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Reviews von Pain
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Pain
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Cover von Pain -- Cynic Paradise
Band: Pain Homepage Pain bei Facebook Metalnews nach 'Pain' durchsuchenPain
Album:Cynic Paradise
Genre:Electro, Industrial
Label:Nuclear Blast
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:31.10.08
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"Auf Painkillern?"

PAIN waren immer etwas ungewöhnlich. Erst mal die krude Mischung aus poppigem Rock, räudigem Metal und wummernden Beats. Dazu kommen weitere, in der Metalszene eher ungewöhnliche Attribute, wie der Soloprojekt-Charakter und die komische Angewohnheit Tägtgrens, jedes PAIN-Album bei einem anderen Label zu veröffentlichen. Inzwischen ist man wieder bei Nuclear Blast angekommen und schließt damit nicht nur den Kreis zum ersten Album, sondern bricht auch das ungeschriebene Gesetzt, dass auf ein PAIN-Album ein HYPOCRISY-Album zu folgen hat. Naja, vielleicht schwimmt die Band ja gerade so auf der Erfolgswelle, dass man ein neues Album braucht, um diese am Leben zu erhalten?

Ein bisschen hat man das Gefühl, als sei die Nische des poppigen bis rockigen Industrial Metals, die PAIN erfunden haben und bis heute dominieren, nach ein paar Alben auch schon abgegrast. Wenn man sich die Diskographie von Peter Tägtgrens Soloprojekt so ansieht, lässt sich deutlich eine Entwicklung von Album zu Album erkennen. Nach dem Ur-Experiment ["Pain"] folgte die radikale Techno-Metal-Mixtur ["Rebirth"], das poppige Rockalbum mit BEATLES-Cover ["Nothing Remains The Same"], das metallisch-moderne Monster ["Dancing With The Dead"] und die bisherige Perfektion all dieser Facetten ["Psalms Of Extinction"]. Und jetzt eben noch "Cynic Paradise", das im Gegensatz zu allen bisherigen Veröffentlichungen nicht weiß, was es eigentlich will. Einerseits versuchte man wieder einige neue Stile in den PAIN-Kosmos zu integrieren, was auch gelungen ist. Sowohl der weibliche Gesang von Anette Olzon [NIGHTWISH], als auch das Southern Rock/Country-Stück "Have A Drink On Me" gehören zu den besten Songs des Albums. Warum man diesen Neuerungen aber kein ganzes Album widmete, wie es etwa mit den Pop-Elementen auf "Nothing Remains The Same" geschehen ist, bleibt Peters Geheimnis. Der Rest des Albums fällt nämlich größtenteils in die Kategorie "Schon x-mal da gewesen". Da gibt es die typischen Industrial-Hochgeschwindigkeits-Kracher, die vor allem in der ersten Albumhälfte noch überzeugen können. Ziemlich genau ab der Mitte des Albums lässt dann das Niveau deutlich nach. Denn das spärliche Pulver der Innovation wurde schon lange verschossen und die "guten" Tracks im alten Stil sind offenbar auch schon für wichtige Positionen, wie die des Opener, innerhalb der Tracklist verbraucht worden. Ein Midtempotrack wie "No One Knows" ist eben einfach nur ein schlechter Abklatsch von "Just Hate Me", der genau das Gleiche wesentlich besser macht. Ähnliches lässt sich über die anderen Songs auch sagen. Braucht kein Mensch, wenn er die vorherigen Alben kennt. Der letzte Track namens "Feed Us" kann dann das in den letzten fünf Songs stark abgesunkene Niveau wieder anheben, aber zur Rettung von "Cynic Paradise" in die Wertungsregionen, die man einem Tägtgren-Release zutraut, reicht es dann auch nicht mehr.

Man hat bei "Cynic Paradise" das starke Gefühl, es mit einem dieser typischen Schnellschüsse zu tun zu haben. Spaß macht es, aber nur streckenweise. Und als Fan ist man mit dem genialen "Psalms Of Extinction" im Hinterkopf dann doch sehr enttäuscht. Peter Tägtgren sagte auf der Pressekonferenz zur Vorstellung dieses Albums in Wacken, dass er "ein Album locker in einer Woche schreiben kann". Glaube ich ihm nach "Cynic Paradise" sofort. Ist ja auch kein Problem, wenn man die Weiterentwicklung auf drei Songs beschränkt und sonst die erfolgreichen Konzepte [größtenteils schlecht] bei sich selbst klaut. Aus diesem Album hätte man besser eine EP zur NIGHTWISH-Support-Tour machen sollen. Oder PAIN mal wieder ein bis zwei Jahre auf Eis legen und ein neues HYPOCRISY-Album aufnehmen sollen. Hoffen wir, dass Peter sich mal wieder eine Auszeit nimmt und "Cynic Paradise" nur ein Durchhänger war.

Trackliste:
01. I'm Going In
02. Monkey Business
03. Follow Me
04. Have A Drink On Me
05. Don't Care
06. Reach Out [And Regret]
07. Generation X
08. No One Knows
09. Live Fast / Die Young [It's A Cynic Paradise]
10. Not Your Kind
11. Feed Us
Spielzeit: 00:42:56

Line-Up:
Peter Tägtgren: Alles

Gastmusiker:
Anette Olzon: Gesang
Nicolas Freund [Nicki]
02.11.2008 | 20:31
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