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Album:Thunder In The Distance
Genre:AOR, Hard Rock
Label:Frontiers Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:01.11.13
CD kaufen:'Place Vendome - Thunder In The Distance' bei amazon.de kaufen
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"[Kein] fernes Donnergrollen"

Der Name Michael Kiske ist und bleibt untrennbar mit der deutschen Heavy Metal Vergangenheit der letzten drei Dekaden verbunden. Und was immer gemunkelt und diskutiert wurde, was den Gesang angeht, liefert der Mann nach wie vor mehr als „nur“ gute Arbeit ab.

Davon konnte man sich im letzten Jahr bereits beim Debüt von UNISONIC überzeugen. Jetzt ist er mit seiner anderen Formation PLACE VENDOME zum dritten Mal am Start, die im Vergleich zur Superband um den Ex-Weggefährten Kai Hansen noch wesentlich melodischer und AOR-lastiger daher kommt. Los geht das von Dennis Ward [der hier auch den Bass bedient] produzierte Album mit einem absoluten Ohrwurm. „Talk To Me“ ist ein Ohrenschmaus für Hardrock-Fans, die sich gern an die ausklingenden achtziger Jahre erinnern mögen, als Bands wie SHY, BAD ENGLISH, GLASGOW, TRIUMPH oder auch PRETTY MAIDS für gefüllte Dancefloors der Rockdiskotheken sorgten. Obwohl dieser Song noch am ehesten im Gehör bleibt, liefert die durchaus hochkarätig besetzte Band ein weiteres Dutzend blitzsaubere Melodic-Rock Hymnen ab. Sicher, neue Pfade beschreitet hier niemand und der eine oder andere Moment aus der Kategorie „Stangenware“ ist auch dabei. Zum Glück verzichtet man jedoch auf eine komplette Schmachtballade, auch wenn „Maybe Tomorrow“ sagen wir mal als eine Halbballade durchgeht. Mutig jedenfalls, oder zumindest selbstbewusst, platziert man kurzerhand ein fettes Highlights, nämlich den Titeltrack, am Ende des Albums. Mit gutem, alten SURVIVOR-Vibe bildet das straighte „Thunder In The Distance“ einen vorzüglichen Abschluss einer Platte, bei der nicht nur Frontiers-Boss Serafino Perugino Gefallen finden dürfte. Kein Wunder, haben doch einige kompetente Leute das Songwriting ausgearbeitet, unter anderem erneut Magnus Karlsson.

PLACE VENDOME machen eben einfach nur saubere, einwandfrei produzierte Rockmusik, ohne viel Ecken und Kanten. Dafür gespickt mit Top-Musikern und mit einer Stimme, die schlicht und einfach brilliert. „Thunder In The Distance“ ist einfach nur zum dahin treiben lassen, zum Tanzbeinschwingen, zum Wohlfühlen. Scheissegal, ob man die eine oder andere Melodie schon irgendwo, irgendwann in ähnlicher Form gehört hat. Eigentlich genau das richtige Zeug für die anstehende besinnliche Zeit oder um den derzeitigen Herbstblues zu vertreiben.

Trackliste:
01. Talk To Me
02. Power Of Music
03. Broken Wings
04. Lost In Paradise
05. It Can’t Rain Forever
06. Fragile Ground
07. Hold Your Love
08. Never Too Late
09. Heaven Lost
10. My Heart Is Dying
11. Break Out
12. Maybe Tomorrow
13. Thunder In The Distance
Spielzeit: 00:55:44

Line-Up:
Michael Kiske – Vocals
Uwe Reitenauer – Guitar
Gunther Werno - Keyboards
Dennis Ward - Bass
Dirk Bruineberg - Drums
Frank Wilkens [Fränky]
25.11.2013 | 13:16
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