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Cover von Philosopher -- Thoughts
Band: Philosopher Homepage  Metalnews nach 'Philosopher' durchsuchenPhilosopher
Album:Thoughts
Genre:Death Metal
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:21.02.05
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"Totenkult oder Grabschändung?"

Die Symbiose aus metallischer Musik und Elementen des Horrors ist ja an sich nichts Neues, und auch die Werke von H.P. Lovecraft, dem Schöpfer des Cthulhu-Mythos, inspirierten einige Bands und deren lyrisches wie optisches Konzept. Die seit 2003 bestehende Formation PHILOSOPHER geht sogar noch einen Schritt weiter und widmet sich ausschließlich den Geschichten des zu Lebzeiten als Sonderling geltenden Schriftstellers. Wie der Bandname bereits vermuten lässt, zeigt man zudem musikalisch eine starke Verbindung zu den Todesgöttern von DEATH, was man aus dem vorliegenden Material auch gut heraushören kann. Da es sich bei dem hier schreibenden Redakteur sowohl um einen bekennenden Lovecraft-Fan als auch um einen Liebhaber technisch-todesbleierner Klänge handelt, konnte er für Euch einen beidseitig fachkundigen Blick auf diese Band, die sich offenkundig zwei verstorbenen Meistern verschrieben hat, werfen.

Von stimmungsvollen Intros und Zwischenspielen durchwachsen, stellt „Thoughts“ eine Reise in eine Welt jenseits der unseren dar, die einerseits vom düsteren Schrecken bevölkert wird, aber andererseits auch mit exotischer Schönheit und Antworten auf die zeitlosen Sehnsüchte der hoffnungsvoll Suchenden lockt. Auf der Basis von erdig-rohem, aber verspieltem Deathmetal werden Songs zelebriert, die immer dann besonders gut sind, wenn man vom reinen Todesblei ein Stück abweicht und die Atmosphäre durch zusätzliche Stilelemente verdichtet. Im Track „Dreamside“ wird beispielsweise durch orientalisches Trommeln und Gesänge, sowie sphärisches Leadgitarrenspiel eine Stimmung erzeugt, die dem Konzept der Band sehr zuträglich ist. Bei „47°9’S126°43’W“ können Gitarren und Synths angenehme Akzente setzen, und „What Dwells Beyond“ hat ein feines Flötenoutro. Instrumental hat man sich also einiges einfallen lassen, und gesangstechnisch kommt hier auf seine Kosten, wer es tief und kehlig mag. Mir persönlich klingen die Vocals von Fronter Mike stellenweise etwas zu gepresst und unvariabel, aber so was ist eben eine reine Geschmacksfrage. Die Produktion geht für ein Debütwerk in Ordnung, allerdings sollte beim nächsten Mal mehr Pfeffer in der Suppe sein, denn sowohl was den Druck in der Produktion angeht als auch die Intensität der Songs, können noch ein paar Zacken zugelegt werden. Was jedoch kein großes Manko ist, da sich die Band definitiv auf dem richtigen Weg befindet und nur am Feinschliff ihres Stahls noch etwas arbeiten sollte.

Summa summarum also ein Album, das in beiden Welten funktioniert. Die literarische Seite wird nicht etwa auf plumpe Weise und in schlechten Horrorlyrics vergewaltigt, sondern mit einem Respekt und einer Liebe zu den Originalen behandelt, die nur den Schluss zulassen, dass es sich bei PHILOSOPHER um echte Fans handelt und nicht etwa Leute, die nur einen möglichst coolen und mysteriösen Aufhänger für ihre Musik suchen. Ebenso verhält es sich mit dem musikalischen Aspekt; wenn man mal von den Zwischenspielen und Intros absieht, hat der Hörer es hier mit lupenreinem Deathmetal der alten Schule zu tun, der speziell Bands wie DEATH, MORBID ANGEL und NILE huldigt und dabei nicht etwa ein simples Plagiat der Klassiker abliefert, sondern eine atmosphärische Hommage mit frischen Impulsen, die jedem Genrefan viel Freude bereiten sollte. Der Friede der Toten wurde also in keinster Weise gefrevelt und sowohl Chuck als auch Howard Philips würden die Verehrung ihrer Person durch diese junge Band mit einem anerkennenden Lächeln quittieren. Und die Lebenden sollten an dieser Stelle ihr Erspartes überprüfen und ein paar Münzen in jene finsteren Schlünde zwischen den Welten werfen, in denen blinde, wahnsinnige Götter seit Aeonen zu grotesken Flötentönen tanzen. Und seit neustem auch zu den Klängen von PHILOSOPHER.

Trackliste:
01. Seven Hundred Steps Of Slumber
02. Awakening Senses
03. Beyond Darkness
04. Elysia
05. What Dwells Beyond
06. Wounds
07. Nephren Kah
08. 47°9’S126°43’W
09. Dreamside
10. World In Rapture
11. I Am Providence


Werner Heinz [sOULiON]
04.06.2005 | 19:22
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