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Cover von Primordial -- Where Greater Men Have Fallen
Band: Primordial Homepage Primordial bei Facebook Metalnews nach 'Primordial' durchsuchenPrimordial
Album:Where Greater Men Have Fallen
Genre:Black Metal, Heavy Metal, Pagan Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:21.11.14
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"Die irische Horde marschiert weiter"

Es gibt nur wenige Bands, die in den letzten Jahren so abgeräumt haben wie PRIMORDIAL. Dabei geht es weniger um das Geld – denn wer verdient im Metal-Bereich schon wirklich viel –, sondern viel mehr um Ruhm, Anerkennung und gute Kritiken. „The Gathering Wilderness“ und „To The Nameless Dead“ werden nach wie vor als absolute Klassiker des authentischen Pagan Black Metal gefeiert. Und auch wenn das 2011 erschienene „Redemption At The Puritan’s Hand“ qualitativ etwas abgefallen ist, konnte das den Ansturm der irischen Horde keine zwei Sekunden stoppen. Das alles führt dazu, dass es nur wenige Alben gibt, die so sehnsüchtig erwartet werden wie das am heutigen Tag erscheinende „Where Greater Men Have Fallen“!

Wird das Album viel Neues bieten? Oder „nur“ traditionelle PRIMORDIAL-Kost? Wie gut werden die Iren in der Lage sein, sich weiterzuentwickeln, ohne alteingesessene Fans zu vergraulen? Und kann man Songs wie „The Coffin Ships“, „As Rome Burns“ oder auch „The Mouth Of Judas“ überhaupt toppen? Alles keine einfache Frage, denn „Where Greater Men Have Fallen“ ist kein einfaches und schnell zu durchschauendes Album geworden. Dabei haben PRIMORDIAL mit dem Titeltrack einen Opener gewählt, der sich direkt und gnadenlos in den Gehörgang fräst. Ein klassischer Heavy Metal Stampfer, der durch Alans Stimme und die zivilisationskritischen Texte vergoldet wird. Man merkt sofort, das sind PRIMORDIAL! Aber schon beim zweiten Song wird man überrascht, „Babel’s Tower“ nimmt das Tempo raus, wirkt schleppend, manchmal fast schon kriechend und – das muss man leider sagen – der Track zieht sich auch etwas. Irgendwie fehlen die ganz großen Momente und die unverkennbaren Passagen, die einen solchen PRIMORDIAL-Song normalerweise auszeichnen. Weiter geht’s mit „Come The Flood“, einer typischen „Ballade“, welche man atmosphärisch mit „The Coffin Ships“ vergleichen könnte. Stark inszeniert! Beeindruckende Gitarren, donnernde Drums und Alans epischer Gesang. Hier passt alles – Futter für die Seele der PRIMORDIAL-Fans. Während man gerade noch in epischen Weiten schwelgt, grölt Frontsau Alan auf einmal „TRAITOR!“ und leitet damit den nächsten Track „The Seed Of Tyrants“ ein, in welchem Drummer Simon mit schwarzmetallischen Blasparts erst einmal alles wegprügelt, was sich ihm in den Weg stellt. Geschickter Übergang und PRIMORDIAL zeigen sich mal wieder von ihrer gnadenlosen Seite. „Ghosts Of The Charnel House“ erwartet die geneigten HörerInnen als Nächstes und PRIMORDIAL schimpfen – wieder einmal – über die katholische Kirche in Irland. Und weil sie darin schon Erfahrung haben, wird dies auch einer der mächtigsten Tracks auf dieser Scheibe. Ein mehr als gelungener Midtempo-Song, der einen mitreißt und der hoffentlich auch live das eine oder andere Mal zum Einsatz kommen wird. Anschließend machen es einem PRIMORDIAL mit den beiden Songs „The Alchemist’s Head“ [gewidmet William Blake] und „Born To Night“ nicht leicht. „The Alchemist’s Head“ ist gewollt „komplex“, soll heißen: wenig eingängig und mit interessanten und nahezu chaotischen Strukturen, und fordert den Hörer und die Hörerin heraus. Aber keine Sorge, PRIMORDIAL können auch solche Songs schreiben; ein solcher Track muss allerdings earbeitet werden. „Born To Night“ scheint dagegen zunächst ein etwas unauffälliger Track zu sein, wobei schon das [fast drei Minuten] lange Intro zum Song geradezu nach PRIMORDIAL schreit. Aber der Track wächst mit jedem Hördurchgang und auch hier zeigen die Iren erneut auf, dass sie unglaublich atmosphärische und mitreißende Lieder schreiben können. Aber den Übersong des Albums hat man sich bis zum Schluss aufgespart: „Wield Lightning To Split The Sun“. Ein balladesker Stampfer, der mit „The Coffin Ships“, „As Rome Burns“ oder „The Mouth Of Judas“ auf einer Stufe steht. Mächtig und atmosphärisch spielen PRIMORDIAL hier ein letztes Mal all ihre Stärken aus und lassen den Hörer, die Hörerin mit einer Gänsehaut zurück.

PRIMORDIAL haben mit diesem Album nicht nur die Soundchecks aller vier großen deutsschprachigen Magazine gewonnen, sondern dominieren derzeit auch fast alle anderen Print- und Online-Magazine. Nicht zu Unrecht. Dennoch darf man „Where Greater Men Have Fallen“ nicht überschätzen. Die irische Horde übertrifft sich hier nicht selbst – „The Gathering Wilderness“ und vor allem „To The Nameless Dead“ wirken dichter, tighter und noch einen Zacken energiegeladener. Dazu kommt, dass nicht jedes Experiment auf dem neuen PRIMORDIAL-Album tatsächlich funktioniert und sich in den mitreißenden Sound der Iren integriert. Das Album hat Höhepunkte, aber leider auch Momente der Enttäuschung. Sollte man sich die Langrille trotzdem zulegen? Selbstredend! Wird es aber das Album des Jahres oder gar des Jahrzehnts werden? Es darf angezweifelt werden.

Trackliste:
01. Where Greater Men Have Fallen
02. Babel's Tower
03. Come The Flood
04. The Seed Of Tyrants
05. Ghosts Of The Charnel House
06. The Alchemist's Head
07. Born To Night
08. Wield Lightning To Split The Sun
Spielzeit: 00:58:38

Line-Up:
Pól MacAmlaigh - Bass
Ciáran MacUiliam - Gitarre
A.A. Nemtheanga - Gesang
Simon O'Laoghaire - Drums
Micheál O'Floinn - Gitarre
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
21.11.2014 | 14:26
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