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Cover von Powerworld -- Powerworld
Band: Powerworld Homepage Powerworld bei Facebook Metalnews nach 'Powerworld' durchsuchenPowerworld
Album:Powerworld
Genre:Heavy Metal, Melodic Metal
Label:Metal Heaven
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:28.03.08
CD kaufen:'Powerworld - Powerworld' bei amazon.de kaufen
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"Kitsch lass nach..."

POWERWORLD heißt die fünfköpfige, um den ehemaligen FREEDOM CALL-Bassisten Ilker Ersin formierte Melodic Metal-Band, die hier ihr gleichnamiges Debüt vorstellt. Ebenfalls mit von der Partie sind der frühere JADED HEART-Gitarrist Barish Kepic und AT VANCE-Schlagzeuger Jürgen Lucas. Das waren jetzt schon mal eine Menge bekannter Namen in einer Einleitung – Zeit, herauszufinden ob das Album mithalten kann.

Los geht’s mit „The Dark“, einem gut eine Minute langen, düsteren Synthie-Intro. Danach eröffnet dann „Creatures“, der erste Song des Albums. Dieser offenbart mit harten Riffs und heulenden Gitarren-Melodien auch gleich die technischen Stärken des Quintetts. Aber leider auch seine songwriterischen Schwächen, denn das Ganze klingt ungefähr so einfallsreich wie SAXON auf dem Wacken-Billing: Irgendwo zwischen EDGUY und METALIUM ballern sich die leider neben den Synthies viel zu schwachbrüstigen Gitarren durch Uptempo-Gefilde, dazu schmalzt ein Chor irgendwas über die „Creatures Of The Night“. Kommt Euch bekannt vor? Überraschung…
Klar, jeder der fünf Musiker beherrscht sein Handwerk einwandfrei und Gitarrist Kepic zockt seine Riffs auf den Punkt und wirft hier und da auch wirklich coole Soli ein, das alles kann aber nichts daran ändern, dass jeder Song auf „Powerworld“ beim Hörer nach wenigen Takten das Gefühl erzeugt, das Alles schon x mal bei anderen Vertretern des Genres gehört zu haben. Mit „I Reach The Light“ gibt’s dann noch was fürs Herz: Stampfende Mid-Tempo-Riffs im Wechselspiel mit der vom Synthie-Klavier getragenen Strophe, gefolgt von einem Herzschmerz-Refrain. Wie gesagt, schon mal gehört. Apropos fürs Herz: Mit „I Died In Your Arms“ befindet sich noch ein gelungenes Cover des CUTTING CREW-Klassikers auf dem Album. Produziert ist die Platte durchaus angenehm: Das Klangbild ist in weiten Teilen ausgewogen, dominiert von Sänger Steffen Brunner. Einzig die Gitarren hätten ruhig etwas fetter abgemischt werden dürfen, denn so treten sie neben dem Keyboard leider nur allzu schwach in Erscheinung, was den oft an sich Headbanging-kompatiblen Riffs zu viel Druck nimmt. Alles in Allem ist das Songmaterial auf „Powerworld“ für sich genommen über weite Strecken sogar richtig gut. Leider ist es in dieser Form aber auch schon so oft da gewesen, dass es keinen noch so begeisterungsfähigen Metaller mehr hinter dem Ofen hervor zu locken vermag.

POWERWORLD machen auf ihrem gleichnamigen Erstling nur einen einzigen, dafür aber auch gravierenden Fehler: Sie kommen zu spät. Knappe 30 Jahre nach der Begründung dieser Musikrichtung kann eine derart erwartbar klingende Platte leider allenfalls noch bei Genre-Puristen Punkte machen. Allen Anderen sei geraten, sich lieber die „Hauptbands“ der beteiligten Akteure anzuhören.

Trackliste:
01. The Dark
02. Creatures
03. Lake Of Eternity
04. Fight Fire With Fire
05. Signs In The Sand
06. I Reach The Light
07. Dancing With Angels
08. Your World Is Not Mine
09. I Died In Your Arms
10. Breaking The Silence
11. Don't Walk On Broken Glass
12. Our Melody
Spielzeit: 00:54:16

Line-Up:
Steffen Brunner - Vocals
Ilker Ersin - Bass
Barish Kepic - Guitar
Nils Neumann - Keyboard
Jürgen Lucas - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
21.03.2008 | 12:38
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