich an ihren aktuellen Stil angepasst, denn das neue Material lässt sich kaum bis gar nicht von den neu eingespielten Nummern unterscheiden – schon der Opener „Dominator“ macht deutlich, dass OZ wie wohl so ziemlich jede Untergrund-Band aus ihrer Zeit auch im Jahr 2011 noch stark an den frühen JUDAS PRIEST orientiert sind und so fügt sich der Song nahtlos an das folgende „Search Lights“. Auch selbige Nummer macht die Wurzeln der Band mehr als deutlich, denn der Song lässt ebenfalls an Rob Halford und Co. zu seligen „Defenders Of The Faith“-Zeiten denken. Dazu klingt Frontmann Ape DeMartini wie eine Mischung aus dem JUDAS PRIEST-Fronter und Bruce Dickinson, was vielleicht nicht unbedingt die eigenständigste Form schwermetallener Sangeskunst ist, aber dafür bestens zu den rockigen Songs passt und allemal von seinem Gesangstalent zeugt. Insgesamt klingt das Material auf „Burning Leather“ - egal ob neu komponiert oder lediglich neu aufgenommen – wie direkt aus den frühen 80ern importiert und versprüht mit groovenden Songs wie dem Opener oder „Seasons In The Darkness“ und „Enter Stadium“ nicht nur saucooles Stadionrock-Flair sondern auch noch dezenten 70er-Vibe, was natürlich mit jedem denkbaren Klischee beladen ist, aber ja gerade deswegen auch so viel Spaß macht. Das entsprechende Gegengewicht bilden gradlinige Metalsongs wie „Turn The Cross Upside Down“ und der Rausschmeißer „Third Warning“ vom gleichnamigen Album, die jeden Metaller zum passionierten Headbangen und Mitgrölen nebst erhöhtem Bierkonsum verleiten dürften. Für die Produktion von „Burning Leather“ zogen OZ den HELLACOPTERS-Chef Nicke Andersson heran, der im Hinblick auf ein ausgewogenes Klangbild auch ganze Arbeit geleistet hat, allerdings klingen die Finnen auf ihrer neuen Platte etwas arg weichgespült – hier hätten die Gitarren ruhig eine ganze Ecke mehr braten dürfen.

Wenn eine Band schon ein Album veröffentlicht, das gewissermaßen ein halbes Best-Of-Programm vergangener Glanztaten darstellt, ist das Innovationsrisiko natürlich von vornherein gering. Anders würde man es angesichts der Qualität von „Burning Leather“ aber auch gar nicht haben wollen, denn so wird die Platte zur spaßigen Underground-Nachhilfestunde: Wer die Finnen noch nicht kennt, dem zeigen OZ hier eindrucksvoll, dass in den 80ern auch im Schatten der großen Namen einiges los war und alle anderen lernen, dass die Truppe es auch gute 30 Jahre später nicht verlernt hat.

Trackliste:
01. Dominator
02. Searchlights
03. Let Sleeping Dogs Lie
04. Fire In The Brain
05. Seasons In The Darkness
06. Turn The Cross Upside Down
07. Burning Leather
08. Gambler
09. Enter Stadium
10. Total Metal
11. Third Warning
Spielzeit: 00:42:51

Line-Up:
Ape DeMartini - Vocals
Costello Hautamäki - Guitar
Markku Petander - Guitar
Jay C. Blade - Bass
Mark Ruffneck - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
27.11.2011 | 13:40
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