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Cover von Poison My Blood -- The Great Northern
Band: Poison My Blood Homepage Poison My Blood bei Facebook Metalnews nach 'Poison My Blood' durchsuchenPoison My Blood
Album:The Great Northern
Genre:Hardcore, Noisecore, Post Hardcore, Progressive
Label:Let it burn Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:05.11.10
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"Hardcore mal anders"

Die Belgier von POISON MY BLOOD dienen der aufgeschlossenen Hardcore-Gemeinde mit „The Great Northern“ dieser Tage ihr zweites Full Length-Album via Let It Burn an.

Auch wenn die Basiskoordinaten des Quintetts eindeutig im metallischen Hardcore liegen, so lassen doch bereits Album-, wie auch Songtitel vermuten, dass man es hier weder mit einer weiteren NYHC- oder Bollo-Metalcore-Klonvariante zu tun hat, sondern vielmehr mit ebenso anspruchsvollem wie wohldurchdachtem, progressiv angehauchtem und auch durchaus mal noisig-verquerem Hardcore.
Letzte Zweifel räumt umgehend „Isolation“ aus, das den Hörer direkt an der Gurgel packt und als Mixtur aus Tech-Death-artigen Gitarren, Postcore-Melodien, Hardcore-Gebrüll und wohldosierten Breakdowns zeitnah detoniert. Ähnlich ergeht es einem auch bei „We, The Dreamers“, das sich zwar etwas Metalcore-affiner gibt, dabei aber mitnichten an progressiv-noisigem Anspruch bzw. Ausbruch zu sparen gedenkt.
„Thieves“ legt mehr Metal-Gitarren obendrauf, mehr Postcore und noch mehr überraschende Breaks, getoppt nur von dem wutschnaubenden „Crossbearer“ oder auch „Iscariot“, wo bei aller bedrückenden Intensität dennoch immer wieder etwas ruhigere, proggig-postcorige Zwischenparts und Melodien kurz Atem schöpfen lassen. Dieses - nicht unanstrengende - Konzept zieht sich durch die gesamte Platte, musikalisch/handwerklich ebenso konsequent wie kompetent umgesetzt
Erholung oder Erlösung bietet kurzfristig das Instrumental „Fractures“, das zunächst als wunderschön atmosphärisches Intermezzo beginnt, nur um sich anschließend ebenfalls in ein Mini-Postcore-Drama zu verwandeln und den Weg für das fordernde „I, The Destroyer“ zu ebnen, das Prog-Metal mit wuchtig-brutalen Hardcore-Breakdowns fusioniert.
POISON MY BLOOD schaffen es hiermit scheinbar mühelos den alten, tätowierten Gevatter Hardcore mit u.a. TODAY IS THE DAY, CONVERGE, UNSANE, Postmetal/-core, NEUROSIS et al. eine unheilige Allianz eingehen zu lassen, deren Energie einen nachhaltig beeindruckt zurücklässt.
Der Umstand, dass beim grandiosen Rausschmeißer, „Year Of The Black Rat“, das gekonnt zwischen Prog-Hardcore-Eruptionen und atmosphärischer Postcore-Melancholie changiert und nochmal sämtliche Register zieht, auch noch ein gewisser Klas Rydberg [von CULT OF LUNA] als Gast vertreten ist, verwundert längst nicht mehr, sondern erteilt dieser Band lediglich den noch fehlenden Ritterschlag.
Mag Frontmann Wouter auch nicht über das abwechslungsreichste Organ verfügen, macht er das durch schieren Druck, Wut, Impetus und Einsatz aber ziemlich problemlos wett.

„The Great Northern“ ist ein absolut gelungenes Zweitwerk und Statement, das vielleicht ob seiner Sperrigkeit etwas Zeit braucht, bei dem aber eben nicht nur die unterkühlt stylische Aufmachung [das Artwork stammt von „Sons Of Nero“], der Sound und die Attitüde, sondern auch der Anspruch stimmt, was in diesem Genre längst nicht immer selbstverständlich ist.

Trackliste:
01. Isolation
02. We, The Dreamers
03. Thieves
04. Iscariot
05. Crossbearer
06. Fractures
07. I, The Destroyer
08. Comatose
09. The Conscious Ignorant
10. Year Of The Black Rat
Spielzeit: 00:38:05

Line-Up:
Wouter L' Homme - Vocals
Stijn Borgers - Guitar
Koen Delanghe - Guitar
Tim Moens - Drums
Tom Verryken - Bass Guitar
Dirk Konz [dkay]
01.01.2011 | 22:04
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