.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Mehr aus den Genres
CD Review: Various Artists - Gothic Spirits 10

Various Artists
Gothic Spirits 10


Electro, Gothic, Gothic Metal
Keine Wertung
"Ring frei für Runde 10"
CD Review: Leandra - Metamorphine

Leandra
Metamorphine


Ambient, Avantgarde/Electronica, Gothic
5 von 7 Punkten
"Gelungener Einstand"
CD Review: Killing Joke - Pylon

Killing Joke
Pylon


Industrial, Rock
6 von 7 Punkten
"Gewalt durch Wiederholung"
CD Review: Trinacria - Travel Now Journey Infinitely

Trinacria
Travel Now Journey Infinitely


Industrial, Post Hardcore, Post/Avantgarde Black Metal
5.5 von 7 Punkten
"Zwischen Schönheit und Chaos"
CD Review: Megaherz - Erdwärts EP

Megaherz
Erdwärts EP


Gothic, Neue Deutsche Härte
Keine Wertung
"Coole Nummern, weniger Härte"
CD Review: Shrapnel - Raised On Decay

Shrapnel
Raised On Decay


Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Ein Schritt nach vorne"
CD Review: Iron Savior - Reforged - Riding On Fire

Iron Savior
Reforged - Riding On Fire


Power Metal, True Metal
Keine Wertung
"Klassiker auf Hochglanz"
CD Review: Eisley / Goldy - Blood, Guts And Games

Eisley / Goldy
Blood, Guts And Games


AOR, Hard Rock
5 von 7 Punkten
"Gediegen, nicht seicht"
CD Review: Pretty Boy Floyd - Public Enemies

Pretty Boy Floyd
Public Enemies


Glam Rock, Sleaze Rock
4 von 7 Punkten
"Wenn die Spandex spannt..."
CD Review: Hittman - Hittman [Re-Release]

Hittman
Hittman [Re-Release]


US-Metal
Keine Wertung
"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Parzival -- Urheimat
Band: Parzival Homepage Parzival bei Facebook Metalnews nach 'Parzival' durchsuchenParzival
Album:Urheimat
Genre:Gothic, Industrial
Label:VME Group
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:25.03.11
CD kaufen:'Parzival - Urheimat' bei amazon.de kaufen
Share:

"Nur eine LAIBACH-Coverband?"

Die dänische EBM-Formation PARZIVAL hat es mit ihren bisherigen fünf Alben irgendwie geschafft, komplett unter meinem Radar hinwegzufliegen, nun ist deren sechster Streich „Urheimat“ aber zufällig auf meinem Schreibtisch gelandet und entlarvt die Band als hemmungslose Kopisten.

So viel steht ziemlich schnell fest: PARZIVAL sind speziell, PARZIVAL sind anders. Trotzdem kommen sie einem auf einer gewissen Art und Weise von Anfang an sehr vertraut vor. Und tatsächlich: die Optik, die Klangästhetik, die häufig in deutscher Sprache verfassten Texte und die teilweise überspitzt provokative Philosophie der Band, all das sind Merkmale, die man in ziemlich ähnlicher Form schon seit vielen Jahren von der slowenischen Combo LAIBACH kennt. Natürlich lässt sich bei nahezu jeder Band irgendwo ein Querverweis auf eine andere ausfindig machen, in diesem Fall ist es aber einfach nur dreist, wie PARZIVAL nicht nur musikalisch, sondern eben in nahezu allen Bereichen das Schaffen der EBM & Industrial-Pioniere übernehmen und es dann auch noch so hinstellen, als sei dieses Konzept, diese Vision auf ihrem Mist gewachsen. Löst man sich jedoch mal kurz von dem Gedanken, muss man definitiv anerkennen, dass sich „Urheimat“ gut anhören lässt. Die Beats sind schön minimalistisch, dennoch nicht zu ausgelutscht und der überaus monotone und völlig emotionslose Gesang von Frontmann Dimitrij Bablevskij funktioniert als Stilmittel ebenfalls gut. Dazu kommen die Texte, die zwar – soweit verständlich – nicht unbedingt als lyrische Meisterleistungen zu bezeichnen sind, trotzdem deutlich über dem pseudo-düsteren Kram stehen, den so viele andere EBM-Combos verbrechen. Neben LAIBACH als dem Fixpunkt des PARZIVALschen Universums könnten einem auch RAMMSTEIN, SAMAEL, KRAFTWERK und YELLO als Vergleiche in den Sinn kommen, wenn man die Band jemandem beschreiben möchte, der sie nicht kennt.

Musikalisch hebt sich „Urheimat“ um Längen von Vielem an, was sonst so unter dem EBM-Banner veröffentlicht wird, die nicht vorhandene eigene Identität, bzw. das dermaßen offensichtliche Kopieren einer anderen Band sind allerdings nicht zu entschuldigen. Inspirieren lassen darf sich jeder, wenn man allerdings als Künstler ernst genommen werden will, sollte man sich etwas mehr Mühe geben, als ein bereits bekanntes und ausgeklügeltes Konzept minimal modifiziert als eigene Idee auszugeben. Wem das allerdings nichts ausmacht, beziehungsweise wem der Release der letzten LAIBACH-Platte zu lange her ist, der darf Songs wie „Der Geist Des Barons“ und „Die Grosse Schau“ ruhig mal antesten.

Trackliste:
01. Zeit 0
02. Urheimat
03. Nach Nord
04. Sei Bereit
05. Peitsche Und Zuckerbrot
06. Der Geist Des Barons
07. Leben Ist Fabrik
08. Die Grosse Schau
09. Der Anilingürtel
10. Der Aarn
11. Der Blasebalg
12. Elektrisches Vorspiel
13. Die Spröde Welt
Spielzeit: 00:50:36

Line-Up:
Dimitrij Bablevskij - Vocals, Keyboards
Oleg Naumov- Drums
Michael Hedelain - Keyboards
Tim Mogensen - Bass, Guitars, Keyboards
Timo Beisel [kaamos]
18.03.2011 | 00:09
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin