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Cover von Paragon -- Hell Beyond Hell
Band: Paragon Homepage Paragon bei Facebook Metalnews nach 'Paragon' durchsuchenParagon
Album:Hell Beyond Hell
Genre:Heavy Metal, True Metal
Label:Remedy Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:18.03.16
CD kaufen:'Paragon - Hell Beyond Hell' bei amazon.de kaufen
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"Mit Volldampf in die Zukunft"

Spricht man von traditionellem Metal aus Hamburg, so müssen neben Bands wie HELLOWEEN oder GAMMA RAY auch PARAGON genannt werden. Die Mannschaft aus der Stadt an der Elbe hat inzwischen das stolze Dienstalter von 25 Jahren überschritten und bewies bereits mit ihrem letzten Album „Force Of Destruction“, dass mit ihr trotz personeller Veränderungen oder anderer Unpässlichkeiten nach wie vor zu rechnen ist. Auf ihrer neuen Platte „Hell Beyond Hell“ feiert die Band nun nicht nur das Vierteljahrhundert, sondern obendrein die Rückkehr zu ihrem Label Remedy Records sowie die Wiedervereinigung mit Ur-Gitarrist Martin Christian.

PARAGON haben sich mit ihrem Sound über die letzten zweieinhalb Jahrzehnte eine klare Identität geschaffen und so ist auch auf „Hell Beyond Hell“ spätestens mit dem Einsetzen des Gesangs von Frontmann Andreas Babuschkin unmissverständlich klar, mit welcher Band es die Hörerschaft hier zu tun hat. Dennoch gelingt es den Hamburgern auf ihrem neuen Album, ihre Formel gekonnt – und teils drastisch - zu verändern, ohne eingefleischte Fans vor den Kopf zu stoßen: So verzichtet die Platte etwa anders als ihr Vorgänger auf ein ausuferndes Intro und findet mit dem programmatisch betitelten „Rising Force“ einen ungemein rabiaten Einstieg. Schon am verschachtelten Mainriff zeigt sich, dass PARAGON ihren Sound für „Hell Beyond Hell“ hörbar weiterentwickelt haben, wenngleich der markante Gesang und die für die Hanseaten typischen Harmonien dafür sorgen, dass sich jeder Fan der Band sofort zuhause fühlt. Insgesamt fällt „Hell Beyond Hell“ über weite Strecken deutlich düsterer und eine ganze Ecke ungestümer als das vorangegangene „Force Of Destruction“ aus, wobei die Band insbesondere in Nummern wie „Meat Train“ oder „Buried In Blood“ gar mit dem Thrash Metal liebäugelt. Auf der anderen Seite stehen dann epische, mit Spielzeiten jenseits der acht Minuten groß angelegte Songs wie „Heart Of The Black“ oder „Devil's Waiting Room“, in denen die Burschen von der Waterkant stellenweise gänzlich andere Wege als in der Vergangenheit beschreiten und doch auch typische Riffs und Refrains einbinden – PARAGON verstehen es also, auch 25 Jahre nach Gründung noch zu überraschen und ihren Sound frisch zu halten. Der ein oder andere mag sich an ein paar der Ideen auf „Hell Beyond Hell“ erst gewöhnen müssen, aber natürlich bleibt das Grundrezept der Band auch auf Album Nummer elf das gleiche, und so greifen auch hier wieder gewohnt treibende Riffs und große Refrains mit oftmals Gänsehaut-verdächtigen Melodien und wahrhaft atemberaubenden Leadgitarren ineinander. Abgesehen von den genannten Songs resultiert das in typischen PARAGON-Nummern wie „Stand Your Ground“ oder der arschcoolen Biker-Hymne „Thunder In The Dark“ sowie dem rockig angehauchten Titeltrack, in dem sich die Hamburger auf die Spuren von ACCEPT begeben.

Vier Jahre sind eine lange Zeit und offenbar haben es PARAGON verstanden, sie effektiv zu nutzen. Mit „Hell Beyond Hell“ machen die Herren nicht nur ihrem Ruf als glühende Verfechter des wahren Hanseatenstahls alle Ehre, sondern schaffen es obendrein, etliche Klischees zu umschiffen und ihrem gewohnten Sound neue Facetten zu erschließen. Langjährige Fans brauchen vielleicht einen Durchlauf mehr, bis sich „Hell Beyond Hell“ voll entfaltet, da die Hamburger hier selten ihre Vergangenheit zitieren und stattdessen mit Volldampf in die Zukunft brettern, allerdings ist es dann umso beeindruckender, wie sehr sich die Truppe seit „Force Of Destruction“ entwickelt hat.

Trackliste:
01. Rising Force
02. Hypnotized
03. Hell Beyond Hell
04. Heart Of The Black
05. Stand Your Ground
06. Meat Train
07. Buried In Blood
08. Devil's Waitingroom
09. Thunder In The Dark
10. Heart Of The Black [Edit]
Spielzeit: 00:55:46

Line-Up:
Andreas Babuschkin - Vocals
Martin Christian - Guitar
Jan Bertram - Guitar
Jan Bünning - Bass
Sören Teckenburg - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
11.03.2016 | 22:32
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