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"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
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"Gelungenes Comeback mit Blick zurück" | ||||||||||||||||||
| Himmel! Irgendwie kann man sich vor den Reunions der ganzen ‚alten’ Bands kaum noch retten, wenn man sich anschaut, dass CARCASS, AT THE GATES, ASPHYX, BRUTAL TRUTH, GORGUTS und eben auch PESTILENCE wieder am Start sind und zum Teil sogar neue Alben aufnehmen. So geschehen im Fall von PESTILENCE, die 16 Jahre nach dem eher gemischt aufgenommenen „Spheres“ nun „Resurrection Macabre“ veröffentlichen. Im Prinzip hat sich an der Grundbesetzung der Truppe um Patrick Mameli wenig geändert. Lediglich Peter Wildoer [DARKANE] sitzt als Neuzugang jetzt am Schlagzeug, während Tony Choy erneut dabei ist und Patrick Uterwijk an der Gitarre erst nach den Aufnahmen wieder zu PESTILENCE gestoßen ist. Wer jetzt aber in musikalischer Hinsicht ein ähnlich gewagtes und innovatives Album wie „Spheres“ erwartet, liegt jedoch falsch, denn die Niederländer präsentieren auf „Resurrection Macabre“ vielmehr eine gut funktionierende Mischung aus „Consuming Impulse“ und dem immer noch genialen „Testimony Of The Ancients“ – also den beiden Veröffentlichungen, die wohl den meisten Fans sowieso am besten reinlaufen. Und damit offenbart sich auch ein kleines Problem, denn auch wenn das Material richtig Spaß macht, gut knallt [„Horror Detox“, „Devouring Frenzy“, „In Sickness And Death“, „Dehydrated II“], in handwerklicher Hinsicht keine Fragen offen lässt und bestens von Jacob Hansen produziert wurde, so gehen PESTILENCE damit ein wenig auf Nummer sicher. Ob das jetzt eine bewusste Entscheidung war oder nicht, sei einmal dahingestellt, aber somit schließen sich [progressive] Experimente und vor allen Dingen wirklich innovative Ideen fast automatisch aus, während der zwangsläufige Vergleich mit „Consuming Impulse“ und „Testimony Of The Ancients“ ganz automatisch erfolgt. Und an diese Silberlinge kommen PESTILENCE ganz einfach nicht ran, so sehr sie sich auch bemühen. „Resurrection Macabre“ beinhaltet deswegen aber trotzdem keine schlechten Songs, denn die Lieder bewegen sich auf durchgehend hohem Niveau und wurden auch schlüssig arrangiert, nur ist die Marschrichtung somit leichter zu erahnen. Dies nimmt der CD etwas von der Atmosphäre, die beispielsweise „Testimony Of The Ancients“ zu einem derart großartigen Album macht, bei dem zwar auch viel auf Technik gesetzt wird, dies aber – im Gegensatz zu mancher der heutigen hypertechnischen Frickel-Bands – ausschließlich im Dienst ausgezeichnet funktionierender Songs geschieht. Den direkten Vergleich gibt es übrigens aufgrund der drei Bonus-Tracks, die auf der schicken Limited Edition enthalten sind, nämlich in Form von Neueinspielungen von „Chemo Therapy“ [„Malleus Maleficarum“], „Out Of The Body“ [„Consuming Impulse“] und „Lost Souls“ [„Testimony Of The Ancients“], die den aktuellen Stand dieser älteren Songs im Lager von PESTILENCE anno 2009 veranschaulichen. „Resurrection Macabre“ ist somit ein Comeback-Album geworden, das über weite Strecken richtig gut funktioniert, einige echt fette Songs am Start hat und auch als Gesamtpaket überzeugend ist – es wäre aber noch mehr drin gewesen, keine Frage. Die Reunion hat somit insgesamt ihre Berechtigung, nur hätte es nicht geschadet, etwas mehr Wert auf neue Ideen zu legen und nicht ausschließlich auf den Blick über die Schulter zu setzen. Hoffentlich werden sich die erwähnten Innovationen jedoch auf dem evtl. nächsten Album von PESTILENCE einfinden, denn dann werden die Jungs um den Blick nach vorne zwangsläufig nicht mehr herumkommen können. Alles in allem ist es jedoch schön, dass PESTILENCE wieder mit im Rennen sind und ihrem Erbe alles andere als Schande gemacht haben! Und solche Songs wie „Horror Detox“ oder „Devouring Frenzy“ werden in meinem Player noch einige Runden drehen! | ||||||||||||||||||
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Durchschnittliche Leserwertung: 6.0 / 7 Punkten
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Kommentar von: Sefros
Wertung: 6/7 | 29.03.2009 -- 13:46













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