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Band: Predatory Violence bei Facebook Metalnews nach 'Predatory Violence' durchsuchenPredatory Violence
Album:Marked For Death
Genre:Thrash Metal
Label:Killer Metal Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:29.06.12
CD kaufen:'Predatory Violence - Marked For Death' bei amazon.de kaufen
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"Im Mittelfeld, da ist's bequem"

Nach Thrash Metal aus Bayern gefragt wird der Headbanger wohl als erstes auf DUST BOLT kommen, konnte sich die Truppe doch jüngst durch Auftritte im Vorprogramm von Größen wie SEPULTURA deutschlandweit einen Namen machen. Doch auch abseits der großen Bühnen tummeln sich auch im Freistaat etliche fähige Bands, darunter die Mannen von PREDATORY VIOLENCE, welche mit „Marked For Death“ ihr inzwischen viertes Album vom Stapel lassen.

Schon die ersten beiden Songs von "Marked For Death" zeigen dabei, dass PREDATORY VIOLENCE vornehmlich auf eine gesunde Mischung aus gnadenlosem Blast und behäbigem Groove setzen, was grundsätzlich einen schönen Kontrast abgibt, der die Nummern durchaus interessant macht. Hinzukommen bisweilen zweistimmige Elemente, wie man sie von SLAYER kennt, und das recht undifferenzierte Gebell von Frontmann A. Machine und fertig ist ein Thrash Metal-Album, dass sicherlich weder Gefahr läuft, die Grenzen des Genres zu überschreiten, noch der Oberliga zu nahe zu kommen, aber Fans von solidem Underground-Geknüppel sicherlich Spaß machen wird. Dabei punkten PREDATORY VIOLENCE mit fettem Sound, wobei sich besonders die Gitarren ein gewisses Proberaum-Flair erhalten konnten, sodass die Truppe auf ihrem vierten Album noch immer stark nach Underground klingt – und das im durchaus positiven Sinne. Dass man nicht nur prügeln, sondern auch behäbig durch düstere, atmosphärische Gefilde stampfen kann, zeigt "Mercy Shot" und auch das nachfolgende "Pillage And Plunder" variiert die eingangs vorgestellte Formel mit einigen ganz netten Akkord-Spielereien. Und obwohl man auf neuen Album der Mannen aus Bayern nicht selten das Gefühl hat, das Dargebotene schon an anderer Stelle gehört zu haben, verbirgt sich auch auf diesem Album die ein oder andere richtig innovative Nummern wie z.B. das überraschend melodiöse "Parental Love" und "All This Hate In Me" schlägt gar sanfte Töne an. Auch technisch bewegt sich auf "Marked For Death" alles weithin im grünen Bereich, die Band agiert tight, die Leadgitarren fallen zwar nicht phänomenal aber doch zumindest songdienlich aus und produziert ist das Ganze wie bereits erwähnt so, dass es auf jeden Fall mit Veröffentlichungen aus der gleichen Liga mithalten kann - dass die Truppe bisweilen Soundsamples in ihrer Musik verwurstet ist zwar nicht so atmosphärisch, wie man es gern gehabt hätte und sorgt ab und an für unfreiwillige Komik, stört aber auch nicht groß. Wo also liegt das Problem? So banal es sein mag: "Marked For Death" ist "nur" ein weiteres Thrash Metal-Album, und davon gibt es im Moment wahrlich mehr als genug. Wer den Regeln des Genres so genau folgt, wie es diese Truppe vom Chiemsee nun mal tut, der riskiert dabei ein hohes Maß an Eigenständigkeit einzubüßen und schafft es schlichtweg nicht, sich dauerhaft interessant zu machen und so wird das Treiben von PREDATORY VIOLENCE aufgrund zunehmender Monotonie spätestens ab der Hälfte der Platte reichlich langweilig - solides Songwriting nebst der zugehöroigen instrumentellen Fähigkeiten hin oder her.

Mit "Marked For Death" können es sich PREDATORY VIOLENCE im Mittelfeld des heutigen Thrash-Genres ohne weiteres bequem machen, denn alles, was die Truppe hier bietet, kann mit vielen ähnlich gearteten Kapellen locker mithalten. Hier liegt allerdings auch das Problem dieser Platte, denn obwohl die Herrschaften hier Einiges an Potenzial beweisen, reicht es eben auch noch nicht, um aus der Menge heraus zu stechen - erst probehören und am besten live erleben.

Trackliste:
01. Predatory Violence
02. Marked For Death
03. Mercy Shot
04. Pillage And Plunder
05. Puppet On A String
06. Parental Love
07. All This Hate In Me
08. Always On The Prowl
09. Kickin' Ass
10. Devotion
Spielzeit: 00:48:37

Line-Up:
A. Machine – Vocals, Guitar
Mr. Chris – Guitar
J. olf – Bass
D. Emon – Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
01.07.2012 | 14:55
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