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Cover von Powerwolf -- Bible Of The Beast
Band: Powerwolf Homepage Powerwolf bei Facebook Metalnews nach 'Powerwolf' durchsuchenPowerwolf
Album:Bible Of The Beast
Genre:Heavy Metal, Power Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:24.04.09
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"Aufstand der Zuckerguss-Satanisten"

Man sagt, der Erfolg des dritten Albums einer Band entscheide über deren Fortbestehen in der Musikszene. Damit dabei auch nichts schief geht, arbeiteten POWERWOLF für ihren dritten Streich gar mit der Musikhochschule Saarbrücken zusammen. Wie der Volksmund weiß, können zu viele Köche dem Endergebnis jedoch durchaus auch schadhaft sein.

Im Prinzip fabrizieren POWERWOLF auf „Bible Of The Beast“ dasselbe, was sie auch schon in den Jahren davor überaus erfolgreich vom Stapel gelassen haben und kombinieren erneut geisterbahntauglichen Horrorpathos im Fahrwasser von ALICE COOPER mit mächtigen Metalriffs. Schon der Opener „Raise Your Fist, Evangelist“ zeigt, dass das auch nach wie vor ganz ausgezeichnet klappt und auch Sänger Attila Dorns in diversen Interviews bereits angedeutete Hinwendung zu härteren Gesangsstilen ist nur zu begrüßen. Kurz: So gut klang der Mann noch nie. Auch Lieder wie „Panic In The Pentagram“. „Catholic In The Mornig, Satanist At Night“ oder auch „Seven Deadly Saints“ sind im Grunde hervorragende Metalsongs im oberen Tempobereich. Obendrein hat sich die Formation offenbar auch technisch in die richtige Richtung weiterentwickelt, denn die im Vorangegangenen aufgezählten Songs wissen neben eingängigen Melodien und Mitgröl-Refrains auch mit durchaus vorzeigbarer Gitarrenarbeit zu punkten. Betrachtet man also die Metal-Anteile der Songs, so gibt es an „Bible Of The Beast“ absolut nichts auszusetzen. Was stört ist jedoch der bereits erwähnte Pathos: Songs wie „Moscow After Dark“, das bereits erwähnte „Catholic In The Morning, Satanist At Night“ oder auch bereits das pompöse, in Latein abgefasste Intro wirken dank ausladender Chöre und der von Orgeln und dergleichen unterstützten Instrumentierung einfach zu überladen. Gerade wenn man betrachtet, dass POWERWOLF mit Songtiteln wie „Raise Your Fist, Evangelist“ und „Resurrection By Erection“ eben eine Art Zuckerguss-Satanismus betreiben, wie man ihn in den Spukhäusern jedes Rummelplatzes vermuten mag, scheint es, als seien die Jungs mit einer derart [über]ambitionierten Aufmachung ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Dennoch sei hier noch hinzugefügt, dass „Bible Of The Beast“ mit einer astreinen Produktion glänzt, die Chöre und Band zu einem organischen Ganzen verknüpft.

Dank Breitwand-Instrumentierung und Hollywood-Chören liefern POWERWOLF mit „Bible Of The Beast“ eine kleine Metal-Operette ab, die auf dem Markt sicher ihresgleichen sucht. Guckt man hinter die schillernde Fassade, so bleibt immer noch ein Album, das zwar nicht ganz so gut ist, wie es hätte sein können, aber das Fans der Band lieben werden und das von allen Übrigen zumindest eine Chance verdient hat. Anspieltipps: „Raise Your Fist, Evangelist“, „Catholic In The Morning, Satanist At Night“ und „Resurrection By Erection“.

Trackliste:
01. Opening: Prelude To Purgatory
02. Raise Your Fist, Evangelist
03. Moscow After Dark
04. Panic In The Pentagram
05. Catholic In The Morning, Satanist At Night
06. Seven Deadly Saints
07. Werewolves Of Armenia
08. We Take The Church By Storm
09. Resurrection By Erection
10. Midnight Messiah
11. St.Satan's Day
12. Wolves Against The World
Spielzeit: 00:47:46

Line-Up:
Attila Dorn - Vocals
Matthew Greywolf - Guitars
Stefan Funebre - Drums
Charles Greywolf - Bass
Falk M. Schlegel - Keyboard
Thomas Meyns [Metalviech]
17.04.2009 | 16:18
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