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Cover von Pilgrim -- Misery Wizard
Band: Pilgrim bei MySpace.com Metalnews nach 'Pilgrim' durchsuchenPilgrim
Album:Misery Wizard
Genre:Doom Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:27.01.12
CD kaufen:'Pilgrim - Misery Wizard' bei amazon.de kaufen
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"Doom nach Maß oder von der Stange?"

Die Doom Metaller von PILGRIM stammen aus Rhode Island, New York, musizieren seit 2010 gemeinsam und haben es nach gerade mal einem Demo und einer Split-Single bereits zu einem Plattendeal mit Metal Blade Records gebracht, die nun ihr Debüt, „Misery Wizard“, einer breiteren Öffentlichkeit andienen.

Bereits der Bandname, aber auch die schicksalschwangeren/sinnfreien Pseudonyme der Musiker deuten auf klassischen bzw. vielleicht sogar Retro-Doomsound hin und siehe da!, der Hörer wird klanglich auch nicht unbedingt enttäuscht...
PILGRIM haben ihre Doom-Hausaufgaben gemacht und so bedient man sich ausgiebig bei den Urvätern des Genres, BLACK SABBATH, aber auch die - längst schon verblichene – finnische Kultkapelle REVEREND BIZARRE muss desöfteren als Quelle der Inspiration herhalten, nachzuhören u.a. beim durchaus monumentalen Titeltrack. Auch der Opener, „Astaroth“, macht durchaus eine ordentliche Figur und rifft träge schunkelnd zwischen SAINT VITUS, PENTAGRAM und CANDLEMASS.
Frontmann/Gitarrist The Wizard macht seine Sache zwar anständig, agiert aber insgesamt fast ein bisschen zu abgeklärt, beinahe emotionslos, da wäre, z.B. bei „Misery Wizard“, vermutlich mehr drin gewesen, denn diese Art Musik lebt - neben den bleischweren, ausreichend vorhandenen Lava-Riffs - nun mal bzw. immer noch von überzeichnetem, leidgeprüftem Gesang.
„The Quest“ bietet ein identisches Bild, gut gemacht, zweifellos, aber irgendwie zu wenig Seele, auch wenn sich nach der Hälfte noch ein satt rockender CATHEDRAL-Mitgehpart einklinkt und die Chose etwas auflockern bzw. aufwerten kann.
Mit dem schlurchig-verzweifelten „Master Of The Sky“ allerdings dürften PILGRIM dann doch noch den Doom-Nerv der Old School-Nostalgiker-Fraktion treffen, denn hier macht das Doom-Powertrio aus NY eigentlich [endlich] alles richtig und The Wizard weiß seinen Gesang/Phrasierungen im richtigen Maß zu variieren.
„Adventurer“ indes sorgt mit seinem flotten Beat für willkommene Abwechslung und hegt mit zarten PARADISE LOST-“Gothic“-Referenzen gar doomdeathige Ambitionen, bevor mit - nervtötendem - Feedbackgefiepe der Rausschmeißer und Endgegner-Monolith „Forsaken Man“ ganz laaaaangsam von der rostzerfressenen Kette gelassen wird, erneut ein Doomsong von Format, wenn auch mit bekannten, aber bewährten und somit beliebten Ingredienzen.

Die etwas dünne bis dürftige Produktion soll vermutlich bewusst reduziert und retro wirken, wenngleich ein bisschen differenzierterer Klang durchaus nicht geschadet hätte. Zumindest passt der Sound zum True bzw. Retro-Doom-Konzept von PILGRIM, die mit ihrem Debüt nicht unbedingt ein Fass aufmachen, aber letztlich auch keinen Slo-Mo-Aficionado richtig enttäuschen dürften, denn eigentlich hat „Misery Wizard“ ja [fast] alles, was das Doomherz begehrt.
Höret und entscheidet selbst...

Trackliste:
01. Astaroth
02. Misery Wizard
03. Quest
04. Master Of The Sky
05. Adventurer
06. Forsaken Man
Spielzeit: 00:55:30

Line-Up:
Count Elric The Soothsayer - Bass
Krolg Splinterfist, Slayer Of Men - Drums
The Wizard - Vocals, Guitars, Incantations [Track 6]



Dirk Konz [dkay] | 20.01.2012 | 22:15

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