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Album:Metal Kombat For The Mortal Man
Genre:Melodic Metal, Power Metal
Label:Eigenproduktion
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:02.11.07
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"Videospiele von gestern vs. Metal von heute"

POWERGLOVE dürften wohl den Wenigsten von uns bisher ein Begriff gewesen sein, denn die Jungs lassen sich zwar in die Oberkategorie Metal einordnen, gehen allerdings einen eher eigenwilligen Weg. Vielleicht ansatzweise vergleichbar mit den Schweden von MACHINAE SUPREMACY oder PRESS PLAY ON TAPE, haben sich POWERGLOVE der Vermischung von Metal und klassischer Videospielmusik verschrieben. Allerdings verwursten die Herren nicht – wie sonst in diesem Genre üblich – einen so genannten SID Chip, der die typischen Sounds eines Amiga oder C64 simuliert, sondern setzen mehr auf „normale“ Keyboard-Klänge und klassische Metal-Instrumentierung [Gitarre, Bass, Drums]. Vocals fehlen komplett, was der Musik der vier allerdings nicht den geringsten Abbruch tut. Solltet Ihr mit dieser Beschreibung wenig anfangen können, darf man POWERGLOVE auch gern ansatzweise in die Power Metal Schublade stecken.

Mit dem Album „Metal Kombat For The Mortal Man“ liefern POWERGLOVE endlich ein käuflich zu erwerbendes Silberscheibchen ab, das definitiv zu begeistern weiß. Ich bin mir nicht sicher, ob auch die Nicht-Videospiel-Begeisterten unter uns ihren Gefallen daran finden werden, mich jedoch hat die Atmosphäre und durchschimmernde Nostalgie gleich überzeugt, und das ist verdammt schwer. Anders als MACHINAE SUPREMACY, widmen sich POWERGLOVE mehr den Konsolenspielen, als den Vertretern für den PC und so bedient man sich auf „Metal Kombat For The Mortal Man“ der Melodien von Spielen wie z.B. „Sonic The Hedgehog“, „Super Mario Bros/World“, Castlevania 2 & 3“, „Mega Man X3“, The Legend Of Zelda“, „Final Fantasy IV & VII“ und „Mortal Kombat“, um nur ein paar zu nennen. Natürlich wäre es mehr als albern, diese zeitlosen Melodien einfach nur ideenlos zu kopieren und metallisch umzusetzen, also sehen POWERGLOVE die Melodien weniger als Anleitung und mehr als Inspiration und stricken gekonnt eigene Welten um die bekannten Auszüge. Spielerisch bewegt sich die Band jedenfalls auf sehr hohem Niveau und besticht durch absolute Präzision, Versiertheit und Timing. Der rote Faden geht in keinem Song verloren und so werden Längen bereits im Keim erstickt und bei Songs wie „The Duck Grinder“ gibt es außerdem einen feinen Happen Progressivität auf die Ohren. Es macht eben einfach verdammt viel Spaß zu hören, mit wie viel Liebe sich die Jungs den Themen widmen, die sie inspirieren. Abgerundet wird die Scheibe durch zahlreiche Effekte aus den Spielen, sowie Gastauftritten eines dritten Gitarristen und eines Saxophonisten.
An der Produktion des Albums gibt es ebenfalls nichts auszusetzen, denn hier ist alles genau so gemischt und gemastert, wie es sein soll [und das ist eine verdammte Eigenproduktion!]. Die Dominanten Melodie-Gitarren kommen bestens raus und auch Bass und Drums genießen ihre Präsenz, ohne wirklich in den Hintergrund zu geraten.
Ich würde ja gern etwas aufführen, was mich an diesem Album stört, aber – beim besten Willen – ich finde nichts. Die Melodien [eigene sowie übernommene] sind großartig arrangiert, der Sound passt, das Album ist in sich eine hervorragend inszenierte Reise durch die Geschichte der Videospiele der letzten 15 Jahre… was in Gottes Namen will man denn dann noch? HA! Eines, und zwar wäre die eine oder andere Gesangslinie bei so viel Eigeninterpretation sehr interessant, aber wer weiß… vielleicht überraschen uns POWERGLOVE auf dem nächsten Album ja mit einem singenden Link oder Mario. Das passende Bühnenoutfit haben sie ja schon.

Fazit: Deutlich verdiente sechs Punkte für ein Album, das sicherlich nicht nur Freunden der Videospielwelten gefallen würde. Alle Fans metallischer Melodien dürfen hier zugreifen und sich berieseln lassen. Sogar manche „normale“ Metalband darf sich gern eine dicke Scheibe in Sachen Spielfreude, Arrangements und Produktion abschneiden. Herrlich!

Erhältlich ist das Album übrigens für knappe 12 US-Dollar über die Bandwebseite oder per MySpace-Kontakt. Bassist Nick wird Euch dort sicherlich gern über einen Versand nach Deutschland informieren.

Trackliste:
01. So Sexy Robotnik
02. Mario Minor
03. Fight On
04. Vanquish The Horrible Night
05. Blasting The Hornet
06. The Duck Grinder
07. Power, Wisdom, Courage
08. Omnishred (We’re Gonna Need A Bigger Sword)
09. Holy Orders (Be Quick And Just Shred)
10. Metal Kombat For The Mortal Man
11. Red Wings Over Baron
Spielzeit: 00:48:44

Line-Up:
Chris Marchiel – Gitarre
Alex Berkson – Gitarre
Nick Avila – Bass
Bassil Silver-Hajo – Drums
Patrick Franken [Border]
22.11.2007 | 00:10
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