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Cover von Pendragon -- Pure
Band: Pendragon Homepage Pendragon bei Facebook Metalnews nach 'Pendragon' durchsuchenPendragon
Album:Pure
Genre:Progressive, Rock
Label:InsideOut
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.02.09
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"Höhenflug der Neo Prog-Heroen"

Neben MARILLION und IQ gelten PENDRAGON als eine der absoluten Speerspitzen des Neo Prog. Dass diese Genre-Bezeichnung mittlerweile völlig überholt ist, belegt allein die Tatsache, dass die britische Formation mittlerweile auch bereits seit über 30 Jahren im Geschäft ist, sie zählten eben nur nicht zur ersten Welle der großen progressiven Bands, daher die Abgrenzung. Mit „Pure“ legen sie nun ihr erst achtes Studioalbum vor, welches jedoch eine wahrlich feine Angelegenheit ist.

Die erste Minute des Openers „Indigo“ verstreicht noch recht unspektakulär: während eine Gitarre ein recht simples Motiv spielt, hört man Hunde bellen und eine weitere Gitarre aufheulen, alles klingt sehr zerstreut und ungeordnet. Dann ruft sich der Song aber anscheinend selbst zur Ordnung und steigert sich zu einem 13-minütigen Prog Rock-Hammer, der den Kenner freudig mit der Zunge schnalzen lässt. Eine süchtig machende Melodie reiht sich an die nächste und man hat mehrmals das Gefühl, das Stück neige sich dem Ende zu, bevor PENDRAGON immer noch mal einen drauf setzen und sich in immer weitere Höhen aufschwingen. Was Keyboardmagier Clive Nolan speziell nach ca. sechs Minuten anstellt, ist einfach nur unglaublich. Keine Sekunde von „Indigo“ ist unnötig, der Song klingt mit einem äußerst PINK FLOYD-esquen Gitarrensolo aus und ist insgesamt nahezu perfekt. Das Problem daran ist, dass PENDRAGON sich mit diesem Einstieg die Latte für den Rest des Longplayers sehr hoch gelegt und das Highlight bereits abgeliefert haben. Mit „Eraserhead“ folgt dann eine eher ruhigere, irgendwie aber äußerst modern klingende Nummer, die zwar großartig ist, aber bereits etwas unter dem gewaltigen Schatten des Openers leidet. Anschließend steht die Trilogie „Comatose“ an, die mit „View From The Seashore“ einen ruhig startenden, sich aber härtetechnisch deutlich steigernden Auftakt bietet, der zwischenzeitlich kurz an „Hazy Shade Of Winter“ von SIMON & GARFUNKEL erinnert, später einen Classic Rock-Part offeriert und schließlich in AYREON-Gefilde abdriftet. Teil zwei - mit Namen „Space Cadet“ – wirkt trotz verzerrter Vocals, auch aufgrund der verhältnismäßig kurzen Spielzeit, im positiven Sinne schon fast poppig. „Home And Dry“ – der Abschluss der Trilogie – ist mit seiner spacigen Atmosphäre eine weitere überdeutliche Reminiszenz an die großen PINK FLOYD. Ganz nett, aber auch etwas langweilig. Das folgende „The Freak Show“ wird dann leider auch nicht der erhoffte Befreiungsschlag, sondern wirkt eher etwas lethargisch. Zum guten Schluss packen PENDRAGON noch mal eine etwas längere Nummer aus, die zunächst stark an „School“ von SUPERTRAMP erinnert, sich dann aber doch in eine andere Richtung entwickelt. Auch wenn es definitiv kein schlechtes Stück ist, so hätte man sich doch auch hier noch mal ein wenig mehr Risikobereitschaft gewünscht.

„Pure“ ist ein Kaleidoskop von einem Album: man entdeckt immer wieder neue, aufregende Ebenen, die aus verschiedenen Blickwinkeln in vielen bunten Farben schillern. Leider fällt die Platte nach einem Weltklasse-Auftakt zum Ende hin ein wenig ab, aber das ist allenfalls Meckern auf hohem Niveau. Man hat den Eindruck, PENDRAGON befinden sich zunächst auf einer aufregenden und spektakulären Rafting-Tour, bevor sie ihr Gefährt in seichtere Gewässer lenken und sich damit auch voll zufrieden geben. Irgendwo zwischen PINK FLOYD und Clive Nolans „Zweitband“ ARENA angesiedelt, hinterlässt „Pure“ dennoch einen insgesamt sehr guten Eindruck.

Trackliste:
01. Indigo
02. Eraserhead
03. View From The Seashore
04. Space Cadet
05. Home And Dry
06. The Freak Show
07. It's Only Me
Spielzeit: 00:53:12

Line-Up:
Nick Barrett - Guitar, Vocals, Keyboard Programming
Peter Gee - Bass
Clive Nolan - Keyboards, Backing Vocals
Scott Higham - Drums, Backing Vocals
Timo Beisel [kaamos]
03.03.2009 | 00:13
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