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Cover von Pelican -- What We All Come To Need
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Album:What We All Come To Need
Genre:Instrumental, Post Rock, Rock
Label:Southern Lord
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:06.11.09
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"Brauchen nicht alle..."

Nachdem PELICAN aus Chicago mit ihren Anfangswerken verdientermaßen jede Menge Aufmerksamkeit einheimsen konnten, mutete das Drittwerk, „City Of Echoes“, vergleichsweise fade an. „What We All Come To Need“ lautet nun der vierte Silberling der Instrumental-Band, doch braucht man die neue PELICAN wirklich, wie der Titel vielleicht suggerieren möchte?

Eins ist jedenfalls klar: Von den glorreichen Tagen ihrer selbst betitelten EP, des grandiosen „Australasia“ und des ebenfalls noch sehr guten „The Fire In Our Throats Will Beckon The Thaw“ sind die vier Musiker inzwischen meilenweit entfernt und wollen dies augenscheinlich auch nicht anders. Vielmehr bewegt man sich anno 2009 in ruhigen Post-Rock-Gewässern, wobei gerade das Titelstück die Grenze zu radiotauglich plätscherndem Rock längst überschreitet. Dabei fehlt PELICAN erneut spürbar der Biss, um dauerhaft spannende Songs zu schreiben, die einen fesseln und packen, auch wenn ich das vertretene Material ansprechender als auf dem einschläfernden und durchschnittlichen „City Of Echoes“ finde. Positiv muss man den vier Musikern anrechnen, dass sie natürlich nach wie vor ihre Instrumente beherrschen, sich jede Menge Gäste ins Boot geholt haben [u.a. Aaron Turner von ISIS, Greg Anderson von SUNN O))) und Ben Verellen von HARKONEN], also [selbst-]bewusst neue Wege gehen wollen, und beim abschließenden „Final Breath“ sogar den Sprung ins kalte Wasser wagen und zum ersten Mal in der Bandgeschichte ein Lied mit Gesang vorstellen – und das gar nicht schlecht. Dadurch hat „What We All Come To Need“ durchaus seine Momente, aber auf Dauer schleichen sich dennoch einige Längen ein [„Specks Of Light“]. Diese unterstreichen für mich erneut die Einschätzung, dass PELICAN für mich eine der wenigen Instrumental-Bands sind, die gerade live nicht funktionieren, sondern in die Langeweile umkippen. Und genau darin besteht nämlich der Knackpunkt: Während es natürlich für die Jungs spricht, an ihrem Stil gearbeitet zu haben, und auch die Abkehr vom dröhnenden Sludge/Doom der Anfangstage legitim ist, so gibt es auf der jetzigen Spielwiese von PELICAN bereits deutlich bessere Bands, denen man schlichtweg nicht das Wasser reichen kann. LONG DISTANCE CALLING, OMEGA MASSIF und DATURAH – interessanterweise alle deutscher Herkunft – mögen an dieser Stelle nur als aussagekräftige Beispiele dienen.

„What We All Come To Need“ ist somit eine zwiespältige Angelegenheit. Wer mit „City Of Echoes“ eingestiegen ist und die Veröffentlichung mochte, kann sich die neue Scheibe bedenkenlos kaufen. Wer jedoch mit „City Of Echoes“ schon nicht klar kam, sollte Vorsicht walten lassen bzw. lieber zu den oben genannten Alternativen greifen. Während „What We All Come To Need“ insgesamt kein wirklich schlechtes Album ist, fehlen mir insgesamt erneut die nötige Dynamik und wirklich packende Songs, die die Band anfangs noch zuhauf am Start hatte, wobei das schöne „Ephemeral“ eine willkommene Ausnahme darstellt. Schade eigentlich, was das Album als Ganzes betrifft, und darüber kann auch das wirklich tolle Artwork nur bedingt hinweg trösten, denn offen gesagt: Netten und poppigen „Rock samt Stock im Arsch“, wie Kollege sk es so treffend in seinem Live-Review zu PELICAN formulierte, kann man sich eigentlich auch im Radio anhören…

Trackliste:
01. Glimmer
02. The Creeper
03. Ephemeral
04. Specks Of Light
05. Strung Up From The Sky
06. An Inch Above Sand
07. What We All Come To Need
08. Final Breath
Spielzeit: 00:51:33

Line-Up:
Laurent Lebec – Guitar
Trevor de Brauw – Guitar
Larry Herweg – Drums
Bryan Herweg – Bass
Alexander Eitner [soulsatzero]
30.10.2009 | 13:44
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