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Cover von Poisonblack -- Of Rust And Bones
Band: Poisonblack Homepage Poisonblack bei Facebook Metalnews nach 'Poisonblack' durchsuchenPoisonblack
Album:Of Rust And Bones
Genre:Gothic Metal, Gothic Rock
Label:Century Media
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:19.03.10
CD kaufen:'Poisonblack - Of Rust And Bones' bei amazon.de kaufen
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"Nüscht als Rost und Knochen..."

Oulu in Finnland scheint nicht unbedingt schiere Lebensfreude zu vermitteln, denn seit den besseren, längst vergangenen Tagen der Depri-Metaller SENTENCED bzw. nach deren Ableben wandelt ihr ehemaliger Sänger, Ville Laihiala, mit seiner Nachfolgeband POISONBLACK auf ähnlich düsteren Pfaden, wie das aktuelle Album, „Of Rust And Bones“, demonstriert.

Allerdings wird die POISONBLACKsche Melancholie, getragen von Villes prägnant-charismatischer Stimme, weitaus melodischer und griffiger in kernigen, überwiegend hart riffenden Gothic Rock'n'Roll verpackt, wie bereits die einleitenden „My Sun Shines Black“ und „ Leech“ nachdrücklich belegen. Aber auch HIM-ähnliche [Halb-]Balladen lassen mit „My World“ oder „Invisible“ nicht lange auf sich warten, bevor bei „ Buried Alive“ wieder hart gerockt werden darf, aber bitte immer mit nachvollziehbaren Hooks und Refrains.
Passt aber von der bitter-süßen, depressiven Grundstimmung stets zum Konzept des vorliegenden Tonträgers, der letztlich nach nichts anderem als „ dem unkontrollierbaren Verlangen nach Alkohol und Themen wie Frust, Hass, Liebe und der Tatsache, dass irgendwann alles zu Grunde gehen wird“ klingen sollte, was den Finnen gelungen sein dürfte.
Auch wenn das hier alles eher zu einem verregneten, neblig-düsteren Herbsttag passen würde, als zum momentan langsam Einzug haltenden Frühling, tendiert man nach/zu „Of Rust And Bones“ dann wohl doch eher zu Rasierklinge und/oder Rotwein.
Nicht nur vom Titel her ist „Casket Case“ [Ihr erinnert Euch an den längst totgenudelten GREEN DAY-Hit?] ein schwer gelungener Stomper mit satten Metalgitarren und ordentlich punchenden Drums, der zu Depri-Epen wie „Down The Drain“ [mit GARY MOORE-ähnlichen Soli] oder „The Last Song“ [mit gediegener 70er Jahre-Kante und -Orgel] überleitet, wo man noch mal hingebungsvoll und jenseits jedes Radioformates in seinem Weltschmerz baden darf.

POISONBLACK bieten mit ihrem mittlerweile vierten Langspieler eine ebenso hörbare, wie gut produzierte und vom Rockgestus weitaus krediblere Alternative zu handelsüblichen Gothic-Wannadies Marke HIM und Co., die sich im heimischen Plattenschrank sicher nicht übel neben SENTENCED, END OF GREEN und THE 69 EYES machen dürfte...

Trackliste:
01. My Sun Shines Black
02. Leech
03. My World
04. Buried Alive
05. Invisible
06. Casket Case
07. Down The Drain
08. Alone
09. The Last Song
10. My World [Acoustic] [Bonustrack Ltd. Edition CD Digipak]
Spielzeit: 00:49:24

Line-Up:
Ville Laihiala - Vocals, Lead Guitar
Tarmo Kanerva - Drums
Marco Sneck - Keyboards
Antti Remes - Bass
Janne Markus – Guitar
Dirk Konz [dkay]
17.03.2010 | 22:17
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