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Band: Pathfinder Homepage Pathfinder bei MySpace.com Metalnews nach 'Pathfinder' durchsuchenPathfinder
Album:Fifth Element
Genre:Melodic Speed Metal, Power Metal, Symphonic / Epic Metal
Label:Soulfood
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:26.05.12
CD kaufen:'Pathfinder - Fifth Element' bei amazon.de kaufen
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"Sie überrollten und zerlegten das Genre…"

Die Polen von PATHFINDER konnten bereits mit ihrem Debüt „Beyond The Space Beyond Time„ die Welt ordentlich auf den Kopf stellen. Dabei bekam man Symphonischen-Speed-Metal der aller ersten Klasse. Selten konnte eine Band bei einem Debüt mit einer so guten Produktion, Technik und überzeugenden Strukturen glänzen wie PATHFINDER. Durch die Bank waren die Songs perfekt in Szene gesetzt. Klar hat jeder die Kiese bekommen, der weder mit Kitsch noch mit Power-Metal etwas anfangen konnte – alle anderen haben jedoch die Hände über den Kopf ausgebreitet und allem gedankt, was man nur danken kann. Nun kommt das zweite Album und jeder fragt sich, Eintagsfliege oder doch eine echte Kombo, mit der auch in Zukunft zu rechnen sein darf?

Erst einmal wird man mit einem Intro in eine kitschige und fantasiereiche Welt entführt. Dann bricht die Hölle los. Die Band war schon beim letzten Album verdammt schnell und technisch unterwegs und wenn ich schnell meine, dann rede ich von einer Dimension, in der sich sonst nur SKYLARK, HEAVENLY [alt], DRAGONLAND und DRAGONFORCE bewegen. Sprich, die Band spielt noch eine Schippe schneller als der Rest und sorgt dafür, dass man bei acht Minuten Lieder einen an der Klatsche bekommt. Jeder Speed-Freak jubelt also auf. Wie also kann man das Ganze noch einmal übertrumpfen? Hier ist die Antwort ganz einfach: [ein Querverweis zu DRAGONFORCE fällt gleich ins Auge] Um noch schneller und abartiger zu sein, holt man gleich beim Opener Blast Beats raus. Dann wird man mit symphonischen Elementen und Technik überrollt. Leider setzt sich der Trend der Blast Beat durch das ganze Album fort. Kaum ein Track kommt ohne aus. Ich persönlich bin kein Fan von Blast Beats. in Power-Metal-Alben [klingen meist unpassend und wirken dabei nie wirklich hart [hätte Gott gewollt, dass es Blast Beats im Power-Metal gibt, hätte hätte „Eagle Fly Free“ kein Basssolo sondern eben Blast-Beats]:-]. Dies ist aber reine Geschmackssache… Betrachtet man das Album im Verlauf seines Geschehens, dann wird schnell klar, dass sich PATHFINDER im Niveau auf jeden Fall halten. Textlich ist man zwar nur im Tal eines Klischees gefangen aber der Rest passt dafür perfekt. Spannung an jeder Ecke. Strukturen, die einen an das Maximum treiben und symphonische Elemente, die einen in jeder Sekunde in eine andere Welt tragen. Dabei erinnert das ganze natürlich an RHAPSOSY – allerdings steht man den Kollegen in kaum etwas nach. Einziger Kritikpunkt: Ganz selten wirken die Lieder überladen und der ein oder andere Übergang der Parts könnte flüssiger sein – ansonsten ganz großes Kino. Kaum zu glauben, dass es sich hier um ein zweites Album handeln soll. Jeder Song passt und auch die Längen von bis an die zehn Minuten lassen viel Spielraum für Ideen. Sänger Szymon Kostro weiß davon von unglaublich hoch [einer der höchsten in dem Genre] bis zu keifend brutal alles zu singen. Er erinnert oft an Daniel Heiman [LOST HORIZON] der seine Sache damals auch sehr gut und ähnlich gemacht hat. Über 60 Minuten geht die Talfahrt und überrascht immer wieder mit Charme und Extreme. Am Ende muss man einfach nach Luft schnappen, um das Gehörte zu verdauen.

Unterm Strich, bleibt es kaum zu glauben, dass man hier so viele Fassetten der Musik bedienen kann, obwohl man gerade erst in die Szene eingestiegen ist. Die Detailverliebtheit, Technik und das spielerische Können – in Verbindung mit purer Freude – scheinen ein Album erschaffen zu haben, dass in der Königsklasse ganz oben platz nehmen darf. Ob man nun die Blast-Beats-Parts mag oder nicht, dies ist eben Geschmackssache aber ansonsten kann man der Band nichts vorwerfen. Speed-Freaks werden das ganz große SABBERN anfangen und jeder der Kopfstimme und Kitsch hasst, der muss aufpassen, dass er hier nicht in Zukunft den König des Feindeslagers sitzen hat. Daumen hoch für „Fifth Element“. Jetzt schon ein ganz großes Werk dieses Genres!

Trackliste:
01. Ventus Ignis Terra Aqua
02. Fifth Element
03. Ready To Die between Stars
04. The Day When I Turn Back Time
05. Chronokinesis
06. March To The Darkest Horizon
07. Yin Yang
08. Elemental Power
09. Ad Futurum Rei Memoriam
10. When The Sunrise Breaks The Darkness
11. Vita
12. Startakus And The Sun Beneath The Sea [Cover Song] European Bonustrack
Spielzeit: 01:02:55

Line-Up:
Szymon Kostro- Vocals
Karol Mania- Guitar
Gunsen - Guitar
Slawomir Belak - Keyboards, Orchestration
Arkadiusz E. Ruth - Bass, Orchestration
Kacper Stachowiak - Drums

Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden]
28.05.2012 | 19:35
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