.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Mehr aus den Genres
CD Review: Malpractice - Turning Tides

Malpractice
Turning Tides


Prog-Metal
5 von 7 Punkten
"Ordentliche Sache"
CD Review: Heirs - Fowl

Heirs
Fowl


Ambient, Industrial, Post Rock
6 von 7 Punkten
"Im Handumdrehen flügge!"
CD Review: Thee Maldoror Kollective - Themes For Proxima [MCD]

Thee Maldoror Kollective
Themes For Proxima [MCD]


Ambient, Avantgarde/Electronica
5 von 7 Punkten
"Gelungenes Soundtrack-Experiment"
CD Review: White Hills - White Hills

White Hills
White Hills


Psychedelic, Stoner Rock
6 von 7 Punkten
"Unendliche Schönheiten"
CD Review: Pain - Dancing With The Dead [Import]

Pain
Dancing With The Dead [Import]


Ambient, Industrial
6 von 7 Punkten
"Keine Schmerzen!"
CD Review: Kyle Gass Band - Kyle Gass Band

Kyle Gass Band
Kyle Gass Band


Classic Rock, Hard Rock, Rock, Southern Rock
5 von 7 Punkten
"Garant für gute Laune"
CD Review: Inquisition - Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult [Re-Release]

Inquisition
Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult [Re-Release]


Black Metal
Keine Wertung
"Kennt man und liebt man ... zurecht!"
CD Review: Ninkharsag - The Blood Of Celestial Kings

Ninkharsag
The Blood Of Celestial Kings


Black Metal, Melodic Black Metal
4 von 7 Punkten
"Erste gute Ansätze!"
CD Review: A Life Divided - Human

A Life Divided
Human


Electro, Rock
6 von 7 Punkten
"Ab auf die Tanzfläche"
CD Review: Hardcore Superstar - HCSS

Hardcore Superstar
HCSS


Sleaze Rock
5 von 7 Punkten
"Öfter mal was Neues"
Cover von Planet X -- Quantum
Band: Planet X Homepage  Metalnews nach 'Planet X' durchsuchenPlanet X
Album:Quantum
Genre:Ambient, Prog-Metal, Psychedelic
Label:InsideOut
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:18.05.07
CD kaufen:'Planet X - Quantum' bei amazon.de kaufen
Share:

"In abgehobenen Sphären"

Stellt euch vor, ihr sitzt auf einem Stuhl, der auf bunten Tetrisblöcken über eine fremde Welt im Stile von IRON MAIDENS "Seventh Son Of A Seventh Son" geschoben wird. Vor euch liegt ein grüner, klarer Ozean, durch den große Berge treiben, die aus Trockeneis oder etwas ähnlich Unwahrscheinlichem bestehen. Man sieht sich vor- und hintereinander schiebende Planeten, am Himmel funkeln so viele Sterne, wie man sie sonst nur irgendwo fernab der Zivilisation bewundern kann [in Wacken vielleicht] und überall leuchtet es, fliegen Kometen kreuz und quer, kurz: Ein faszinierend-ästhetisches Chaos in irgendwelchen abgehobenen Sphären. Wer mit dieser Beschreibung nicht viel Anfangen kann, der sollte sich einfach das Cover der neuen PLANET X ansehen und am besten die Musik dazu hören.

PLANET X war ursprünglich als kleines Nebenprojekt des ehemaligen DREAM THEATER-Keyboarders Derek Sherinian mit dem Drummer Virgil Donati gedacht, hat sich inzwischen aber zu einer richtigen Band mit Liveauftritten, einer Live-CD und ganzen vier Studioalben in acht Jahren entwickelt. Davon träumen andere mit ihrer Hauptband.

Das neuste Werk des Duos heißt "Quantum", was sich wohl darauf beziehen soll, dass es eben das vierte Album ist. Denn einen Quantensprung bringt es die Band nicht unbedingt voran. Noch immer spielt sie ihre Mischung aus progressivem Metal und einigen Fusion-Elementen ohne Gesang, sämtliche Stücke sind instrumental.
Immer wahnsinnig Virtuos wird gefrickelt was die Saiten hergeben, die Keyboardtasten wird rauf und runter geflitzt und das Schlagzeug fabriziert einen aberwitzigen Break nach dem anderen, nur um dann doch wieder an der selben Stelle weiterzumachen und den richtigen Break dann doch zwei Sekunden später zu bringen. Oder, in Anlehnung an allzu klischeehafte Songstrukturen, das Tempo anzuziehen, wonach jeder normalerweise ein mitreißendes Riff erwartet, dieses aber sofort wieder zu drosseln und den Hörer etwas ratlos in seiner irdischen Rockwelt zurückzulassen. Mit so etwas muss man bei PLANET X rechnen. Und entweder liebt oder hasst man es.
Leider muss man bei solchen Songstrukturen erst mal einen Zugang finden. Mehrmaliges, am besten auch aufmerksames Hören, ist Pflicht, um mit diesem Album seinen Spaß zu haben. Ist die Musik einmal ins Gehirn vorgedrungen, liefert das Album auch schöne Musik zum nebenbei Hören, aber ihre volle Wirkung entfaltet sie nur, wenn man sich auf sie einlässt und nur auf die Musik konzentriert. Und das ist auch das größte Problem der Platte: Weil die Songs leider alle doch recht ähnlich klingen, kommt beim aufmerksamen Zuhören trotz aller Raffinessen und Überraschungen doch oft Langeweile auf. Was abgefahrenen Prog angeht macht der Band niemand etwas vor, aber Experimentierfreude sieht anders aus und diese ist leider auch ein essentieller Teil progressiver Musik.

Somit ist "Quantum" ein sehr interessantes Album geworden, das besonders Progfans gefallen dürfte [diese dürfen rund einen Punkt zur Wertung addieren], die gerne richtig in ihre Musik eintauchen. Alle andere sollten sich lieber zuerst mit den Standardwerken des Prog beschäftigen.

Trackliste:
1. Alien Hip Hop
2. Desert Girl
3. Matrix Gate
4. The Thinking Stone
5. Space Foam
6. Poland
7. Snuff
8. Kingdom Of Dreams
9. Quantum Factor


Nicolas Freund [Nicki]
20.07.2007 | 12:43
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin