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Cover von Pestilence -- Obsideo
Band: Pestilence Homepage Pestilence bei Facebook Metalnews nach 'Pestilence' durchsuchenPestilence
Album:Obsideo
Genre:Death Metal, Experimental
Label:Candlelight Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:08.11.13
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"Wo geht die Reise hin?"

Nach der brauchbaren Comeback-Scheibe „Resurrection Macabre“ und dem erschreckend schwachen „Doctrine“ fackeln die niederländischen Deather PESTILENCE nicht lange und schieben mit „Obsideo“ ein weiteres Studioalbum nach.

Mittlerweile wurde auf achtsaitige Gitarren umgesattelt, was dem Sound deutlich anhörbar ist, auch wenn wir hier noch lange nicht von den „MESHUGGAH des Death Metal“ sprechen können. Streckenweise sind auf „Obsideo“ aber gut funktionierende Ansätze vorhanden, Death Metal inklusive typischer PESTILENCE-Riffs und dem wütenden Gegrowle von Patrick Mameli mit progressiveren, teils Jazz-lastigen Anleihen [man denke nur an das sperrige „Spheres“] zu verknüpfen. Der Titeltrack, „Aura Negative“ oder auch das schöne „Laniatus“ sind gute Bespiele hierfür, dass die Rechnung durchaus aufgehen kann und hier noch einige Experimente möglich sind, doch leider schaffen es PESTILENCE auf Albumlänge nicht, besagtes Potenzial auch wirklich auszuschöpfen und zu nutzen. Will heißen: Irgendwie hat „Obsideo“ etwas und vermag phasenweise zu fesseln [„Soulrot“ erinnert sogar ein bisschen an „Consuming Impulse“], aber über weite Strecken wartet man schlichtweg vergeblich, und die Songs dümpeln vor sich hin bzw. rauschen vorbei, ohne wirklich schlecht zu sein, jedoch auch ohne wirklich Akzente setzen zu können [„NecroMorph“, „Transition“]. Da können dann auch das sehr dynamische Drumming von Dave Haley oder auch die schräg klingen, experimentell gehaltenen, fast wie Improvisationen wirkenden Soli nicht mehr das Ruder komplett herumreißen.

„Obsideo“ ist insgesamt kein schlechtes Album geworden, bleibt aber hinter den Möglichkeiten des Quartetts zurück, auch wenn die Scheibe deutlich besser als „Doctrine“ ist [aber das war auch nicht schwer]. Es ist zwar schön, dass PESTILENCE nicht auf der Stelle treten und neue Wege gehen – ob der Ansastz über Sieben- oder Achtsaiter nun zwingend notwendig ist, steht auf einem anderen Blatt, denn „in den alten Zeiten“ haben die Jungs das auch nicht gebraucht, genauso wenig wie Blast Beats –, aber dennoch wäre auf „Obsideo“ gefühlt deutlich mehr drin gewesen, sodass sich neben ein paar prima funktionierenden Songs leider viel Mittelmaß befindet. Vielleicht beim nächsten Mal wieder?

Trackliste:
01. Obsideo
02. Displaced
03. Aura Negative
04. NecroMorph
05. Laniatus
06. Distress
07. Soulrot
08. Saturation
09. Transition
10. Superconscious
Spielzeit: 00:34:58

Line-Up:
Patrick Mameli – Vocals, Guitars, Bass
Patrick Uterwijk – Guitars
David Haley – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
01.11.2013 | 13:21
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