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Band: Primordial Homepage  Metalnews nach 'Primordial' durchsuchenPrimordial
Album:The Gathering Wilderness
Genre:Dark Metal
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:07.02.05
CD kaufen:'Primordial - The Gathering Wilderness' bei amazon.de kaufen
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Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mich PRIMORDIALs „Storm Before Calm“ im Sommer vor zweieinhalb Jahren wegfegte. Dass in der Band mehr als Potential steckte, war seit dem 1998er Album „A Journey’s End“ klar, doch wer hätte ihnen einen solchen, in allen Gazetten (zurecht) abgefeierten Coup zugetraut? Auf der anderen Seite hängte man sich die Erwartungen für einen Nachfolger natürlich selbst fast unerreichbar hoch. War es anno 2002 noch die Naturkraft Sturm, die sich zusammenbraute, so ist es 2005 der Wildnis vergönnt, sich zusammenzurotten und gnadenlos zurückzuschlagen. Der Sturm mag zwar gewaltig gewesen sein und die anschließende Ruhephase lange, doch jetzt ist es endlich an der Zeit, das Schweigen durch „The Gathering Wilderness“ zu brechen.

All zuviel hat sich im Hause PRIMORDIAL eigentlich gar nicht geändert. Der Vergleich mag zwar hinken wie ranzige irische Butter, doch die Musik klingt nach wie vor schwarz und schwer wie ein Guinness. Und wo wir schon beim Bier sind, gesellen sich zu dieser vertonten Düsterkeit noch die an die Bitterkeit eines Kilkenny erinnernden Worte des charismatischen Sängers Alan A. Nemtheanga hinzu. Doch im Gegensatz zum aggressiven Vorgänger geht der Fünfer von der grünen Insel auf der neuen Scheibe wesentlich epischer (BATHORY lassen an einigen Stellen grüßen) zu Werke, bei zahlreichen Songstellen kann man des Weiteren einen gewissen tragischen Charakter ausmachen. Auf die sieben Songs einzeln einzugehen wäre müßig, da sie ausnahmslos alle auf einer gleich hohen qualitativen Ebene angesiedelt sind. Und doch möchte ich an dieser Stelle „The Song Of The Tomb“ herausheben, denn von ihm geht für mich die größte Anziehungskraft aus. Von seiner Wucht durch die energischen Gitarrenläufe erinnert er stark an das grandiose „Sons Of The Morrigan“ vom viel beschworenen Vorgänger.
Was mich bei dieser Band schon lange so fasziniert, ist einfach diese besondere Stimmung, in die sie den Hörer versetzen kann, dieser Dualismus aus Verzweiflung und erhabenem Trotz. Melancholisch stimmende Parts gibt es auch auf „The Gathering Wilderness“ wieder zuhauf, ihnen gegenüber stehen aber auch hier die majestätischen Passagen, die den hängenden Kopf heben, bis er wieder allen Widersachern und Widerwärtigkeiten stolz ins Gesicht blickt. Man fühlt sich geradezu angestachelt weiterzukämpfen, egal wie ausweglos eine Situation auch sein mag. Auf instrumentaler Seite wird eben dies vor allem durch die oft „aufbauende“ Schlagzeug-Arbeit von Simon O'Laoghaire erreicht. Die Saitenfraktion hat ebenfalls ihre Hausaufgaben gemacht und zaubert dazu die gewohnt mitreißende Mischung aus Härte und Melodie. Natürlich darf auf einem PRIMORDIAL-Album die akustische Gitarre nicht fehlen (z.B. zu Beginn von „Tragedy’s Birth“). Diese sorgt auch auf „The Gathering Wilderness“ für einige folkigere Momente.
Zu guter Letzt trägt die spezielle Produktion, die dieses Mal von Billy Anderson (u.a. NEUROSIS) vorgenommen wurde und ziemlich dumpf und „erdig“ ausgefallen ist, zum besonderen Charme dieses besonderen Albums bei.

Irlands Finest treten mit dieser Scheibe somit den Beweis an, dass ihnen mit dem Vorgänger alles andere als nur ein Glückstreffer gelungen ist. In dieser Band steckt einfach eine Menge Begabung und Hingabe zum eigenen Schaffen. Das Niveau auf „The Gathering Wilderness“ ist wie erwähnt permanent hoch und teilweise gelingt es auch, an „Storm Before Calm“ heranzureichen. Doch das gewisse Fünkchen, das eben dieses Album so extraordinär machte, fehlt mir auf „The Gathering Wilderness“ irgendwie. Nichtsdestotrotz ein souverän starkes Album, das man jedem Liebhaber von aufrichtigen, mitreißenden und düsteren Klängen wirklich nur ans Herz legen kann.

Na denn „Sláinte!“, lieber Alan, Ciáran, Michael, Pól & Simon!

Trackliste:
1. The Golden Spiral
2. The Gathering Wilderness
3. The Song Of The Tomb
4. End Of All Times (The Martyr’s Fire)
5. The Coffin Ships
6. Tragedy’s Birth
7. Cities Carved In Stone


Sebastian König [sk]
09.02.2005 | 18:32
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